Ariarathes VI.
Ariarathes VI. Epiphanes Philopator ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war zwischen 130 und 116 v. Chr. (anders: 126–111 v. Chr.) König von Kappadokien.<ref name="schmitt vogt">Hatto H. Schmitt, Ernst Vogt: Kleines Lexikon des Hellenismus. S. 330 (Leseprobe in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>
Leben und Wirken
Ariarathes VI., dessen Beinamen Epiphanes Philopator durch eine Inschrift aus Delos belegt sind, war der jüngste Sohn Ariarathes’ V. und der Nysa von Kappadokien. Seine fünfzehnjährige Regierungszeit begann, als er noch ein Kind war, so dass die tatsächliche Macht zunächst von seiner Mutter ausgeübt wurde. Justin zufolge<ref name="justin">Justin, Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi 37,1,4f. (englische Übersetzung).</ref> soll Ariarathes’ Mutter (die von Justin fälschlich Laodike genannt wird) seine fünf älteren Brüder vergiftet haben, um selbst die Macht möglichst lange zu behaupten, er selbst sei durch die Fürsorge von Verwandten gerettet worden, während seine Mutter später durch loyale, der Dynastie treue Bürger getötet worden sei.<ref>Michael Henke: Kappadokien in Hellenistischer Zeit. S. 74 (Kein Teil der Leseprobe in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Offenbar herrschten also große Dispute in der kappadokischen Königsfamilie, die sich der Onkel des Ariarathes mütterlicherseits, Mithridates V. Euergetes von Pontos zunutze machte, um aufgrund angeblicher Erbrechte Kappadokien zu besetzen. Dieser Versuch scheiterte wohl wegen des Eingreifens der Römer.<ref>Appian, Mithridatius 10 und 12</ref> Dann verheiratete Mitridates V. den Ariarathes mit seiner Tochter Laodike.<ref name="schmitt vogt" /> Aus dieser Ehe hatte Ariarathes drei Kinder, Nysa, die Nikomedes III. Euergetes von Bithynien heiratete, sowie Ariarathes VII. Philometor und Ariarathes VIII. Epiphanes, die ihm nachfolgten.
Nachdem sich Ariarathes’ Position festigte und sich zeigte, dass sich Pontos’ Hoffnung nicht erfüllte, beherrschenden Einfluss auf Kappadokien auszuüben, ließ, nach einem bestrittenen Bericht<ref>Michael Henke: Kappadokien in Hellenistischer Zeit. S. 76 mit dem Argument, Mithridates sei zu diesem Zeitpunkt selbst erst 15 Jahre alt gewesen (Kein Teil der Leseprobe in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>, Mithridates VI., der Sohn Mithridates’ V., seinen Schwager durch Gordios, einen kappadokischen Adeligen, ermorden.<ref name="schmitt vogt" /><ref>Justin, Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi 38,1,1 (englische Übersetzung).</ref><ref>Memnon, Geschichte von Herakleia 22 (englische Übersetzung)</ref> Hierauf wurde das Königreich kurzzeitig von Ariarathes’ Witwe Laodike regiert, bis König Nikomedes III. von Bithynien die Macht ergriff, indem er Laodike heiratete. Dieser wurde jedoch bald darauf von Mithridates VI. vertrieben, um Ariarathes VII. zum Thron zu verhelfen. Die Regierungszeit des Ariarathes VI. dürfte, wie schon bei seinem Vater, durch eine weitere Hellenisierung Kappadokiens geprägt gewesen sein.<ref>Michael Henke: Kappadokien in Hellenistischer Zeit, S. 75.</ref>
Quellen
- Justin: Epitome of Pompeius Trogus. John Selby Watson (Übersetzer); London 1886 (tertullian.org).
Literatur
- Hatto H. Schmitt, Ernst Vogt: Kleines Lexikon des Hellenismus. S. 330–331.
- Michael Henke: Kappadokien in Hellenistischer Zeit. S. 74–79.
- John Hazel: Ariarathes VI. In: Who’s Who in the Greek World. 1999.
- Barclay Head: Cappadocia. In: ders.: Historia Numorum. 1911 (online).
- Benedikt Niese: Ariarathes 6. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,1, Stuttgart 1895, Sp. 819.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ariarathes VI. Epiphanes Philopator |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Kappadokien |
| GEBURTSDATUM | 2. Jahrhundert v. Chr. |
| STERBEDATUM | 2. Jahrhundert v. Chr. |