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Lapara coniferarum

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Lapara coniferarum
Datei:Lapara coniferarum 197458069.jpg

Lapara coniferarum

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Schwärmer (Sphingidae)
Unterfamilie: Sphinginae
Gattung: Lapara
Art: Lapara coniferarum
Wissenschaftlicher Name
Lapara coniferarum
(J. E. Smith, 1797)
Datei:Lapara coniferarum - Raupe 25187425.jpg
Lapara coniferarum, Raupe

Lapara coniferarum ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae). Die bei beiden Geschlechtern eher größeren und weniger gemusterten Individuen im äußersten Süden Floridas werden von manchen Autoren, wie etwa Kitching & Cadiou (2000)<ref name="Kitching/Cadiou"/> als eigenständige Art, Lapara halicarnie, betrachtet, Tuttle folgt dieser Auftrennung jedoch nicht.<ref name="Tuttle"/>

Merkmale

Die Falter haben eine Vorderflügellänge von 28 bis 40 Millimetern. Sie sehen Lapara bombycoides sehr ähnlich und sind schwer von dieser Art zu unterscheiden. Frische Exemplare von Lapara coniferarum haben auf den Oberseiten der Vorderflügel eine einheitlich graue Farbe, die durch eine weiße Beschuppung und etwas durch zarte Flecke aufgehellt ist, wohingegen die ähnliche Art eine deutlich gescheckte Färbung aus Grau, Braun und Weiß aufweist. Die Flügelunterseiten von Lapara coniferarum haben entweder gar keine oder nur extrem schwach ausgebildete schräge Binden, wohingegen die ähnliche Art auf der Unterseite beider Flügelpaare ziemlich deutliche, weiße Binden trägt.<ref name="Tuttle"/> Die Oberseite der Hinterflügel ist einfarbig grau.<ref name="silkmoths"/> Lapara phaeobrachycerous ist eher dunkler gefärbt und hat kürzere Fühler. Außerdem ist die Musterung auf den Flügeln dieser Art noch weniger ausgeprägt als bei Lapara coniferarum.<ref name="Tuttle"/>

Die Art ist regional, saisonal und individuell sehr variabel. Die Anzahl der deutlichen schwarzen Flecke auf den Vorderflügeloberseiten variiert von eins bis drei. Auch die Intensität der weißen Beschuppung der Vorderflügeloberseiten ist ziemlich variabel. Ein brauner Fleck liegt am Innenrand der Vorderflügel. Dieser kann entweder kräftig ausgebildet sein oder auch komplett fehlen. Die Weibchen von Lapara coniferarum sind in der Regel größer und weniger gemustert als die Männchen. Die Imagines der Frühlingsgeneration sind zudem deutlich größer als die der folgenden.<ref name="Tuttle"/>

Die Raupen sind typischerweise grün und haben weiße bis gelbliche Längslinien. Wie auch die Falter sehen sie den Raupen von Lapara bombycoides ähnlich. Die Längslinien können bei beiden Arten von weiß bis gelblich variieren. Auch die Intensität der rötlich braunen Flecke am Rücken und um die Stigmen ist bei beiden Arten variabel. Ausgewachsene Raupen von Lapara coniferarum haben offenbar meistens orangefarbene Thorakalbeine, wohingegen die ähnliche Art grüne Thorakalbeine hat.<ref name="Tuttle"/>

Die glatten, nahezu schwarzen und langgestreckten Puppen der Gattung Lapara können nicht auf Artebene unterschieden werden.<ref name="Tuttle"/>

Vorkommen

Die Art ist vom Südosten der Vereinigten Staaten, westlich bis zum Mississippi und weiter nördlich über Louisiana, Mississippi, den Osten Tennessees und Kentucky (hier nur ein Nachweis aus Brown County (Indiana) aus dem Jahr 1978) verbreitet. Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft im Hügelland des südöstlichen Ohio, in Pennsylvania und östlich über den Süden New Yorks und New Jersey.<ref name="Tuttle"/>

Die Tiere besiedeln Mischwälder der Region um die Appalachen und den Unterlauf des Mississippi, wo Kiefern häufig wachsen. Entlang des Flachlandes an der Küste werden auch sandige, trockene Gebiete mit Kiefernbewuchs besiedelt.<ref name="Tuttle"/>

Lebensweise

Die Imagines sind nicht beim Blütenbesuch beobachtet worden. Die Männchen fliegen häufig künstliche Lichtquellen an, Weibchen findet man dort selten.<ref name="Tuttle"/>

Flugzeiten

In wie vielen Generationen die Falter im Jahr fliegen, ist nicht geklärt. Manche Autoren gehen von zwei, andere gehen von bis zu fünf zumindest in Louisiana aus. Die Falter fliegen von April bis September, mit dem Maximum im Spätsommer.<ref name="silkmoths"/>

Nahrung der Raupen

Die Raupen fressen verschiedene Kiefernarten, wie etwa Sumpf-Kiefern (Pinus palustris) und Weihrauch-Kiefern (Pinus taeda), sind aber auch an Zypressen (Cupressus) nachgewiesen.<ref name="Tuttle"/>

Entwicklung

Die Weibchen legen ihre durchscheinend blassgrünen Eier<ref name="silkmoths"/> einzeln nahe der Basis der Nadeln der Raupennahrungspflanzen ab.<ref name="Tuttle"/> Die Raupen schlüpfen nach acht bis zehn Tagen.<ref name="silkmoths"/> Die Verpuppung erfolgt in einer knapp unter der Erdoberfläche angelegten Kammer, die ein wenig durch Seidenfäden verstärkt wird.<ref name="Tuttle"/>

Literatur

  • James P. Tuttle: The Hawkmoths of North America, A Natural History Study of the Sphingidae of the United States and Canada. The Wedge Entomological Research Foundation, Washington, DC 2007, ISBN 978-0-9796633-0-7.

Weblinks

Commons: Lapara coniferarum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kitching/Cadiou">Ian J. Kitching, Jean-Marie Cadiou: Hawkmoths of the World. An Annotated and Illustrated Revisionary Checklist (Lepidoptera: Sphingidae). Cornell University Press, New York 2000, ISBN 0-8014-3734-2</ref> <ref name="Tuttle">James P. Tuttle: The Hawkmoths of North America, A Natural History Study of the Sphingidae of the United States and Canada. The Wedge Entomological Research Foundation, Washington, DC 2007, ISBN 978-0-9796633-0-7.</ref> <ref name="silkmoths">Sphingidae of the Americas. Bill Oehlke, abgerufen am 21. August 2012.</ref> </references>