Wolfgang Behrendt (Boxer)
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Wolfgang Behrendt (1956)
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| Geburtsname | Wolfgang Behrendt | ||||||||||||||||||
| Geburtstag | 14. Juni 1936 | ||||||||||||||||||
| Geburtsort | Berlin, Deutsches Reich | ||||||||||||||||||
| Nationalität | Datei:Flag of East Germany.svg DDR | ||||||||||||||||||
| Gewichtsklasse | Bantamgewicht | ||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||
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Wolfgang Behrendt (* 14. Juni 1936 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Boxer, der bei den Olympischen Sommerspielen in Melbourne 1956 die Goldmedaille im Bantamgewicht gewann und damit der erste Olympiasieger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde. Er startete in der gesamtdeutschen Mannschaft. Im olympischen Finalkampf am 1. Dezember 1956 besiegte er den Südkoreaner Song Soon-chun. Der Sieg brachte ihm auch den zweiten Platz bei der Wahl zum DDR-Sportler des Jahres 1956 (hinter Radsportler Täve Schur).
Karriere
Wolfgang Behrendt hatte 1947 mit dem Boxsport begonnen. Nach seinem Erfolg von 1956 strebte er eine weitere Olympiateilnahme an, wurde aber in der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 1960 im Federgewicht vom Cottbuser Werner Kirsch im Berliner Sportpalast ausgepunktet. Er trat daraufhin vom aktiven Sport zurück, kehrte jedoch im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 1964 zum Boxen zurück, um sich nochmals auf eine Olympiateilnahme vorzubereiten. In den innerdeutschen Qualifikationskämpfen für die gemeinsame Olympiamannschaft schied er, diesmal im Leichtgewicht startend, jedoch aus und beendete seine Sportlerlaufbahn endgültig.
Zu seinen weiteren sportlichen Erfolgen zählten ein dritter Platz bei den Europameisterschaften 1955 sowie der Gewinn der DDR-Meisterschaften in den Jahren 1955, 1957 und 1960. Er bestritt insgesamt 201 Amateurkämpfe, von denen er 188 gewann, fünf mit einem Unentschieden beendete und acht verlor, darunter drei Niederlagen in der Altersklasse der Erwachsenen (Senioren).
Behrendt war einige Jahre lang Mitglied des Präsidiums des Boxverbandes der DDR.
Von 1963 bis 1991 war Wolfgang Behrendt Sportfotograf für die Tageszeitung Neues Deutschland. In dieser Zeit berichtete er von acht Olympischen Spielen und bekam unter anderem zwei Goldmedaillen auf Weltausstellungen der Sportfotografie in Damaskus und Peking in der Kategorie „Schwarz-Weiß“. Für die Tätigkeit als Sportfotograf erhielt er in der DDR mehrmals staatliche Auszeichnungen; so wurde er 1968 mit dem Vaterländischen Verdienstorden und 1980 mit dem Orden Banner der Arbeit geehrt.<ref>Neues Deutschland, 9. November 1968, S. 8</ref><ref>Neues Deutschland, 22. August 1980, S. 4</ref> Weiterhin absolvierte er eine Ausbildung zum Kameraassistenten mit Drehgenehmigung.
Wolfgang Behrendt ist verheiratet und hat zwei Kinder, sein Sohn Mario war ebenfalls Boxer im Bantamgewicht und nahm an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau teil. Er engagiert sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e. V. in Tambach-Dietharz.
Veröffentlichungen
- Klaus Schlegel, Wolfgang Behrendt: Fussball – Magnet für Millionen. Sportverlag Berlin, Ost-Berlin 1977, Lizenznummer 140 355/46/77 9005.
Weblinks
- Sport im Fernsehfunk: Boxmeisterschaften 1959 in Berlin. Deutscher Fernsehfunk vom 23. Februar 1959. (Video im ARD-Retro-Angebot der ARD Mediathek)
Literatur
- Klaus Ullrich: Momentaufnahmen. Zeitzeugen zum DDR-Sport befragt von Klaus Ullrich., Sportverlag Berlin, Berlin, 1989, S. 49–50
- Behrendt, Wolfgang. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
Weblinks
- Wolfgang Behrendt in der BoxRec-Encyclopaedia
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1904: Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Oliver Kirk | 1908: Datei:Flag of the United Kingdom.svg Henry Thomas | 1920: Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg Clarence Walker | 1924: Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg William Smith | 1928: Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Vittorio Tamagnini | 1932: Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Horace Gwynne | 1936: Datei:Flag of Finland icon.svg Ulderico Sergo | 1948: Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Tibor Csík | 1952: Datei:Flag of Finland icon.svg Pentti Hämäläinen | 1956: Datei:Flag of Germany.svg Wolfgang Behrendt | 1960: Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Oleg Grigorjew | 1964: Japan Takao Sakurai | 1968: Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerian Sokolow | 1972: Datei:Flag of Cuba.svg Orlando Martínez | 1976: Datei:Flag of North Korea.svg Gu Yong-ju | 1980: Datei:Flag of Cuba.svg Juan Hernández | 1984: Vorlage:ITA-1946 Maurizio Stecca | 1988: Vereinigte Staaten Kennedy McKinney | 1992: Datei:Flag of Cuba.svg Joel Casamayor | 1996: Datei:Flag of Hungary.svg István Kovács | 2000: Datei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2004: Datei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2008: Datei:Flag of Mongolia.svg Enchbatyn Badar-Uugan | 2012: Vereinigtes Königreich Luke Campbell | 2016: Datei:Flag of Cuba.svg Robeisy Ramírez
Liste der Olympiasieger im Boxen Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein
| Personendaten | |
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| NAME | Behrendt, Wolfgang |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Boxer |
| GEBURTSDATUM | 14. Juni 1936 |
| GEBURTSORT | Berlin |
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- Boxer (DDR)
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