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Hasenpohl

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Hasenpohl ist eine Gemarkung auf dem Gebiet der Stadt Königswinter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis.

Hasenpohl wurde 1555 in einer Erkundigung über die Gerichtsverfassung im Herzogtum Berg als Haselpol erwähnt. Spätestens seitdem war es der Name einer der zuletzt fünf Honschaften, aus denen sich das Kirchspiel Oberpleis im bergischen Amt Blankenberg zusammensetzte.<ref>Wilhelm Crecelius, Woldemar Harleß (Hrsg.): Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 20. Band 1884, S. 130.</ref> Den Kern der Honschaft bildeten die Flurstücke Am Hasenpohl und Im Hasenpohl, durch die der oberhalb entspringende Hasenpohler Bach verläuft. Sie liegen im südöstlichen Bereich des heutigen Ortsteils Thomasberg am Hasenpohler Weg. Zur Honschaft Hasenpohl gehörten die Orte Ruttscheid und Mittelpütz sowie die Höfe zu Bellinghausen und Kippenhohn. In den 1898 erschienenen „Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz“ des Historikers Wilhelm Fabricius wurde die Honnschaft „Hasenbosen“ genannt.<ref>Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 311.</ref>

Nach Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 wurde die vormalige Honschaft Ende des Jahres 1808 in eine unselbständige Gemeinde bzw. einen Ortsbezirk der Mairie Oberpleis (ab 1813 „Bürgermeisterei Oberpleis“) überführt, die verwaltungsmäßig zum Kanton Hennef im Großherzogtum Berg gehörte. In preußischer Zeit (ab 1815) blieb Hasenpohl als Kataster- bzw. Steuergemeinde Teil der Bürgermeisterei Oberpleis und wurde dem Kreis Siegburg (ab 1825 „Siegkreis“) zugeordnet. Die Gemeinde wurde 1845/46<ref name="amtsblatt1841">Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln, 1841, S. 11. (Online Google Books)</ref> Teil der neu gebildeten, politisch eigenständigen Gemeinde Oberpleis.<ref>Allgemeine Zeitung München, 1852, S. 4912. (Online Google Books)</ref><ref name="statistik1865">Fr. Halm: Statistik des Regierungsbezirkes Cöln, Boisserée, 1865, S. 255. (Online Google Books)</ref> Bis 1969 blieb die weiter bestehende Gemarkung Hasenpohl Teil der Gemeinde Oberpleis.<ref>Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verzeichnis der Gemarkungen (Memento vom 17. April 2012 im Internet Archive) (Stand 2005; PDF; 243 kB)</ref>

Datei:Talbrücke Hasenpohl.jpg
Talbrücke Hasenpohl

Auf dem Gebiet der Gemarkung Hasenpohl liegen heute neben Teilbereichen von Thomasberg bzw. Heisterbacherrott, die die ehemals eigenständig benannten Orte Büsch, Mettelsiefen, Steinringen, Pützbroichen und Wiese umfassen, die Ortschaften Bellinghausen, Bellinghauserhohn, Kippenhohn und Ruttscheid sowie der Großteil von Hasenboseroth. Nach der Gemarkung benannt ist auch die Talbrücke Hasenpohl der Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />