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Anastrophe (Rhetorik)

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Unter einer Anastrophe (Kunstwort für eine Umkehrung, aus dem griechischen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) aná = hinauf und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) stréphein = wenden) oder auch Inversion (lateinisch Umkehr) versteht man eine rhetorische Figur, bei der abweichend von der üblichen grammatikalischen Wortstellung zwei sprachlich zusammengehörende Worte umgestellt werden.

Beispiele:

  • nachher → hernach
  • ohne Zweifel → zweifelsohne
  • rotes Röslein → Röslein rot
  • kleines Hänschen → Hänschen klein
  • pure Natur → Natur pur

Insbesondere auch die Voranstellung des Genitivattributs:

  • das höchste Glück des Lebens → des Lebens höchstes Glück
  • die schwere Kunst der Verstellung → der Verstellung schwere Kunst
  • Kind des Geistes → Geistes Kind

Spezielle rhetorische Umstellungsfiguren sind:

Literatur

  • Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0, S. 80.
  • Günther Schweikle, Dieter Burdorf (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 359.