Hans-Karl Paetzold
Hans-Karl Paetzold (* 2. Januar 1916 in Guhrau, Kreis Guhrau, Provinz Schlesien; † 4. November 2002<ref>Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft am 27. Februar 2003 in Jena</ref> in Köln) war ein deutscher Geophysiker; Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Instituts. ( vom 1. Februar 2014 im Internet Archive) Institut für Geophysik und Meteorologie, Universität zu Köln</ref><ref>Manfred Laube, Adolf Ebel, Fritz M. Neubauer: Das Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. In: Michael Börngen, Joachim Homilius, Franz Jacobs (Hrsg.): Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, 1922-1997. (archive.org).</ref>
Leben
Hans-Karl Paetzold studierte an der Universität Breslau und der Universität Göttingen. Er wurde 1939 in Göttingen zum Dr. rer. nat. promoviert, habilitierte sich 1955 an der Technischen Hochschule München, nahm dort im selben Jahr seine Lehrtätigkeit als Privatdozent auf und war bis 1961 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Physik der Stratosphäre in Weißenau. Nach dem Tod von Hellmut Berg, dem Leiter des Meteorologischen Institutes der Universität zu Köln wurde er als ordentlicher Professor nach Köln berufen und erhielt 1961 die Lehrbefugnis für Geophysik und Meteorologie.
Seine speziellen Arbeitsgebiete waren die Satellitenforschung und die höchste Erdatmosphäre. Er entwickelte die Paetzold-Sonde, eine Meßapparatur zur Feststellung des Ozongehaltes der Ozonosphäre, und wies bereits 1971 auf die Gefährdung der Ozonschicht durch hochfliegende zivile Überschallflugzeuge hin. Er verfasste über 100 Fachaufsätze.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Weitere Bestimmungen der vertikalen Ozonverteilung. In: Die Naturwissenschaften, 37, 1950, S. 559 f.
- Die durch die atmosphärische Ozonschicht bewirkte Färbung des Erdschattens auf dem verfinsterten Mond. In: Die Naturwissenschaften, 38, 1951, S. 544 f.
- Die Sonnenfinsternisexpedition 1954 des Max-Planck-Institutes in Weißenau. In: Die Sterne, 31, 1955, S. 11 (mit Richard Mühleisen)
- Die Dichte der äußersten Erdatmosphäre nach Satellitenbeobachtungen. In: Die Naturwissenschaften, 45, 1958, S. 485 f.
- Die oberste Erdatmosphäre nach Satelliten-Messungen. In: Die Naturwissenschaften, 46, 1959, S. 416 ff.
- Die Luftdichte in der irdischen Ionosphäre und Exosphäre. In: Die Naturwissenschaften, 48, 1961, S. 39f
- Meridionale Ozonverteilung und stratosphärische Zirkulation. In: Die Naturwissenschaften, 48, 1961, S. 474
- Hohe Atmosphäre und Solarer Wind. In: Die Naturwissenschaften, 49, 1962, S. 390 f.
- mit Erich Regener: Ozon in der Erdatmosphäre. In: Handbuch der Physik (Geophysik 2), Band 48, 1957
Literatur
- Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. Band 2. 13. Ausgabe. De Gruyter, Berlin / New York 1980, ISBN 3-11-007434-6, S. 2841.
- Paetzold, Hans-Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 926.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paetzold, Hans-Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geophysiker und Direktor des Instituts für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln |
| GEBURTSDATUM | 2. Januar 1916 |
| GEBURTSORT | Guhrau, Kreis Guhrau, Provinz Schlesien |
| STERBEDATUM | 4. November 2002 |
| STERBEORT | Köln |