Zum Inhalt springen

George T. Faust

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Februar 2025 um 17:16 Uhr durch imported>Georg Hügler (Ehrungen und Mitgliedschaften).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

George Tobias Faust (* 27. August 1908 in Philadelphia; † 7. Februar 1985 in Morristown, New Jersey) war ein US-amerikanischer Mineraloge.

Faust sammelte schon als Jugendlicher Mineralien. Er studierte Geologie und Chemie an der Pennsylvania State University (Bachelor-Abschluss 1930) sowie an der University of Michigan, wo er 1931 seinen Master-Abschluss machte und 1934 promovierte. Er wurde dort insbesondere von Edward H. Kraus beeinflusst in der Hinwendung zur physikalischen Chemie als Grundlage der Mineralogie. Die notwendigen Methoden erlernte er am Geophysikalischen Labor in Washington D.C. Ab 1935 war er Assistant Professor für Mineralogische Keramik an der Rutgers University und ab 1938 arbeitete er für das US Bureau of Mines in Tuscaloosa (Alabama) an der Petrologie von Ton. Es folgte eine Stellung als Petrologe beim US-Landwirtschaftsministerium in Beltsville (Maryland). Ab 1942 war er beim US Geological Survey, wo er den Rest seiner Karriere blieb. 1977 ging er in den Ruhestand. Er starb an Amyotropher Lateralsklerose.

Faust entwickelte eine Methode der thermischen Analyse von Mineralien. Er befasste sich mit Tonmineralien, der Geochemie von Serpentinen und beschrieb als erster die Minerale Huntit, Pecorait und Schoenfliesit. Daneben studierte er die Magnesit-Lagerstätten in Currant Creek (Nevada) und kartierte in den Watchung-Basalten in New Jersey.

Ehrungen und Mitgliedschaften

Im Jahr 1973 wurde George T. Faust Ehrenmitglied der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft. 1965 war er Präsident der Mineralogical Society of America.

Das von Richard C. Erd, Margaret D. Foster und Paul D. Proctor 1953 beschriebene Mineral Faustit ist nach ihm benannt.<ref>Richard C. Erd, Margaret D. Foster, Paul D. Proctor: Faustite, a new mineral, the zinc analogue of turquois. In: American Mineralogist. Band 38, 1953, S. 964–972 (PDF; 542,9 kB)</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein