Zum Inhalt springen

Zeche Leybank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Juni 2023 um 05:18 Uhr durch imported>Mhandschug (Vorlagenfehler behoben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zeche Leybank
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Andere Namen Zeche Laybank
Zeche Leibank
Abbautechnik Untertagebau
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betriebsbeginn 1730
Betriebsende 1851
Nachfolgenutzung Zeche Vereinigte Wiesche
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 26′ 20,1″ N, 6° 54′ 33,3″ OKoordinaten: 51° 26′ 20,1″ N, 6° 54′ 33,3″ O
 {{#coordinates:51,438908|6,909242|primary
dim=250 globe= name=Zeche Leybank region=DE-NW type=building
  }}
Zeche Leybank (Regionalverband Ruhr)
Zeche Leybank (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Leybank
Gemeinde Mülheim an der Ruhr
Kreisfreie Stadt (NUTS3) Mülheim an der Ruhr
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Leybank ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Mülheim-Eppinghofen. Das Bergwerk war auch unter dem Namen Zeche Laybank oder Zeche Leibank bekannt. Die Zeche hat eine über 120-jährige Geschichte.<ref name="Quelle 1" /> Das Bergwerk gehörte zum Herrschaftsgebiet der Herrschaft Broich.<ref name="Quelle 3" />

Geschichte

Die Anfänge

Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Leybänker Stollen in den Unterlagen genannt.<ref name="Quelle 1" /> Durch die ersten Erfolge der Zeche Sellerbeck animiert, suchten mehrere Kaufleute in der Mülheimer Gegend nach Steinkohlelagerstätten. Bald darauf wurde mit dem Bau eines Stollens in Eppinghofen begonnen. Das Stollenmundloch wurde im Teich einer ehemaligen dortigen Mühle angesetzt. Nachdem der Stollen etwa 1112 Fuß aufgefahren war, erreichte man die flözführenden Schichten. Kurz darauf fuhr man eine Hauptverwerfung an. Nachdem man die Verwerfung durchörtert hatte, stieß man auf ein Flöz, das man als Flöz Leibank bezeichnete. Das Flöz hatte eine Mächtigkeit von 24 Zoll und hatte in der Mitte einen Bergepacken aus Schieferton (Ley), nach dem das Flöz und die Zeche benannt wurden. Nachdem das Flöz in Verhieb genommen worden war, stieß man bei den Arbeiten auf das elf Lachter darunterliegende ergiebige Flöz Dickebank. Im weiteren Verlauf der Abbautätigkeiten wurde auch noch das Flöz Schrämchen aufgefunden.<ref name="Quelle 3" />

Der weitere Betrieb

Im Zeitraum zwischen Ende des 17. Jahrhunderts und 1730 betrieb die Zeche Leybank zusammen mit den Zechen Wiesche, Kinderberg und Sellerbecker Stolln den Förderstollen zur Ruhr.<ref name="Quelle 2" /> Im Jahr 1730 war der Große Stollen abgebaut. Im Jahr 1814 konsolidierten die Zechen Dickebank, Dickebänksgen, Bänksgen, Schrömgen, Geitling, Leybänker Bänksgen und Nettelkönig zur Zeche Leybank. Die Zechen Dickebank und Dickebänksgen waren um das Jahr 1800 und die Zeche Nettelkönig war im 18. Jahrhundert in Betrieb. Die anderen vier Bergwerke waren alle vor dem Jahr 1814 eigenständig in Betrieb. Über alle diese sieben Bergwerke wird nichts Nennenswertes berichtet. Im Jahr 1839 wurde das Bergwerk in den Unterlagen genannt, der Betrieb befand sich an der Eisenstraße. Im Jahr 1841 war das Bergwerk außer Betrieb. Am 24. November des Jahres 1844 wurde ein Längenfeld verliehen.<ref name="Quelle 1" /> Im Laufe der Jahre verbrach der Stollen allmählich.<ref name="Quelle 3" /> Die Förderung der abgebauten Kohle musste deshalb in Schächten durchgeführt werden, als Antriebe wurden Haspeln verwendet. Abgebaut wurde unter anderem im Flöz Dickebank, das Flöz war bis auf elf Lachter unterhalb der Stollensohle aufgeschlossen worden. Im Jahr 1851 war der Abbau bis auf 1000 Lachter ab dem Stollenmund erfolgt.<ref name="Quelle 1" /> Im Laufe des Jahres konsolidierte die Zeche Leybank mit weiteren Zechen zur Zeche Vereinigte Wiesche.<ref name="Quelle 2" />

Heutige Situation

Heute existieren keinerlei Spuren mehr von der ehemaligen Zeche Leybank. An das ehemalige Bergwerk erinnert heute die Leybankstraße in Mülheim.<ref name="Quelle 4" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Quelle 1">Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 144) 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.</ref> <ref name="Quelle 2">Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage. Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster, Königstein i. Taunus 1994, ISBN 3-7845-6992-7.</ref> <ref name="Quelle 3">Hermann Adam Von Kamp: Das Schloß und die Herrschaft Broich. 1. Theil, Verlag von Joh. Ewich, Duisburg 1852</ref> <ref name="Quelle 4">Der frühe Bergbau an der Ruhr: Zeche Leybank (abgerufen am 24. August 2012)</ref>

</references>

Weblinks