Lethrinops
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Lethrinops | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Lethrinops lethrinus 2.jpg
Lethrinops lethrinus, die Typusart der Gattung - Männchen (unten) und Weibchen (oben). | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lethrinops | ||||||||||||
| Regan, 1922 |
Lethrinops (Lethrinus + gr.: „opsis“ = Aussehen; wegen der Ähnlichkeit mit Lethrinus, einer Gattung der Großkopfschnapper) ist eine Gattung aus der Familie der Buntbarsche, die endemisch im Malawisee, im oberen Shire und im Malombesee in Ostafrika vorkommt.
Merkmale
Lethrinops-Arten werden 9,5 bis 29 cm lang und besitzen die typische Gestalt eines Haplochromis-Verwandten. Charakteristisch für die Gattung sind 2 bis 5 Zahnreihen im Unterkiefer. Die Zähne der äußeren Zahnreihe sind vorne zwei- oder dreispitzig und nach innen gebogen, hinten einspitzig und nach hinten gebogen. Die meisten Lethrinops-Arten haben in der oberen Körperhälfte senkrechte oder waagrechte Binden oder dunkle Flecken. Einige Arten haben in unterschiedlichen Bereichen des Sees verschiedene Farbmorphen gebildet. Durch ihre spitzere Kopfform lassen sich Arten, die über Sandböden leben, von Arten die in gemischten Habitaten leben unterscheiden.
Lebensweise
Lethrinops-Arten leben über Sand- oder gemischten Böden und ernähren sich, indem sie den Sand nach Fressbarem durchkauen. Einige Lethrinops-Arten mit besonders spitzen Schnauzen stoßen dazu kopfüber, bis zu den Augen und tiefer in den Sand. Der portionsweise aufgenommene Sand wird durchgekaut und kleine, darin befindliche Wirbellose wie Insektenlarven oder Weichtiere werden gefressen. Lethrinops-Arten sind agame Maulbrüter, d. h. nur ein Geschlecht, in diesem Fall das Weibchen, übernimmt die Maulbrutpflege.
Systematik
Wie fast alle Buntbarsche des Malawisees gehört Lethrinops zum Tribus Pseudocrenilabrini. Die Gattung ist jedoch nicht monophyletisch, sondern ihre Arten gehörten zu aus zwei Kladen. Die Gruppe um die Typusart L. lethrinus bildet zusammen mit den Gattungen Taeniolethrinops und Tramitichromis eine Klade, die küstennah in flachem Wasser lebt, die anderen Lethrinops-Arten bildet zusammen mit den Gattungen Alticorpus und Aulonocara, sowie einigen Arten aus der Gattung Placidochromis eine Klade, die bodennah in tieferen Regionen vorkommt.<ref name="Blumer et al 2025" /> Taeniolethrinops unterscheidet sich von Lethrinops durch ein diagonales Band, Tramitichromis durch die Form der Pharynx.
Arten
Es gibt 25 beschriebene Arten:
- Lethrinops albus <templatestyles src="Person/styles.css" />Regan, 1922
- Lethrinops altus <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops argenteus <templatestyles src="Person/styles.css" />Ahl, 1926
- Lethrinops auritus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regan, 1922)
- Lethrinops christyi <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops furcifer <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops gossei <templatestyles src="Person/styles.css" />Burgess & Axelrod, 1973
- Lethrinops leptodon <templatestyles src="Person/styles.css" />Regan, 1922
- Lethrinops lethrinus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Günther, 1894)
- Lethrinops longimanus <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops longipinnis <templatestyles src="Person/styles.css" />Eccles & Lewis, 1978
- Lethrinops lunaris <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops macracanthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops macrochir <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regan, 1922)
- Lethrinops macrophthalmus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boulenger, 1908)
- Lethrinops marginatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Ahl, 1926
- Lethrinops micrentodon <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regan, 1922)
- Lethrinops microdon <templatestyles src="Person/styles.css" />Eccles & Lewis, 1977
- Lethrinops microstoma <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops mylodon borealis <templatestyles src="Person/styles.css" />Eccles & Lewis, 1979
- Lethrinops mylodon mylodon <templatestyles src="Person/styles.css" />Eccles & Lewis, 1979
- Lethrinops oculatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops parvidens <templatestyles src="Person/styles.css" />Trewavas, 1931
- Lethrinops stridei <templatestyles src="Person/styles.css" />Eccles & Lewis, 1977
- Lethrinops turneri <templatestyles src="Person/styles.css" />Ngatunga & Snoeks, 2003
Literatur
- Andreas Spreinat: Malawisee-Cichliden aus Tansania. Dähne Verlag, 1994, ISBN 3-9261-4242-1.
- Erwin Schraml: Lethrinops. In: Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9, S. 587.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Blumer et al 2025"> M. Blumer, V. Burskaia, I. Artiushin, J. Saha, J. Camacho Garcia, J. Elkin, B. Fischer, C. Zhou, S. Gresham, M. Malinsky, T. Linderoth, W. Sawasawa, I. Bista, A. Hickey, M. Kucka, S. Louzada, R. Zatha, F. Yang, B. Rusuwa, M. E. Santos, Y. F. Chan F, D. A. Joyce DA, A. Böhne, E. A. Miska, M. Ngochera, G. F. Turner, R. Durbin, H. Svardal: Introgression dynamics of sex-linked chromosomal inversions shape the Malawi cichlid radiation. Science 388, eadr 9961 (2025). doi: 10.1126/science.adr9961</ref> </references>
Weblinks
- Lethrinops auf Fishbase.org (englisch)