Zum Inhalt springen

Physalis longifolia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. Januar 2026 um 09:26 Uhr durch imported>Seysi.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Physalis longifolia
Datei:Physalis longifolia - Longleaf Groundcherry.jpg

Physalis longifolia

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Blasenkirschen (Physalis)
Art: Physalis longifolia
Wissenschaftlicher Name
Physalis longifolia
Nutt.
Datei:Physalis longifolia var. subglabrata 5437078-3x2.jpg
Blüte
Datei:Physalis longifolia - seed (18873215898).jpg
Früchte

Physalis longifolia ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Blasenkirschen (Physalis) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Beschreibung

Physalis longifolia ist eine ausdauernde, 20 bis 60 Zentimeter hohe Pflanze, die aus einem kräftigen, tief unter der Erde befindlichen Rhizom wächst. Die Stängel wachsen aufrecht und sind im oberen Bereich der Pflanze stark verzweigt. Die Pflanze ist unbehaart oder spärlich mit kurzen, einfachen, anliegenden, bis zu 0,5 Millimeter langen Trichomen behaart. Die Blattspreiten sind eiförmig bis eiförmig-lanzettlich oder breit lanzettlich. Sie werden 2,5 bis 10 (selten auch bis 13) Zentimeter lang und 1 bis 6 (selten bis 7) Zentimeter breit. Sie sind unbehaart oder spärlich mit kurzen, striegelhaarigen Trichomen behaart. Der Blattrand ist ganzrandig oder grob mit wenigen Zähnen gezahnt, die Basis ist abgeschnitten oder gerundet, nach vorn ist die Blattspreite spitz. Die Blattstiele weisen etwa ein bis zwei Fünftel der Länge der Blattspreite auf.

Die Blüten stehen einzeln in den Achseln der Laubblätter. Der Blütenstiel misst 5 bis 20 Millimeter. Zur Blütezeit ist der Kelch 7 bis 12 (selten 5 bis 15) Millimeter lang und spärlich mit striegelhaarigen, kurzen, anliegenden Trichomen besetzt. Die Kelchzipfel sind 3 bis 6 Millimeter lang. Die Krone misst 10 bis 20 Millimeter, ist gelb gefärbt und besitzt fünf purpur-braune Flecken im Kronschlund. Die Staubbeutel sind gelb oder blau überhaucht und 2 bis 4 Millimeter lang. Die Staubfäden sind genauso breit oder breiter als die Staubbeutel.

Der zur Fruchtreife stark vergrößerte Kelch ist grün, der Querschnitt ist zehnwinkelig, gerundet oder nur an der Basis leicht eingedrückt. Er misst 2 bis 4 Millimeter in der Länge und 1,5 bis 3 Zentimeter in der Breite. Der Stiel verlängert sich auf 15 bis 35 Millimeter.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Physalis longifolia kommt von Kanada (Ontario) bis ins nördliche Mexiko vor.<ref name="POWO" /> Die Art kommt in den Vereinigten Staaten in verschiedenen Gebieten vor. Die Varietät Physalis longifolia var. longifolia ist vor allem aus dem Ozark-Plateau und dem Tal des Arkansas River bekannt, Exemplare wurden in den Bundesstaaten Arkansas, Mississippi, Missouri, Oklahoma und Texas gesammelt. Physalis longifolia var. subglabrata ist in allen Bundesstaaten im Südosten der USA verbreitet, kommt auch in Illinois, Indiana, Missouri, New Jersey, Ohio, Oklahoma und Pennsylvania vor. In Australien, Korea, Italien und in British Columbia wurde die Art eingeführt.<ref name="POWO" />

Taxonomie und Systematik

Physalis longifolia wurde 1836 von Thomas Nuttall in Transactions of the American Philosophical Society Held at Philadelphia for Promoting useful Knowledge Serie 2 Band 5 Seite 193 erstbeschrieben.

Innerhalb der Gattung der Blasenkirschen (Physalis) wird die Art in die Sektion Lanceolatae der Untergattung Rydbergis eingeordnet.<ref name="Martinez99">Mahinda Martínez: Infrageneric Taxonomy of Physalis. In: M. Nee, D.E. Symon, R.N. Lester und J.P. Jessop (Hrsg.): Solanaceae IV, Advances in Biology and Utilization, Royal Botanic Gardens, Kew, 1999. ISBN 978-1-900347-90-7. S. 275–283</ref>

Es existieren drei Varietäten, die sich sowohl morphologisch als auch im Verbreitungsgebiet unterscheiden:

  • Physalis longifolia var. longifolia: Sie kommt in den zentralen und westlichen Vereinigten Staaten und im nördlichen Mexiko vor.<ref name="POWO" />
  • Physalis longifolia var. subglabrata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mack. & Bush) Cronquist: Sie kommt in Ontario, in den zentralen, östlichen und südöstlichen Vereinigten Staaten und im nördlichen Mexiko vor.<ref name="POWO" />
  • Physalis longifolia var. texana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rydb.) J.R.Sullivan: Sie kommt in Texas vor.<ref name="POWO" />

Nachweise

Literatur

  • Janet R. Sullivan: The Genus Physalis (Solanaceae) in the southeastern United States. In: Rhodora, Band 106, Nummer 928, 2004. S. 305–326.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Physalis longifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO">Physalis longifolia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Physalis longifolia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien