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Nilbarbe

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Nilbarbe
Datei:The fishes of the Nile (Pl. XXXIV) (6961612141).jpg

Zeichnung aus The fishes of the Nile von George Albert Boulenger

Systematik
ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Labeobarbus
Art: Nilbarbe
Wissenschaftlicher Name
Labeobarbus bynni
(Forsskål, 1775)

Die Nilbarbe (Labeobarbus bynni, Syn.: Barbus bynni) ist ein in Afrika beheimateter Karpfenfisch. Sie trägt folgende Lokalnamen: Binni, Arite, Dango, Kisinya oder Momwara.

Unterarten

Folgende Unterarten der Nilbarbe sind bekannt:

  • Labeobarbus bynni bynni (Forsskål, 1775) ist die größte und am weitesten verbreitete Unterart.
  • Labeobarbus bynni waldroni (Norman, 1935) kommt in Westafrika in den Ländern Elfenbeinküste und Ghana vor. Sie tritt im Volta-Fluss und den benachbarten Flüssen Sassandra, Bandama, Niouniourou, Comoé und Tano auf.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN.</ref> Die Fische werden bis ca. 30 Zentimeter lang und leben benthopelagisch. Ihre Flossenformel lautet Dorsale 13–14, Anale 8. Auffallendes Merkmal dieser Unterart sind die stark entwickelten Lippen mit dem sichtbaren Kinnlappen. Die Lippen sind möglicherweise hypertrophiert (gummiartige Lippen). Die Färbung reicht von einem gelblichen Grün bis Goldbraun an den Seiten bis hin zu teilweise rot-violett gefärbter Rückenflosse. Die Unterart gilt derzeit nicht als gefährdet.<ref>Fishbase: Barbus bynni waldroni</ref>
  • Labeobarbus bynni rudolfianus (Worthington, 1932) tritt endemisch im Rudolfsee in Kenia auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Verbreitung

Die Nilbarbe ist im tropischen Afrika zwischen den Breitengraden 32°N–3°N verbreitet.<ref name="fishbase">Nilbarbe auf Fishbase.org (englisch)</ref> Barbus bynni kommt überwiegend im Einzugsbereich des Nils in Ägypten, Äthiopien, Kenia und dem Sudan vor. Dabei tritt sie sowohl im Fließwasserbereich auf als auch in Seen wie z. B. dem Albertsee, Turkana-See und Stauseen wie dem Nasser-Stausee/Nubia-See, die mit dem Nil verbunden sind.<ref name="fishbase"/> Außerdem in den Seen des Wadi er-Raiyan und des Nouzha-Hydrodrome.<ref name="IUCN Red List Barbus bynni ">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN.</ref>

Beschreibung

Die Nilbarbe wird bis zu 82 Zentimeter lang.<ref name="fishbase"/> Der schwerste bisher mit der Angel gefangene Fisch wog sechs Kilogramm bei einer Körperlänge von 70 Zentimetern und wurde bei den Murchison Falls in Uganda gefangen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fishing Worldrecords Barbus bynni (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fishing-worldrecords.com</ref> Die Körperfärbung ist meistens goldgelb oder leicht orangefarben und etwas dunkler an der Rückenpartie.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.searchfish.orgBarbus Bynni Occidentalis (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Lebensweise

Die maximale Lebensdauer der Spezies reicht von vier bis acht Jahren.<ref name="fishbase"/> In Gefangenschaft sogar bis 16,3 Jahre.<ref>Genomics Senescence Info: Barbus bynni</ref> Die Nilbarbe lebt benthopelagisch und ernährt sich von kleinen Krustentieren, Mollusken, Insekten und organischen Abbauprodukten. Im Jebel Aulia Reservoir beginnt die Laichzeit mit dem Einsetzen der Flut im Juli.<ref name="fishbase"/> Das Reifen der Gonaden beginnt im Mai, wenn die Wassertemperatur ihr jährliches Maximum erreicht. Ein Weibchen kann bis zu 1,5 Millionen Eier produzieren.<ref>Breeding of Barbus bynni (Pisces, Cyprinidae) in Jebel Aulia Reservoir, Sudan, Hydrobiologia, 1984</ref>

Beziehung zu Menschen

In Ägypten zur Zeit der Pharaonen wurde die Nilbarbe als ein heiliges Tier der Göttin Mehit verehrt.<ref>Wolfgang Helck, Eberhard Otto und Wolfhart Westendorf: Lexikon der Ägyptologie: BD II, Otto von Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1977, ISBN 3-447-01876-3, S. 232</ref>

Wirtschaftliche Bedeutung

Obwohl die Nilbarbe als ein wirtschaftlich eher unbedeutender Speisefisch eingestuft wird, gingen die Fänge eine Zeitlang stetig zurück. Während in Ägypten im Jahr 1998 noch 887 Tonnen gefangen wurden, waren es 1999 nur noch 58 Tonnen und 15 Tonnen im Jahr 2000. 2004 stieg die Fangmenge wieder auf 860 Tonnen.<ref name=" IUCN Red List Barbus bynni "/>

Gefährdungsstatus

Zu den möglichen anthropogenen Störungen gehören Dammbau, Gewässerverschmutzung durch landwirtschaftliche, industrielle und kommunale Abwässer, Grundwasserextraktion und Dürren. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.<ref name=" IUCN Red List Barbus bynni "/>

Literatur

  • A.H.S. Mraja: The Biology of Barbus bynni (Forsk.) in Lake Turkana, in Lake Turkana (ed.), ODA London, Vol. 3, 1982, S. 817–827

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />