Mellowpark
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Der Mellowpark ist ein Sport- und Freizeitgelände im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Er entstand erstmalig auf Initiative des 1994 gegründeten Vereins „all eins e. V.“ als Skatepark 1999 auf dem Areal einer stillgelegten Kabelfabrik.
Ab 2010 entstand der gegenwärtig genutzte Standort mit Hilfe des Bezirksamts sowie zahlreicher Sponsoren und Initiativen in Oberschöneweide. In der Folgezeit entwickelte sich der Mellowpark zu einem der größten und bekanntesten Anlagen für Skateboard- und BMX-Sport in Europa. Träger und Betreiber des Parks ist der Verein Mellowpark.
Geschichte
Aufbau des Freizeitgeländes 1999–2008
Mitglieder des Vereins all eins e. V. entwickelten Ende der 1990er Jahre das Projekt zu einem Parcours für Funsport. Damit gewannen sie den vom Berliner Senat ausgelobten Wettbewerb Jugend entwickelt das neue Berlin zu neuen kreativen Jugendfreizeiteinrichtungen. Sie fanden mit dem Gelände der stillgelegten Kabelrollenfabrik des VEB Kabelwerk Köpenick an der Friedrichshagener Straße in der Nähe des Allende-Viertels eine geeignete Fläche und begannen mit der Herrichtung von Rampen, kleinen Lehmhügeln und einem BMX-Parcours. Das Areal befand sich seit der Maueröffnung im Besitz der TLG Immobilien<ref name="Retter">Wir retten den Mellowpark. auf einer privaten Homepage, abgerufen am 24. August 2012.</ref> und erhielt – aus dem Englischen entlehnt (mellow = weich, sanft bzw. to mellow = umgänglicher werden) – die Bezeichnung Mellowpark. (In einem Video aus dem Jahr 2009 ist der Zustand der verlassenen Fabrikanlage zu sehen.<ref>Verlassene Orte, auf youtube.com Spieldauer 7:42 Minuten; abgerufen am 25. August 2012.</ref>)
Bald kamen Beachvolleyballfelder, ein Bolzplatz und Basketballplätze hinzu. Im Jahr 2001 wurde im Mellowpark die Deutsche Meisterschaft Mellowparkjam für Skater ausgetragen. Die erstmals 2003 auf dem Parcours stattfindende Deutsche BMX-Meisterschaft German Open machte den Mellowpark international auch unter dieser Sportlergruppe bekannt. Mit dem dritten rebeljam erreichte die Anlage ihren Höhepunkt der Entwicklung, Teilnehmer aus 21 Nationen waren am Start.<ref name="Gesch MP"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Parks ( vom 2. September 2012 im Internet Archive) auf mellowpark.de</ref> In den Jahren zwischen 2005 und 2008 wurden bis zu 20.000 Besucher (Aktive und Zuschauer) pro Jahr gezählt.
Neuer Standort in Oberschöneweide 2008–2010
2008 wurde der Mellowpark an seinem ersten Standort geschlossen, weil in der Nachbarschaft ein Wohnpark errichtet werden sollte und der Nutzungsvertrag ausgelaufen war. Nach Protesten und Petitionen begann die Suche nach einem geeigneten neuen Standort. Die Beteiligten wurden mit einem bereits als Sportfläche gewidmeten Areal zwischen der Straße An der Wuhlheide und der Spree fündig.
