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Animal (Fuck Like a Beast)

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Animal (Fuck Like a Beast)
W.A.S.P.
Veröffentlichung April 1984
Länge 3:07
Genre(s) Heavy Metal
Autor(en) Blackie Lawless
Album

Animal (Fuck Like a Beast) ist ein Lied der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band W.A.S.P. Es erschien im April 1984 als erste Single der Band, nicht aber auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum, da dieses sonst nicht von größeren Ladenketten vertrieben worden wäre. Ursprünglich wollte W.A.S.P.s Plattenfirma Capitol Records die Single nur in Europa in einer schwarzen Plastiktüte mit einem vor den Texten warnenden Aufkleber veröffentlichen. In letzter Minute zog die Plattenfirma die Pläne jedoch zurück, und die Band unterschrieb einen ausschließlich die Single betreffenden Vertrag mit Music for Nations.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />W.A.S.P. history (Memento vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive).</ref><ref>Deena Weinstein: Heavy Metal: The Music And Its Culture. Revised Edition. Da Capo Press 2000, S. 188.</ref><ref name="klosterman">Chuck Klosterman: The Jack Factor. New York: Scribner 2010.</ref>

Musikstil

VH1 zufolge klang die Band hier „so böse wie Lawless’ düstere Identität“, Animal (Fuck Like a Beast) wurde als W.A.S.P.s beste Stunde bezeichnet.<ref name="vh1">Filthy Fifteen: continued.</ref>

Kontroversen

1985 nahm das Parents Music Resource Center (PMRC) Animal (Fuck Like a Beast) in seine Liste der Filthy Fifteen mit der Kennzeichnung X wegen sexuell anstößiger Inhalte auf<ref name="vh1" /><ref>Jonathon Green, Nicholas J. Karolides: Encyclopedia of Censorship. New Edition. New York: Facts on File 2005, S. 625.</ref><ref>Barry Miles: Zappa: A Biography. New York: Grove Press 2004, S. 332f.</ref>; während Blackie Lawless VH1 zufolge mit kursiv gesetzten Versen wie “A pelvic thrust and the sweat starts to sting ya” als Genuss- oder sinnlicher Mensch bezeichnet werden könnte, wurde er vom PMRC ausschließlich als krank angesehen<ref name="vh1" />. Die Rezitation des Textes durch PMRC-Mitglied Tipper Gore hörten jedoch mehrere hundert Mal mehr Personen als die Version der Band, was Spin-Redakteur Bob Guccione junior als ironisch bezeichnete; das Lied wurde wegen seiner „vulgären“ Inhalte vermutlich nie auf kommerziellen Radiosendern gespielt, da die FCC dies nicht gestattet. Dennoch brachte Gore Animal (Fuck Like a Beast) ins nationale Fernsehen.<ref>Bob Guccione, Jr.: Sticks & Stones. Rock Censorship in Perspective. In: Spin, Dezember 1985, S. 19.</ref> Auch Chuck Klosterman wies auf die Rolle des PMRC für den Bekanntheitsgrad der Band hin; Gore sei „in Wahrheit das beste, was W.A.S.P. je passierte“, dank des PMRC sei die Band wegen eines Liedes, das niemand in Amerika je gehört habe, bekannt geworden.<ref name="klosterman" /> Klosterman bezeichnete das Lied als „leicht frauenfeindlich“.<ref>Chuck Klosterman: Paradise City. In: Spin, September 2002, S. 74.</ref> Es wurden 60.000 Exemplare verkauft.<ref>Pat Mesiti: It's Only Rock 'N' Roll, But . . .. ANZEA Publishers 1993, S. 72.</ref>

In Westdeutschland wurde die Single wegen der Schallplattenhülle, die eine Nahaufnahme eines Kreissägeblattes im Schritt eines Mannes zeigt, von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften im Mai 1986 indiziert.<ref>BAnz. Nr. 97 vom 31. Mai 1986</ref><ref>Indizierte Tonträger. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Juli 2005; abgerufen am 9. Dezember 2017.</ref> Die Indizierung wurde im April 2011 wieder aufgehoben.<ref>BAnz. Nr. 66 vom 29. April 2011</ref>

Carol Siegel beschrieb Animal (Fuck Like a Beast) in New Millennial Sexstyles als „Zelebrierung der Vergewaltigung und Folter von Frauen als einziger adäquater Ausdruck männlicher Erregung“.<ref name="siegel">Carol Siegel: New Millennial Sexstyles. Bloomington: Indiana University Press 2000.</ref> Deena Weinstein jedoch vertritt die Ansicht, im Heavy-Metal-Kontext sei Sex schweißtreibend, mache Spaß und sei ohne Verpflichtungen. Er sei „generell nicht sadistisch“ und immer exuberant. Stücke wie Animal (Fuck Like a Beast) und ScorpionsAnimal Magnetism betonten die Fleischlichkeit und die Abwesenheit eines spirituellen Elements in sexueller Aktivität.<ref>Deena Weinstein: Heavy Metal: The Music And Its Culture. Revised Edition. Da Capo Press 2000, S. 36.</ref>

Inzwischen wird das Lied nicht mehr live gespielt<ref name="blabbermouth">W.A.S.P.'s BLACKIE LAWLESS: I Will Never Play 'Animal (F**k Like A Beast)' Again.</ref><ref name="vulture">Bryan Reesman: 25 Years After Tipper Gore’s PMRC Hearings, the Opposing Sides Aren’t So Far Apart.</ref>, was Lawless, inzwischen wiedergeborener Christ<ref name="vulture" /><ref name="bryanreesman">Blackie Lawless Renounces His Past Sins.</ref>, mit seiner Religiosität begründet<ref name="blabbermouth" />.

Coverversionen

Animal (Fuck Like a Beast) wurde 2000 von Siebenbürgen auf Delictum, 2001 von Venereal Disease auf dem Tributalbum Show No Mercy – Tribute to WASP und 2009 von Minotaur auf God May Show You Mercy…We Will Not gecovert. Siegel sieht in Nine Inch NailsCloser von 1994, das den Vers „I want to fuck you like an animal“ enthält, mögliche Anleihen aus Animal (Fuck Like a Beast) oder eine das Stück parodierende Antwort auf dieses, wobei sie letztere Interpretation für wahrscheinlicher hält, da Closer jedoch die „Drohungen und Prahlereien“ aus Animal (Fuck Like a Beast) durch Hilferufe und Schmerzensschreie ersetze.<ref name="siegel" />

Einzelnachweise

<references responsive />