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Ernst von Linsingen

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Ernst von Linsingen (* 21. Juli 1775 in Adenstedt; † 21. Juni 1853 in Hannover) war ein königlich hannoverscher General der Kavallerie.

Herkunft

Datei:Exlibris Ernst von Linsingen.jpg
Exlibris des Ernst von Linsingen: die Helmzier derer von Linsingen: auf einem Helmwulst eine Linsenpflanze mit sieben Linsen zwischen einem Flug, jeder der beiden Flügel einwärts mit drei Bändern umwunden, darauf sieben (3, 3, 1) Linsen; das Ganze kreisförmig umschlossen von einem Gürtel, darauf die Devise: „SPES PATIENTIA ET PERSEVERENTIA“; der Gürtel bekrönt mit einer britischen Baronskrone

Ernst von Linsingen war Sohn und eines von zehn Kindern des hannoverschen Generalleutnants Johann Wilhelm von Linsingen zu Birkenfelde und Uder (1724–1795)<ref>Linsingen im Pierer</ref> und der Luise Antonie, geborene Schrader. Caroline von Linsingen war seine ältere Schwester. Für ihre angebliche heimliche Heirat mit Prinz William, dem Duke of Clarence, wird er als Zeuge genannt.

Leben

Er trat 1795 als Kadett in das 9. leichte Dragoner-Regiment der Königin ein, das von dem Duke of Cumberland und späteren König Ernst August kommandiert wurde. Als Sekondeleutnant kämpfte er mit diesem Verband 1793/95 in den Niederlanden. Mit der Auflösung der kurhannoverschen Armee 1803 aufgrund der Konvention von Artlenburg begeisterte er sich sogleich für die Idee der King’s German Legion und wurde dort zunächst Rittmeister im 1. leichten Dragoner-Regiment, später im 1. Husaren-Regiment, wo er sich bei den Kämpfen auf der Iberischen Halbinsel bewährte. 1811 wurde er als Brigadeadjudant Stabsoffizier und wurde ab 1813 unter dem Duke of Cambridge, mit dem er seit Jugendzeiten in freundschaftlichem Umgang stand, in Nordwestdeutschland eingesetzt.

Linsingen organisierte die im Zuge der endenden Befreiungskriege neu aufzustellenden Reitereinheiten, aus denen später die neuen Reitertruppen des Königreichs Hannover hervorgingen und stieg in der hannoverschen Militärhierarchie kontinuierlich auf. König Ernst August ernannte ihn 1837 zum Generaladjudanten und Leiter der Militärangelegenheiten des Königreichs. In dieser Stellung erhielt er 1840 das Großkreuz des Guelphen-Ordens. 1845 wurde er als Kommandeur der 1. Kavallerie-Division wieder in den aktiven Truppendienst versetzt und ging 1848 gesundheitsbedingt in den Ruhestand.

Seine Tagebücher, Briefe und Aufzeichnungen bildeten eine wichtige Grundlage für die von dem irischen Militärhistoriker North Ludlow Beamish (1797–1872) verfasste Geschichte der King' German Legion.<ref>North Ludlow Beamish: History of the King's German Legion. 2 Bände, London, 1834/37 (deutsch: Geschichte der königlich Deutschen Legion, 2 Bände, Hahn, Hannover 1832/37).</ref>

Familie

Er heiratete am 12. Oktober 1802 Emilie von Jeinsen (1776–1859).<ref>Genealogisches Taschenbuch des Uradels. 2. Band, Verlag Irrgang, Brünn 1893, S. 241. (Digitalisat)</ref> Das Paar hatte mehrere Kinder:

⚭ 1833 Bertha von Gruben (1807–1834)
⚭ 1841 Mathilde von Schwarzkopf (1813–1889)
  • Bernhard (1805–1883), hannoverscher Generalmajor und Chef des Kadettenkorps<ref>Bilder des Grabsteins</ref> ⚭ 1834 Mathilde Meyer (1815–1883)
  • Wilhelm (1815–1889), Geheimer Regierungsrat und Kreishauptmann ⚭ 1842 Marie von Berlepsch (1814–1890). Eltern von Alexander von Linsingen
  • Ernst (1816–1848), preußischer Leutnant
  • Adolf (1819–1880), Geheimrat ⚭ Johanne Hofmann (* 1838)
  • Georgine (* 1821) ⚭ 1849 Ottomar von Reden († 1870), Oberstleutnant a. D.

Literatur

Weblinks

Commons: Ernst von Linsingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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