Zu Beginn des Jahres 2010 konnte der neue Nutzungsvertrag zwischen dem Trägerverein und Beauftragten der TLG Immobilien unterzeichnet werden. Im Anschluss richteten vor allem die Jugendlichen selbst den Mellowpark Campus mit ersten Dirts her. In den folgenden zwei Jahren wurde die hier vorhanden gewesene Ping-Pong-Halle zu einer Skatehalle umgestaltet, der Bowl, Rudis Reste Rampe (aus Resten des alten Mellowparks) und ein Pumptrack kamen hinzu. Beachvolleyball- und Basketspielflächen wurden mit den Materialien des „alten Mellowparks“ auf dem neuen Campus wieder errichtet. Der „neue Mellowpark“, die Freizeiteinrichtung für Skater und BMX-Fahrer, wurde bereits während der Umbauphase wieder für Wettkämpfe benutzt, im Mai 2010 fand das nächste Highway to Hill auf dem 350 Meter langen Parcours statt.<ref name="Retter" /> Im Sommer 2012 waren die meisten Sporteinrichtungen auf dem Gelände fertiggestellt, und mit dem Highway to Hill 2012 wurde der Sportpark offiziell eröffnet. Der Verein all eins e. V. organisierte dazu den feierlichen Umzug der Mellowpark-Laterne vom alten auf das neue Grundstück.<ref name="Gesch MP" /> Die neue Sportanlage erfüllt alle Wünsche nach Aktivitäten vom Laien bis zum Profisportler, bietet Platz für Besucher und die damit verbundenen Sicherheitsstandards. Sie galt im Jahr ihrer Neueröffnung als größte Outdour-Skate-Anlage in Europa.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.: rbb-Nachrichtensendung vom 24. August 2012: BMXer an der Wuhlheide; abgerufen am 25. August 2012.</ref>
Parkentwicklung 2010-Gegenwart
Der Mellowpark ist seit den 2010er Jahren Bundesleistungszentrum und wird politisch und finanziell vom Bundesministerium des Innern, dem Berlin-Brandenburger Landessportbund und weiteren Sportinstitutionen unterstützt. Laut der Zielstellung des Trägervereins soll aber der Park wie bisher Sport und Jugendarbeit vereinen. Anfang Juli 2016 unterzeichneten das Bezirksamt Treptow-Köpenick und die Vertreter der Betreibervereine einen Nutzungsvertrag für die Anlage bis zum Jahr 2035, eine Option für weitere fünf Jahre ist ebenfalls festgeschrieben. Auf dieser Basis wurde eine überdachte Anlage errichtet, in der Sport-Radfahrer und Skater wetterunabhängig trainieren können.
Ende des Jahres 2016 beschloss der Berliner Senat weitere Aktivitäten für den Mellowpark, darunter neben den bereits oben genannten folgende Maßnahmen:
- Anlage eines neuen Parcours (einer kunterbunten Rampenlandschaft fast in Größe eines Fußballfeldes mit einem sechs Meter hohen Craddle – eine Halbkugel für Loopings auf dem Rad),
- die Errichtung eines mehrgeschossigen Parkhauses mit einer Skateanlage auf dem Dach und
- Bau einer temporären Eislaufbahn.
Darüber hinaus können Baumhäuser, ein Hostel, Campingmöglichkeiten sowie eine Theater- und Konzertbühne entstehen. Alle Ideen stammen von den Jugendlichen und Betreibern.<ref>Karin Schmidl: Olympisch in Köpenick. In: Berliner Zeitung, 9. Dezember 2016, S. 13.</ref> Der zuständige Verein konnte einen großen Teil der benötigten Gelder durch Crowdfunding zusammen bekommen, 157.000 € stehen für die Arbeiten zur Verfügung.
Langfristige Zielstellung ist, dass der Mellowpark Trainingszentrum für die deutsche Nationalmannschaft werden soll.<ref name="Kirnich">Peter Kirnich: Fit für Tokio. In: Berliner Zeitung, 18. September 2017, S. 18 (Printausgabe).</ref>
Lage, Nutzung und Betrieb
Der Mellowpark – im Osten des Ortsteils Oberschöneweide nahe der Grenze zum Ortsteil Köpenick – wird nördlich durch die Straße An der Wuhlheide, östlich durch die Wuhle, südlich durch die Spree und westlich durch die Spindlersfelder Straße begrenzt. In der Nachbarschaft befindet sich das Stadion An der Alten Försterei, das Fußballstadion des 1. FC Union Berlin.
Die Gesamtfläche der Freizeitanlage umfasst rund 60.000 m². Seit 2022 ist der Mellowpark in Berlin als Landesstützpunkt Radsport BMX Freestyle anerkannt. Auf dem Gelände trainieren deshalb u. a. Olympioniken und ambitionierte BMX-Sportler.
Vorhandene Gebäude und Mauern sind in die Gestaltung mit einbezogen, sie wurden häufig mit Graffiti versehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bildergalerie „Kunst auf dem Mellowpark“ ( vom 14. August 2012 im Internet Archive)</ref> Für das Jahr 2015 gibt der Betreiber 40.000 Besucher an.
