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U 550

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U 550
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ: IX C/40
Feldpostnummer: 53 473
Werft: Deutsche Werft, Hamburg
Bauauftrag: 5. Juni 1941
Baunummer: 371
Kiellegung: 2. Oktober 1942
Stapellauf: 12. Mai 1943
Indienststellung: 28. Juli 1943
Kommandanten:

28. Juli 1943 – 16. April 1944
Kptlt. Klaus Hänert

Einsätze: 1 Unternehmung
Versenkungen:

1 Schiff (11.017 BRT)

Verbleib: am 16. April 1944 im Atlantik östlich von New York versenkt

U 550 war ein U-Boot der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Das Wrack wurde im Juli 2012 entdeckt.

Geschichte

Das Boot vom Typ IX C/40 wurde 1942 von der Deutschen Werft AG in Hamburg-Finkenwerder mit der Baunummer 371 gebaut.<ref>Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 120.</ref> Im Laufe seiner gesamten Einsatzzeit wurde es von Kapitänleutnant Klaus Hänert kommandiert.

Kommandant

Klaus Hänert wurde am 1. Februar 1918 im schlesischen Hirschberg geboren und trat 1936 in die Kriegsmarine ein. Bis zum Sommer 1940 diente er als Wachoffizier auf dem Zerstörer Z 6 Theodor Riedel und wurde dann persönlicher Adjutant des Kommandierenden Admirals der Marine-Station Nordsee. Seine U-Bootausbildung absolvierte er im Frühjahr 1942. Anschließend fuhr er als 2. Wachoffizier, dann als 1. Wachoffizier auf U 68. Im Frühjahr 1943 war er Lehrer bei der 2. U-Lehrdivision und absolvierte dann seinen U-Kommandantenlehrgang. Klaus Hänert wurde am 1. Februar 1943 zum Kapitänleutnant befördert, der Einsatz mit U 550 war seine erste und einzige Feindfahrt als Kommandant. Er ging mit Teilen seiner Besatzung in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.<ref>Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1, S. 86.</ref>

Versenkung

Die Einsatzgeschichte des Bootes war kurz. Es lief am 6. Februar 1944 von Kiel zu seiner einzigen Unternehmung aus. Südlich von Island wurde es am 22. Februar 1944 von einer kanadischen PBY 4 Catalina angegriffen, die vier Wasserbomben auf das U-Boot warf und es mit Bordwaffen beschoss. U 550 verlor bei diesem Angriff zwei Besatzungsmitglieder, setzte die Feindfahrt jedoch fort. Am 16. April 1944 griff das Boot den Konvoi CU-21 an und versenkte den mit 11.017 Bruttoregistertonnen vermessenen US-Tanker Pan-Pennsylvania (Lage

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   |name=16.04.1944 Versenkung der Pan-Pennsylvania aus CU 21
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  }}). Die Geleitschiffe des Konvois, die Geleitzerstörer USS Gandy, USS Joyce und USS Petersen, orteten das U-Boot, brachten es mit Wasserbomben zum Auftauchen und versenkten es mit Wasserbomben und Geschützfeuer (Lage
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   |name=16.04.1944 Versenkung von U 550
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  }}). 44 Besatzungsmitglieder von U 550 starben, 12 überlebten die Versenkung. Von der Besatzung der Pan-Pennsylvania überlebten 56 den Untergang ihres Schiffes, 25 starben.

Die Geretteten überquerten als Kriegsgefangene an Bord der USS Joyce in zwölf Tagen im Geleit den Atlantik.

Laut amerikanischen Quellen wurde das Boot durch einen Rammstoß der USS Gandy versenkt.<ref>Theodore Roscoe: Destroyer Operations in World War II. United States Naval Institute, Annapolis MD 1953.</ref>

Fund des Wracks

Am 28. Juli 2012 wurde bekannt, dass amerikanische Bergungstaucher U 550, dessen Wrack als Kriegsgrab gilt, mittels Echolot gefunden hätten.<ref>Gesunkenes deutsches U-Boot vor US-Küste entdeckt. news.orf.at, 28. Juli 2012</ref><ref>Nordamerika: Forscher entdecken deutsches Weltkriegs-U-Boot. In: Hamburger Abendblatt, vom 28. Juli 2012.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang U-Boote: U 501 | U 502 | U 503 | U 504 | U 505 | U 506 | U 507 | U 508 | U 509 | U 510 | U 511 | U 512 | U 513 | U 514 | U 515 | U 516 | U 517 | U 518 | U 519 | U 520 | U 521 | U 522 | U 523 | U 524 | U 525 | U 526 | U 527 | U 528 | U 529 | U 530 | U 531 | U 532 | U 533 | U 534 | U 535 | U 536 | U 537 | U 538 | U 539 | U 540 | U 541 | U 542 | U 543 | U 544 | U 545 | U 546 | U 547 | U 548 | U 549 | U 550 | U 551 | U 552 | U 553 | U 554 | U 555 | U 556 | U 557 | U 558 | U 559 | U 560 | U 561 | U 562 | U 563 | U 564 | U 565 | U 566 | U 567 | U 568 | U 569 | U 570 | U 571 | U 572 | U 573 | U 574 | U 575 | U 576 | U 577 | U 578 | U 579 | U 580 | U 581 | U 582 | U 583 | U 584 | U 585 | U 586 | U 587 | U 588 | U 589 | U 590 | U 591 | U 592 | U 593 | U 594 | U 595 | U 596 | U 597 | U 598 | U 599 | U 600 | U 601 | U 602 | U 603 | U 604 | U 605 | U 606 | U 607 | U 608 | U 609 | U 610 | U 611 | U 612 | U 613 | U 614 | U 615 | U 616 | U 617 | U 618 | U 619 | U 620 | U 621 | U 622 | U 623 | U 624 | U 625 | U 626 | U 627 | U 628 | U 629 | U 630 | U 631 | U 632 | U 633 | U 634 | U 635 | U 636 | U 637 | U 638 | U 639 | U 640 | U 641 | U 642 | U 643 | U 644 | U 645 | U 646 | U 647 | U 648 | U 649 | U 650 | U 651 | U 652 | U 653 | U 654 | U 655 | U 656 | U 657 | U 658 | U 659 | U 660 | U 661 | U 662 | U 663 | U 664 | U 665 | U 666 | U 667 | U 668 | U 669 | U 670 | U 671 | U 672 | U 673 | U 674 | U 675 | U 676 | U 677 | U 678 | U 679 | U 680 | U 681 | U 682 | U 683 | U 701 | U 702 | U 703 | U 704 | U 705 | U 706 | U 707 | U 708 | U 709 | U 710 | U 711 | U 712 | U 713 | U 714 | U 715 | U 716 | U 717 | U 718 | U 719 | U 720 | U 721 | U 722 | U 731 | U 732 | U 733 | U 734 | U 735 | U 736 | U 737 | U 738 | U 739 | U 740 | U 741 | U 742 | U 743 | U 744 | U 745 | U 746 | U 747 | U 748 | U 749 | U 750 Vorlage:Klappleiste/Ende