Heldmannsberg
Heldmannsberg Gemeinde Pommelsbrunn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(90)&title=Heldmannsberg 49° 28′ N, 11° 34′ O
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| Höhe: | 486 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 90 (1. Jan. 2025)<ref>Heldmannsber | Gemeinde Pommelsbrunn. Abgerufen am 9. Februar 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Eingemeindet nach: | Hartmannshof | |||||
| Postleitzahl: | 91224 | |||||
| Vorwahl: | 09154 | |||||
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Heldmannsberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pommelsbrunn und eine Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Heldmannsberg hat eine Fläche von 6,359 km². Sie ist in 1027 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6191,63 m² haben.<ref>Gemarkung Heldmannsberg (093533). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 30. Oktober 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hofstetten und Wüllersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Pfarrdorf Heldmannsberg liegt auf den Ausläufern des Jura in der Nähe der Grenze zum Regierungsbezirk Oberpfalz.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamensdeutung
Der Ortsname kann als „Bergsiedelung eies Helbrechts/Heldmanns“ gedeutet werden.<ref name="KZ17">Klaus Kreitmeir: Bei der Gottesmutter in der Bergsiedlung. In: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt. 8. März 2015, S. 17.</ref>
Geschichte
Der Ort ist erstmals als „Helprechtsberg“ 1270 im Salbuch des Herzogs Ludwig von Bayern genannt und gehörte zum herzoglichen Pflegamt Hersbruck und kam 1504 an die Reichsstadt Nürnberg. Als Teil der Pfarrei Alfeld wurde das Dorf von Nürnberg her der Reformation zugeführt; die Gegenreformation brachte 1661 die Herauslösung aus dem Alfelder Kirchensprengel. Am 29. Dezember 1779 wurde Heldmannsberg zur eigenen Pfarrei erhoben, wobei der katholische Pfarrbezirk Fürnried mit 25 Orten der neuen Pfarrei zugeordnet wurde; die simultane Filialkirche St. Willibald in Fürnried ist erst danach, nämlich 1797 errichtet worden.<ref>Buchner, Band 1, S. 481–486</ref>
Am Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Heldmannsberg zum Kurfürstentum Pfalz-Bayern<ref>Vorlage:Schwemmer Voit Lauf-Hersbruck 1967</ref> und wurde durch die Regierung Amberg verwaltet, die die Dorf- und Gemeindeherrschaft über den Ort ausübte.<ref>Vorlage:Schwemmer Voit Lauf-Hersbruck 1967</ref> Die Hochgerichtsbarkeit fiel hingegen in den Zuständigkeitsbereich des zur Reichsstadt Nürnberg gehörenden Pflegamtes Hersbruck.<ref>Vorlage:Schwemmer Voit Lauf-Hersbruck 1967</ref> Im Jahr 1803 kam Heldmannsberg an das Amt Sulzbach. Im Königreich Bayern (1806) wurde das Dorf dem Steuerdistrikt Wüllersdorf des Rentamtes und Landgerichts (und späteren Bezirksamts bzw. Landkreises) Hersbruck im Rezatkreis zugeordnet und hatte 1818 bei 14 „Feuerstellen“ 13 Familien mit 72 Einwohnern.<ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 38 (Digitalisat).</ref> 1831 erfolgte durch die Pfarrei ein Schulhausneubau, 1880 ein Schulsaalbau. 1840 hatte das Dorf 16 Häuser mit 102 Bewohnern.<ref>M. Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt. München: Verlag Georg Franz, 1840, S. 340</ref> 1871 bestand die Gemeinde Heldmannsberg aus den vier Orten Heldmannsberg, Claramühle, Regelsmühle und Willersdorf mit insgesamt 28 Haushaltungen und 149 Einwohnern, davon 51 Katholiken und 98 Protestanten. Das Dorf Heldmannsberg hatte 78 Einwohner und 31 Gebäude (Wohnhäuser, Ställe, Scheunen). Der Großviehbestand umfasste 1873 in der Gemeinde zehn Pferde, 134 Rinder, 152 Schafe und 108 Schweine, davon zwei Pferde und 71 Rinder im Ort Heldmannsberg.<ref name="OV 1871">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1213, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref><ref>Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden. München: E. A. Fleischmann’s Hof-Buch- und Kunsthandlung, 1873, S. 150</ref> Die Volkszählung von 1900 erbrachte 88 Einwohner bei 18 Wohngebäuden.<ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1208 (Digitalisat).</ref> 1908 wurde durch die Kirchenstiftung ein neues Schul- und Mesnerhaus errichtet, das 1922 an die Gemeinde abgetreten wurde. Um 1937 entfielen von den 204 Katholiken der Pfarrei 49 auf Heldmannsberg selber;<ref name="Buchner1_483">Buchner, Band 1, S. 483 f.</ref> außerdem bewohnten den Ort 54 Protestanten und das dazugehörende Kurhaus Regelsmühle acht Katholiken, drei Protestanten und drei Angehörige anderer Konfessionen.<ref name="Buchner1_483" />
