Haarstrich
Der Haarstrich, Haarschlag, bei Säugetieren auch Fellstrich, ist die durch den gerichteten Austritt der Haare entstehende natürliche Streich- und Wuchsrichtung von Körperbehaarung.<ref name=":0">Haarstrich. In: Lexikon der Biologie. Spektrum, abgerufen am 31. März 2023.</ref>
Stoßen Regionen mit unterschiedlicher Strichrichtung aneinander, entstehen Kämme, Scheitel oder Haarwirbel.<ref name=":0" />
Streichrichtungen
Bei Säugetieren sind die Haarspitzen in der Regel zum Steißbein (caudal) gerichtet, damit die Haare bei Vorwärtsbewegung nicht aufgelockert und zum Hindernis werden können und Wind und Wasser leichter abgeleitet wird.<ref name=":0" />
Bei den meisten Landsäugetieren ist der Haarstrich an den Gliedmaßen von der Körpermitte weggerichtet (distal); bei Menschen und Menschenaffen hingegen, die ihre Arme im Ellbogengelenk abwinkeln können, sind die Haare am Oberarm von der Körpermitte weg- und am Unterarm zur Mitte hingerichtet (proximal).<ref name=":0" />
Keinen Haarstrich haben Fledermäuse und viele im Boden lebende Säugetiere (z. B. Maulwürfe, Sandgräber und manche Beuteltiere); ihre Haare sind gleichmäßig diffus angeordnet und ergeben einen Pelz.<ref name=":0" />
Artspezifische Besonderheiten des Haarstrichs entstehen aus besonderen Lebensweisen, so verläuft der Haarstrich beim Faultier, aufgrund seiner oft hängenden Position, von den Gliedmaßen zur Körpermitte und vom Bauch zum Rücken, um das Abfließen des Regenwassers zu begünstigen.<ref name=":0" />
Einzelnachweise
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