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Jerzy Kukuczka

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Datei:Mount Everest - Kukuczka Czok.jpg
Jerzy Kukuczka (links) mit Andrzej Czok während der Besteigung des Mount Everest 1980

Józef Jerzy Kukuczka (* 24. März 1948 in Katowice; † 24. Oktober 1989 an der Südwand des Lhotse, Nepal) war ein erfolgreicher polnischer Bergsteiger. Er war der zweite Mensch, der alle 14 Achttausender bestieg.

Leben

Kukuczkas Familie stammt aus Istebna in den Beskiden. In seiner Jugend betrieb er Gewichtheben, musste seine Ambitionen im Kraftsport jedoch auf ärztliches Anraten hin einstellen und widmete sich fortan dem Bergsport. 1965 trat er dem Harcerski Klub Taternicki in Katowice bei, einem alpinistischen Pfadfinderverein mit Fokus auf der Hohen Tatra. Im Jahr darauf widmete er sich erstmals dem Extrembergsteigen und erhielt 1967 nach einer entsprechenden Schulung im polnischen Teil des Riesengebirges sein Bergführerpatent.

Kukuczka bestieg zwischen 1979 und 1987 als zweiter Mensch (nach Reinhold Messner) alle 14 Achttausender, dabei nutzte er am Mount Everest zeitweise Flaschensauerstoff. Während seiner Besteigungen eröffnete er neun neue Routen und vollzog eine Solobegehung am Makalu. Fünf Besteigungen führte er im Alpinstil durch und vier erstmals im Winter.<ref>Jerzy „Jurek“ Kukuczka. EverestHistory.com, abgerufen am 8. April 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary wollte das IOC Messner und Kukuczka jeweils Olympische Orden in Silber verleihen.<ref>Zbigniew Kowalewski, Josef Nyka: The Eight-Thousanders. Olympic Medals for Mountaineering? In: The Alpine Journal. 1988, S. 258 (1988 258-259 Nyka 8000ers.pdf Artikel online auf den Internetseiten des Alpine Club [abgerufen am 14. August 2011]).</ref> Messner lehnte die Auszeichnung jedoch mit der Begründung ab, dass er so eine Neuauflage eines Wettbewerbs bei der Besteigung aller Achttausender verhindern wolle.<ref>Fragen an Reinhold Messner. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1988 (online).</ref> Kukuczka, der einen entscheidenden Unterschied zwischen der Ehrenmedaille des Olympischen Ordens und einer Olympiamedaille sah, nahm die Auszeichnung dagegen an.<ref>Alicja Sidor, Piotr Zarzycki: Himalaya climbing as a form of physical activity – theoretical dissertation. In: Walery Zukow (Hrsg.): Pedagogy of health in physical culture. 2010, ISBN 978-83-62750-02-3, S. 269.</ref>

Beim Versuch, als Erster die Südwand des Lhotse zu durchsteigen, verunglückte Kukuczka 1989 auf einer Höhe von 8200 Metern tödlich, als sein Seil riss und er zwei Kilometer in die Tiefe stürzte.<ref>Jerzy Kukuczka. Herrligkoffer-Stiftung, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2010; abgerufen am 13. September 2010.</ref> Seine Leiche wurde in einer Eisspalte in der Nähe des Absturzortes gefunden und bestattet. In der an der Südwand des Lhotse nahegelegenen nepalesischen Siedlung Chukhung im Khumbu und auf dem Symbolischen Ehrenfriedhof der in den Bergen Verunglückten im Trümmertal der Hohen Tatra wurden ihm zu Ehren Gedenktafeln eingeweiht.

Besteigungen

Datei:Katowice - Graffiti Jerzy Kukuczka.jpg
Graffito Kukuczkas in seiner Heimatstadt Katowice

Siehe auch

Literatur

  • Na szczytach świata. Krajowa Agencja Wydawnicza, Katowice 1990, ISBN 83-03-03166-X (wyd.2 Kraków, 1996, ISBN 83-86219-28-9)
  • Mój pionowy świat czyli 14 × 8000 metrów. 1995, ISBN 1-899397-09-4
  • Ostatnia ściana. Agencja Reklamowa Komplet, Katowice 1999, ISBN 83-912268-0-8.
  • Jerzy Kukuczka: My Vertical World: Climbing the 8000-Metre Peaks. The Mountaineers Books, 1992, ISBN 0-89886-344-9, 189 S.

Einzelnachweise

<references />

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