1961 wohnten von den 205 Einwohnern der Gemeinde Heldmannsberg in Heldmannsberg selber 126 Personen, und zwar in 23 Wohngebäuden.<ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 790 (Digitalisat).</ref> Die Gemeinde bestand aus den vier Gemeindeteilen Heldmannsberg, Claramühle, Regelsmühle und Wüllersdorf.<ref name="OV 1961" /> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die circa 601 Hektar große Gemeinde zum 1. Januar 1972 aufgelöst.<ref></ref> Der Weiler Wüllersdorf und der überwiegende Teil des Gemeindeteils Heldmannsberg mit dem Pfarrdorf Heldmannsberg wurden in die Gemeinde Hartmannshof umgegliedert. Diese schloss sich schließlich zum 1. Januar 1977 der Gemeinde Pommelsbrunn im Landkreis Nürnberger Land an. Claramühle und Regelsmühle wurden in die Gemeinde Alfeld eingegliedert. Der südlich der Kreisstraße LAU 27, nördlich der Staatsstraße 2236 und östlich des Happurger Bachs gelegene Teil des Gemeindeteil Heldmannsbergs kam zur Gemeinde Happurg.<ref name="HistGV87">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 105–106, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Nürnberger Land; Fußnoten 1, 6 und 16). </ref><ref>Gemeindegrenzen auf der Ortskarte von 1963</ref> 1970 wohnten in Heldmannsberg 88, 1987 77 Personen in 27 Gebäuden mit 30 Wohnungen.<ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 177 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 345 (Digitalisat).</ref>
Baudenkmäler
Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
1673/74 wurde mit Genehmigung des baierischen Kurfürsten eine Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria und des hl. Franz Xaver neu gebaut. Über den Vorgängerbau ist nichts bekannt. Das barocke Kirchenschiff hat die Maße 22 m × 9,5 m. Es hat ein Ziegeldach und einen Dachreiter mit drei Glocken. 1902/03 kam eine neue Bittner-Orgel in die Kirche. Als Marien-Wallfahrtskirche fungiert der Sakralbau seit circa 1688.<ref name="KZ17" />
Wirtschaft und Gewerbe
Heldmannsberg verfügt über ein paar Bauernhöfe, einen Gasthof sowie ein Fitness-Studio.
Tourismus und Freizeit
In der Gegend um Heldmannsberg befinden sich mehrere Wanderwege.<ref>Wanderkarte rund um Heldmannsberg (Abgerufen am 16. September 2013)</ref> Bei Heldmannsberg liegt das Naturschutzgebiet Schottental.
Literatur
- Heribert Batzl: Heldmannsberg. Pfarrkirche und Wallfahrt. Heldmannsberg 1974.
- Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937.
- Johann Kaspar Bundschuh: Heldmannsberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 562 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Klaus Kreitmeir: Bei der Gottesmutter in der Bergsiedlung. In: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt. 8. März 2015, S. 17.
- Vorlage:Schwemmer Landkreis Hersbruck
Weblinks
- Ortsteil Heldmannsberg. In: pommelsbrunn.de. Abgerufen am 9. Februar 2025.
- Heldmannsberg. In: lau-net.de. Abgerufen am 30. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Heldmannsberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Heldmannsberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Althaus | Appelsberg | Arzlohe | Bürtel | Eschenbach | Fischbrunn | Guntersrieth | Hartmannshof | Hegendorf | Heldmannsberg | Heuchling | Hofstetten | Hohenstadt | Hubmersberg | Hunas | Kleinviehberg | Mittelburg | Pommelsbrunn | Reckenberg | Stallbaum | Waizenfeld | Wüllersdorf
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ortsteil von Pommelsbrunn
- Ort im Landkreis Nürnberger Land
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nürnberger Land)
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land
- Ersterwähnung 1270