Breuning-Glocke
Die Breuning-Glocke ist eine der ältesten Glocken in der Tübinger Stiftskirche. Sie wurde im Jahr 1469 gegossen.
Die Übersetzung ihrer lateinischen Inschrift lautet:
„Des Blitzes Strahlen sende Cirillius, Diener Christi, fern von uns, damit sie uns nicht versehren um des Todes Christi willen“
Damit wollte man das Wetter gnädig stimmen und Blitz und Gefahr abwenden, weshalb die Glocke auch Wetterglocke genannt wird.<ref name="Goetlich">Das dunket mir goetlich. In: Schwäbisches Tagblatt. 22. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Oktober 2017; abgerufen am 9. April 2026.</ref>
Name
Der Namensgeber Vogt Konrad Breuning (* um 1440, † 1517, hingerichtet) hat die Glocke gestiftet, angeblich aus Dank, nachdem er sich im Schönbuch verirrt hatte und durch Glockenklang auf den richtigen Weg gebracht worden war. In seiner Stiftungsauflage steht, die Glocke müsse jeden Morgen und jeden Abend geläutet werden. Andernfalls gehe sie in den Besitz der katholischen Rottenburger. Ob die Rottenburger seit dieser Zeit jemand nach Tübingen schicken, der das täglich überprüft, ist nicht bekannt.<ref>Anton Birlinger: Volksthümliches aus Schwaben, Band 1. Herder, 1861.</ref> Nicht überliefert ist, was den Stifter zu dieser Stiftungsauflage bewog.<ref name="Goetlich" />
Breuningstiftung
Im Rahmen der Breuningstiftung wurden ab 1565 am Gründonnerstag mittags um 1 Uhr unter dem Läuten der Breuning-Glocke Wecken an die Kinder verteilt.<ref>Tübinger Stadtchronik von den Anfängen bis 1936.</ref>
In der Vorhalle der Tübinger Stiftskirche gibt es mehrere Inschriften, die an die Familie Breuning erinnern, unter anderem die sogenannte Armentafel der 5 Brüder Breuning, bei deren Erschaffung 3 Brüder bereits verstorben waren:<ref>Eine Führung durch die Stiftskirche Tübingen am 19. Juli 2007 von Dr. Klaus Mohr Tübingen-Kilchberg</ref>
„An jedem grünen Donnerstag zu Hülf und Trost der Armen Klag, durch die fünff Brüder, Breuning gnennt, werden dreissig Gulden ausgespendt, wer umb Gottes willen gibt den Armen, des wird sich auch der Herr erbarmen.“
Weblinks
- Konrad Breuning auf TÜpedia.
Quellen
<references/>