Als Verantwortliche wirkt ein siebenköpfiges Team des Mellowpark-Vereins, das sein Büro in einem Schiffscontainer unterhält.
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Überdachte Skater-Anlage
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Wandkunst
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Rennpiste
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Trainingsgelände, 2026
Sportveranstaltungen
| Jahr | Veranstaltung |
|---|---|
| 2001 | Mellowpark Jam; Highway to Hill; BMX Dirt Contest; BMX Lake Jump Contest |
| 2002 | Highway to Hill; Mellowpark Jam; European King of Dirt; Crossroads Streetjam Beach Party@Mellowpark; Ready to Rock Streetjam; Presentation of futurevisions / Designing of the Project Mellowpark |
| 2003 | Road*Star BMX-Jam; Red Bull Local Hero Tour; Highway to Hill; Karneval der Kulturen Bin Baden – BMX Lake Jump Contest; Mellowpark Jam; European King of Dirt; Crossroads Streetjam German Open – German BMX Championship; Beatheadz |
| 2004 | Road*Star BMX-Jam; Highway to Hill; B-Berlin Open; Red Bull Local Hero Tour The big eating; Ladiez first; Berlin City Games – Palast der Republik |
| 2005 | Road*Star BMX-Jam; Karneval der Kulturen; Highway to Hill; Mellowpark Jam rebeljam – unfiltered bmx; Ladiez first; Globe Skateboard Team@Mellowpark kidsfestival; Berlin City Games – Dresdener Bahnhof |
| 2006 | Ladiez first; Highway to Hill; Karneval der Kulturen; Marshmellow Jam Final Mellowpark Soccer League; Red Bull Local Hero Tour; Three Amigos Skateboard Contest; rebeljam – unfiltered bmx Berlin City Games – Parochialkirche |
| 2007 | Highway to Hill; c.o.s cup; kidsfestival; rebeljam; German Open |
| 2008 | Highway to Hill; Summerclash; Family meets Mellowpark; German Open<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mellowpark Eventliste ( vom 7. Februar 2009 im Internet Archive)</ref> |
| Jahr | Veranstaltung | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Vorlage:DatumZelle | Highway to Hill (Mai) | |
| Vorlage:DatumZelle | Highway to Hill; Mellowpark jam (Juni); Red Bull R.Evolution@Mellowpark | |
| Vorlage:DatumZelle/14. Juni 2014 | UCI-BMX-Racing-Weltcup 2014 | 200 Fahrer aus 20 internationalen Teams kämpften um Weltcup-Punkte, die Besten konnten sich zugleich für die Olympischen Spiele 2016 qualifizieren.<ref>Berliner Zeitung, Kurzinformationen vom 6. Juni 2014: Berlin-Seite Köpenick</ref> |
| Vorlage:DatumZelle/2. Juli 2016 | Deutsche Meisterschaften Race Time Trial |
<ref name="BerlZtg 0716">Elmar Schütze: Sichere Zukunft für die großen Sprünge. In: Berliner Zeitung, 14. Juli 2016, S. 18.</ref> Klassen Schüler*innen, Jugend, Junioren/Juniorinnen, Elite<ref>BMX-DM 2016, Übersicht</ref><ref>Ankündigung der Deutschen BMX-Meisterschaft in Berlin, abgerufen am 20. Juli 2016.</ref> |
| Vorlage:DatumZelle | East Cup Race |
Wettkampf für Nachwuchssportler, an dem sich rd. 70 BMXer beteiligen<ref name="Kirnich" /> |
Förderer, Sponsoren und Partner
Das Jugendamt des Bezirks stellt für das Projekt Mellowpark mehr als 75.000 Euro jährlich zur Verfügung, aus „all eins e. V.“ wurde inzwischen der Verein Mellowpark. Für dessen herausragende Jugendarbeit verlieh der Berliner Senat im August 2014 den FahrradStadtBerlin-Preis.<ref>Senat vergibt FahrradStadtBerlin-Preis. In: Berliner Zeitung vom 15. August 2014, Seite 15.</ref> Darüber hinaus gibt es folgende Unterstützer:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Übersicht der Partner (hinter dem linken Bild erkennbar). Stand 2010 ( vom 26. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>
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Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive />
Koordinaten: 52° 27′ 21″ N, 13° 33′ 51″ O
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- Erbaut in den 1990er Jahren
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