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Sulfosulfuron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Sulfosulfuron
Allgemeines
Name Sulfosulfuron
Andere Namen

1-(4,6-Dimethoxypyrimidin-2-yl)-3-(2-ethylsulfonylimidazo-(1,2-a)pyridin-3-yl)sulfonylharnstoff

Summenformel C16H18N6O7S2
Kurzbeschreibung

weißes Pulver<ref name="EU" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 604-251-2
ECHA-InfoCard 100.117.330
PubChem 86426
ChemSpider 77941
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 470,47 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="EU">EU: Review report for the active substance sulfosulfuron (PDF; 323 kB), 2. Juli 2002.</ref>

Dichte

1,5185 g·cm<ref name="EU" />

Schmelzpunkt

201,1–201,7 °C<ref name="EU" />

Dampfdruck

0,0000305 mPa (20 °C)<ref name="EU" />

Löslichkeit

schlecht löslich in Wasser (1,6 g/l bei pH 7 und 20 °C) und 1,2-Dichlormethan (4,35 g/l)<ref name="EU" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.117.330">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273​‐​391​‐​501<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="EU" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Sulfosulfuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe (genauer der Pyrimidinylsulfonylharnstoffe).

Eigenschaften

Sulfosulfuron ist ein weißes Pulver, das in Wasser schlecht löslich ist.<ref name="EU"/>

Verwendung

Sulfosulfuron wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.<ref name="GESTIS" /> Es wird als Nachauflaufherbizid zur Bekämpfung von Trespen-Arten und der Quecke sowie bestimmten breitblättrigen Unkräutern in Winterweizen und Triticale benutzt.<ref name="EU" /><ref name="herausgegeben von Terence Robert Roberts,David Herd Hutson">herausgegeben von Terence Robert Roberts,David Herd Hutson: Metabolic Pathways of Agrochemicals: Herbicides and plant growth regulators. Royal Society of Chemistry, 1998, ISBN 0-85404-494-9, S. 555 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Monsanto">Monsanto: MONITOR - das Herbizid gegen Windhalm, Trespe und Quecke</ref> Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Acetolactat-Synthase (ALS), einem Enzym, das an der Synthese der Aminosäuren Isoleucin, Valin und Leucin in anfälligen Pflanzen beteiligt ist.<ref>Thomas A. Monaco, J. Earl Creech: Sulfosulfuron effects on growth and photosynthesis of 15 range grasses In: J. Range Manage. 57(5):490-496. 2004.</ref>

Zulassung

Der Antrag auf Zulassung in der EU wurde am 24. April 1997 von Monsanto eingereicht.<ref name="EU" /> Mit Wirkung zum 1. Juli 2002 wurde Sulfosulfuron für Anwendungen als Herbizid zugelassen.<ref>Richtlinie 2002/48/EG der Kommission vom 30. Mai 2002 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und zur Aufnahme der Wirkstoffe Iprovalicarb, Prosulfuron und Sulfosulfuron (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref> Die Genehmigung als Wirkstoff wurde 2011 bis Ende 2015 verlängert.<ref>Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission vom 25. Mai 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Liste zugelassener Wirkstoffe (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref> In der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel (z. B. Monitor) mit diesem Wirkstoff zugelassen, in Deutschland und Österreich keine.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />