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Bleiche Weide

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Bleiche Weide
Datei:Dong bei mu ben zhi wu tu zhi (1955) (20805633159).jpg

Bleiche Weide (Salix starkeana), Illustration, oben

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Gattung: Weiden (Salix)
Art: Bleiche Weide
Wissenschaftlicher Name
Salix starkeana
Willd.

Die Bleiche Weide<ref name=deutsch/> (Salix starkeana) ist ein kleiner, niederliegender Strauch aus der Gattung der Weiden (Salix) mit rotbraunen bis purpurroten, kahlen Zweigen und olivgrünen Blattoberseiten. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Europa und im Norden Asiens.

Beschreibung

Die Bleiche Weide ist ein bis zu 1 Meter hoher, niederliegender bis bogig aufsteigender Strauch mit dünnen, rotbraunen bis purpurroten, kahlen Zweigen. Junge Triebe sind anfangs flaumig behaart und verkahlen später. Die Laubblätter haben breit elliptische bis halbnierenförmige Nebenblätter. Der Blattstiel ist etwa 5 Millimeter lang. Die Blattspreite ist 5 bis 7 Zentimeter lang, 1,5 bis 2 Zentimeter breit, breit lanzettlich bis eirund oder verkehrt eiförmig, plötzlich zugespitzt, mit verschmälerter Basis und drüsig gesägtem Blattrand. Die Blattoberseite ist anfangs leicht behaart, später verkahlend, schwach glänzend, olivgrün und netznervig. Die Unterseite ist kahl und tief- bis blaugrün. Es werden sechs bis acht Nervenpaare gebildet.<ref name=FdG/><ref name=Fitsch/>

Als Blütenstände werden 1 bis 3 Zentimeter lange, elliptische Kätzchen auf einem mit Blättern besetzten, 1 Zentimeter langen Stiel gebildet. Die Tragblätter sind gelblich oder bräunlich, kahl und nur am Rand lang bärtig. Je Blüte wird eine Nektardrüse gebildet. Männliche Blüten haben zwei fast kahle Staubblätter. Der Fruchtknoten weiblicher Blüten ist lang gestielt und dicht behaart. Der Griffel ist deutlich ausgebildet, die Narbe ist gabelig geteilt. Die Bleiche Weide blüht von März bis April gleichzeitig mit dem Blattaustrieb.<ref name=FdG/><ref name=Fitsch/>

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38 oder 44.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen und Standortansprüche

Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Nordeuropa (Finnland, Norwegen, Schweden) über Mitteleuropa (Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei) bis nach Rumänien und in den fernen Osten Russlands (Sibirien, Region Primorje).<ref name=GRIN/> In Deutschland gibt es Bestände in Bayern und Baden-Württemberg, wobei die Populationen in Bayern als vom Aussterben bedroht und in Baden-Württemberg als stark gefährdet geführt werden.<ref name=PFAF/> Die Bleiche Weide wächst in Mooren und Sumpfgebieten auf moorigen und nasstorfigen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Das Verbreitungsgebiet wird der Winterhärtezone 5a zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −28,8 bis −26,0 °C (−20 bis −15 °F).<ref name=FdG/>

Die Bleiche Weide gedeiht in Mitteleuropa in winterkalten, spätfrostreichen Gebieten. Sie ist hier eine Charakterart des Polygono-viviparo-Genistetum sagittalis aus dem Verband Violion caninae, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Molinion oder im Betulo-Salicetum repentis vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Systematik

Die Bleiche Weide (Salix starkeana) ist eine Art aus der Gattung der Weiden (Salix) in der Familie der Weidengewächse (Salicaceae).<ref name=GRIN/> Sie wurde 1806 von Carl Ludwig Willdenow erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Salix stammt aus dem Lateinischen und wurde schon von den Römern für verschiedene Weidenarten verwendet.<ref name=Gen_Gat/> Ein Synonym der Art ist Salix livida <templatestyles src="Person/styles.css" />Wahlenb.<ref name=Fitsch/>

Verwendung

Die Bleiche Weide wird sehr selten verwendet.<ref name=FdG/>

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 588–589.
  • Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 761.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 588 und Fitschen: Gehölzflora, S. 761</ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 588–589 </ref> <ref name=Fitsch> Fitschen: Gehölzflora, S. 761 </ref> <ref name=GRIN> Salix starkeana. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 6. August 2012 (englisch). </ref> <ref name=PFAF> Salix starkeana. In: FloraWeb. Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 12. August 2012. </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 552 </ref> <ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 307.</ref> </references>

Weblinks