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Amewu

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Datei:Amewu, 2017-09-29.jpg
Amewu während eines seiner Auftritte im September 2017 in Vöcklabruck, Österreich

Amewu (* 1983 in West-Berlin; bürgerlich Amewu Nove)<ref>Artikel auf magnet-club.de</ref> ist ein deutscher Hip-Hop-Künstler aus Berlin.

Bezeichnend für Amewus Rap-Stil ist eine Mischung aus inhaltlich tiefgründigen Texten und anspruchsvoller Rap-Technik mit oft schnell gesprochenen Texten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amewu bei rap.de (Memento vom 19. März 2013 im Internet Archive)</ref>

Herkunft

Amewu ist das Kind einer Deutschen und des Ghanaers Sam Atsu Nove, der zum Studieren nach Deutschland kam.<ref name="zdf">Amewu über Rap als Identifikationsraum für schwarze Menschen, ZDF, abgerufen am 27. November 2025.</ref> Amewus ghanaischer Vorname entspringt der Sprache Ewe<ref>Amewu im Interview im Podcast ThemaTakt</ref> und bedeutet gemäß Amewus eigener Aussage so viel wie „Der Mensch ist keine Ware“, „Ein Mensch ist nicht verkäuflich“ oder „Ein Menschenleben wiegt mehr als Gold“.<ref>Songtext des Liedes Amewuga von Amewu, veröffentlicht 2022</ref> Sein Stiefvater kommt aus Nigeria. Amewu hat einen Bruder.<ref name="zdf" />

Er ist in Berlin-Charlottenburg geboren und aufgewachsen und machte dort nach einem Schulwechsel, mit welchem er nach eigener Aussage einem Rauswurf zuvorkam, an der Anna-Freud-Oberschule sein Abitur mit Schwerpunkt Englisch und Psychologie.<ref>Amewu im Interview im Podcast ThemaTakt, Minute 10</ref> Danach studierte er „Kultur & Technik“ mit Kernfach Philosophie.<ref>Laurens Dillmann: Kunst und Kopfkrieg: Amewu über Traumata und geheuchelte Nächstenliebe. In: Vice Magazin. 15. Januar 2019, abgerufen am 6. Februar 2022.</ref>

Künstlerischer Werdegang

In früheren Freestyle-Veranstaltungen verwendete er unter anderem auch den Künstlernamen Halbgott.

Sowohl Amewus erstes Album Entwicklungshilfe<ref>Dani Fromm: AMEWU - Entwicklungshilfe - LAUT.DE-KRITIK: Das Beste, was Rap zu bieten hat: Gehalt, Skills und Beats. In: laut.de. Abgerufen am 17. November 2021.</ref><ref>Bianca Ludewig: Amewu - Entwicklungshelfer | HHV Mag. In: HHV Magazin. 3. Februar 2009, abgerufen am 17. November 2021.</ref> aus dem Jahr 2009 als auch sein zweites Album Leidkultur<ref>Plattentests online-Team: Amewu - Leidkultur - Plattentests.de-Rezension. In: Plattentests.de. 15. Juni 2012, abgerufen am 17. November 2021.</ref><ref>Kevin Frese: Amewu - Leidkultur | HHV Mag. In: HHV Magazin. 19. Juli 2012, abgerufen am 17. November 2021.</ref> aus dem Jahr 2012 erhielt größtenteils<ref>Amewu - Entwicklungshilfe. In: rap.de. 2. März 2009, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> äußerst positive Rezensionen. Ab 2012 oder 2013 folgte eine Phase von etwa sechs bis sieben Jahren, in denen er keine neue Solo-Musik veröffentlichte und der Öffentlichkeit lediglich durch Features,<ref>Zino: Team Avantgarde - “Utopie” feat. Amewu (Video). In: BACKSPIN MAGAZIN. 22. April 2016, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Leonie Richter: Amewu rappt über Kolonialismus und Rassismus. In: Enorm Magazin. 10. November 2021, abgerufen am 17. November 2021.</ref> Konzerte<ref>Noisey Staff: Das Step Forward Festival verabschiedet sich und hat dafür Amewu ins Fluc bestellt. In: Vice Magazin. 17. März 2015, abgerufen am 17. November 2021.</ref><ref>Corinna Raupach: Friedrichshafen: Festival Seekult im Fallenbrunnen Treffpunkt für Fanfarenzug, Rave und Cointreau on Ice. In: Südkurier. 21. Oktober 2018, abgerufen am 17. November 2021.</ref> und Interviews<ref>Amewu: Gibt es Rassismus im Rap? - Interview. In: Hiphop.de auf YouTube. 11. Juni 2014, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nina Damsch: Amewu erzählt, was er in der ersten Reihe einer AfD-Demo zu suchen hatte. In: Vice Magazin. 16. Oktober 2018, abgerufen am 17. November 2021.</ref> präsent blieb, kaum aber durch Social-Media-Kanäle, welche er noch nie häufig nutzte. Diese Phase begründete er in einer Erklärung vom 1. Mai 2019 unter anderem mit einer intensiven Auseinandersetzung mit psychischen Problemen, welche ihn schon länger plagen würden, einem Zuviel an Reaktionen und Erwartungen der Hörer seiner Musik und der Tatsache, dass er die Musik primär für sich selbst veröffentlicht hätte und „nicht unbedingt daran interessiert war, der neue Rapstar zu sein, den jeder kennt.“<ref name="fb" /><ref>Laurens Dillmann: Kunst und Kopfkrieg: Amewu über Traumata und geheuchelte Nächstenliebe. In: Vice Magazin. 15. Januar 2019, abgerufen am 17. November 2021.</ref> Diese Phase ohne Veröffentlichung endete am 10. Mai 2019 mit der Veröffentlichung des Songs Blut.<ref>Oliver Marquart: Amewu - Blut (prod. crwsox)[Audio]. In: rap.de. 10. Mai 2019, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Anna Mohtadi: Amewu meldet sich mit »Blut« inklusive Remix-Version zurück // News. In: JUICE MAGAZIN. 15. Mai 2019, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 25. Oktober 2019 erschien der Song Skalp.<ref>Oliver Marquart: Amewu - Skalp (prod. Ghanaian Stallion). In: rap.de. 25. Oktober 2019, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 17. Juli 2020 veröffentlichte er unter dem Titel „2009–2013“ weitere Tracks, die aus den Jahren 2009 bis 2013 stammen und bis zu dieser Veröffentlichung lediglich inoffiziell auf YouTube und ähnlichen Plattformen kursierten, darunter Der Gedanke der Tat featuring Chefket und Democrazy.<ref name=":0">Kira Horstmann: Amewu kündigt sein Album „Haben oder Sein“ an und droppt neue Single. In: rap.de. 12. November 2021, abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2021 erschien die Single „Amewuga“<ref name=":0" /> und am 28. Januar 2022 folgte ein neues Soloalbum namens „Haben oder Sein“,<ref>Michael Rubach: AMEWU - HABEN ODER SEIN. In: hiphop.de. Abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Anastasia Hartleib: Von gute-Laune-Rap immer noch keine Spur. In: laut.de. Abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das Platz 8 der deutschen Albumcharts und Platz 2 der deutschen Hip-Hop-Charts erreichte.<ref>Frank Medwedeff: Charts KW 6: Pole-Premiere von Versengold. In: Musikwoche. Abgerufen am 27. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Offizielle Deutsche Charts - TOP 20 HIPHOP-CHARTS. In: Offizielle Deutsche Charts. 11. Februar 2022, abgerufen am 27. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Produziert wurde seine Musik vom Musiklabel Edit entertainment, auf dem weitere Berliner Rapper, u. a. Team Avantgarde, Gris, Meyah Don und Zenit, ihre Musik veröffentlichten, bis zu seinem Austritt aus dem Label Mitte der 2010er Jahre. Seitdem veröffentlicht er ohne Label.<ref name="fb">Erklärung von Amewu vom 1. Mai 2019, veröffentlicht als Facebook-Beitrag</ref>

Amewu Nove spielte in der Theaterproduktion Rückkehr nach Reims der Schaubühne Berlin einen Tonproduzenten und sich selbst. Inhaltlich referiert seine Figur dort über rassistische Erfahrungen in Deutschland.<ref>Amewu Nove. Abgerufen am 4. Oktober 2023.</ref><ref>GERMANIA: Amewu über Rap als Identifikationsraum für schwarze Menschen. 7. September 2022, abgerufen am 29. Dezember 2025.</ref>

Diskografie

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found Alben

  • 2009: Entwicklungshilfe (Edit Entertainment)
  • 2012: Leidkultur (Edit Entertainment)
  • 2020: 2009–2013 (Eigenproduktion)
  • 2022: Haben oder Sein (Amewuga)

EPs

  • 2011: Fenster zur Sprache (Eigenproduktion)

Singles

  • 2011: Der Gedanke der Tat (mit Chefket)
  • 2019: Blut
  • 2019: Skalp
  • 2020: Lisas Migräne
  • 2021: Amewuga (mit Oga Beats)
  • 2021: Haben oder Sein (mit Ghanaian Stallion)
  • 2022: Plastikstrand

Gastbeiträge

  • 2007: Talent, erschienen auf Der Komponist von Keyza Soze
  • 2010: Tightrope, erschienen auf 2000 - 2010 von Farbeon
  • 2012: Futter Erde, erschienen auf Terroristen Volk von Snowgoons
  • 2013: Easy come, easy go, erschienen auf Guter Tag von Chefket
  • 2014: Kämpfen, erschienen auf Return von Long Lost Relative
  • 2014: Wenngleich zuweilen, erschienen auf Lila Samt von Sookee
  • 2014: Horizont, erschienen auf Le Gruyère von Trommel Tobi
  • 2014: Winterkind, erschienen auf Le Gruyère von Trommel Tobi
  • 2015: Bhūmi, erschienen auf XX EP von Long Lost Relative
  • 2015: Aveugles, bavards et sourds, erschienen auf Indigo von Elom 20ce
  • 2016: Wart ma, erschienen auf Freiflug von Herr von Grau
  • 2016: Utopie, erschienen auf Erwartungen von Team Avantgarde
  • 2016: Warten auf die Sonne, erschienen auf Für einen Moment perfekt von Kobito
  • 2017: Geschichtsunterricht, erschienen auf Platz an der Sonne von BMSG
  • 2017: Liedschatten, erschienen auf Ult7ma von Cr7z
  • 2018: Es ist soweit, erschienen auf Mula 4 Life von Sonne Ra
  • 2018: Dope, erschienen auf Eh Olo von Sonne Ra
  • 2019: Alles was ich hab (Single), erschienen auf Berliner Negritude von Musa, erschienen auf Urban Tree Music
  • 2019: Oder vier/zwölf, erschienen auf 12 Jahreszeiten von Horst Wegener
  • 2019: Ich weiß alles, erschienen auf The J0urney M1xtape von LMNZ
  • 2021: Einzelkampf, erschienen auf Wenns am schönsten ist (Live) von Sookee
  • 2021: Live & Direct, erschienen auf 21 von Megaloh
  • 2022: Kommt vor, erschienen auf Maggo Lebt von Mädness
  • 2022: Atemlos, erschienen auf Troll von MUSA und Oga Beats

Weblinks

Commons: Amewu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />