Zum Inhalt springen

Wolfgang Behrendt (Boxer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 15:24 Uhr durch imported>Sportschauer (so schreiben sich keine südkoreanischen Namen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wolfgang Behrendt Vorlage:SportPicto
Datei:Bundesarchiv Bild 183-41894-0001, Wolfgang Behrendt.jpg
Wolfgang Behrendt (1956)
Daten
Geburtsname Wolfgang Behrendt
Geburtstag 14. Juni 1936
Geburtsort Berlin, Deutsches Reich
Nationalität Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR
Gewichtsklasse Bantamgewicht
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Teilnehmer für die Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg Gesamtdeutsche Mannschaft
Gold 1956 Melbourne Bantamgewicht
Europameisterschaften
Teilnehmer für die Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of Germany.svg DDR
Bronze 1955 West-Berlin Bantamgewicht

Wolfgang Behrendt (* 14. Juni 1936 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Boxer, der bei den Olympischen Sommerspielen in Melbourne 1956 die Goldmedaille im Bantamgewicht gewann und damit der erste Olympiasieger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde. Er startete in der gesamtdeutschen Mannschaft. Im olympischen Finalkampf am 1. Dezember 1956 besiegte er den Südkoreaner Song Soon-chun. Der Sieg brachte ihm auch den zweiten Platz bei der Wahl zum DDR-Sportler des Jahres 1956 (hinter Radsportler Täve Schur).

Karriere

Wolfgang Behrendt hatte 1947 mit dem Boxsport begonnen. Nach seinem Erfolg von 1956 strebte er eine weitere Olympiateilnahme an, wurde aber in der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 1960 im Federgewicht vom Cottbuser Werner Kirsch im Berliner Sportpalast ausgepunktet. Er trat daraufhin vom aktiven Sport zurück, kehrte jedoch im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 1964 zum Boxen zurück, um sich nochmals auf eine Olympiateilnahme vorzubereiten. In den innerdeutschen Qualifikationskämpfen für die gemeinsame Olympiamannschaft schied er, diesmal im Leichtgewicht startend, jedoch aus und beendete seine Sportlerlaufbahn endgültig.

Zu seinen weiteren sportlichen Erfolgen zählten ein dritter Platz bei den Europameisterschaften 1955 sowie der Gewinn der DDR-Meisterschaften in den Jahren 1955, 1957 und 1960. Er bestritt insgesamt 201 Amateurkämpfe, von denen er 188 gewann, fünf mit einem Unentschieden beendete und acht verlor, darunter drei Niederlagen in der Altersklasse der Erwachsenen (Senioren).

Behrendt war einige Jahre lang Mitglied des Präsidiums des Boxverbandes der DDR.

Von 1963 bis 1991 war Wolfgang Behrendt Sportfotograf für die Tageszeitung Neues Deutschland. In dieser Zeit berichtete er von acht Olympischen Spielen und bekam unter anderem zwei Goldmedaillen auf Weltausstellungen der Sportfotografie in Damaskus und Peking in der Kategorie „Schwarz-Weiß“. Für die Tätigkeit als Sportfotograf erhielt er in der DDR mehrmals staatliche Auszeichnungen; so wurde er 1968 mit dem Vaterländischen Verdienstorden und 1980 mit dem Orden Banner der Arbeit geehrt.<ref>Neues Deutschland, 9. November 1968, S. 8</ref><ref>Neues Deutschland, 22. August 1980, S. 4</ref> Weiterhin absolvierte er eine Ausbildung zum Kameraassistenten mit Drehgenehmigung.

Wolfgang Behrendt ist verheiratet und hat zwei Kinder, sein Sohn Mario war ebenfalls Boxer im Bantamgewicht und nahm an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau teil. Er engagiert sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e. V. in Tambach-Dietharz.

Veröffentlichungen

Weblinks

Literatur

Weblinks

Commons: Wolfgang Behrendt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Oliver Kirk | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Henry Thomas | 1920: Sudafrika 1912Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg Clarence Walker | 1924: Sudafrika 1912Datei:Red Ensign of South Africa (1912-1928).svg William Smith | 1928: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Vittorio Tamagnini | 1932: Kanada 1921Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Horace Gwynne | 1936: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Ulderico Sergo | 1948: Ungarn 1946Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Tibor Csík | 1952: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Pentti Hämäläinen | 1956: Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg Wolfgang Behrendt | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Oleg Grigorjew | 1964: Japan 1870Japan Takao Sakurai | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerian Sokolow | 1972: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Orlando Martínez | 1976: Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Gu Yong-ju | 1980: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Juan Hernández | 1984: Vorlage:ITA-1946 Maurizio Stecca | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kennedy McKinney | 1992: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Joel Casamayor | 1996: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg István Kovács | 2000: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2004: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Guillermo Rigondeaux | 2008: MongoleiDatei:Flag of Mongolia.svg Enchbatyn Badar-Uugan | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Luke Campbell | 2016: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Robeisy Ramírez

Liste der Olympiasieger im Boxen Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein