Zum Inhalt springen

Hugo Lotz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 20:21 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Hugo Lotz (* 29. Mai 1893 in Unter-Schmitten; † 20. Juli 1978 in Gießen) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Karriere

Lotz studierte Rechtswissenschaft an der Ludwigsuniversität Gießen. Während seines Studiums wurde er 1912 Mitglied der Gießener Burschenschaft Germania.<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 303.</ref> Er promovierte zum Dr. iur. und trat 1922 in die Verwaltung des Volksstaats Hessen als Regierungsassessor im Kreis Büdingen ein. 1928 erhielt er die Beförderung zum Regierungsrat.<ref>Euler / Raßner.</ref>

Zum 1. März 1933 trat Lotz der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.514.122).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/26500806</ref> In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er 1934 kommissarischer Kreisdirektor des Kreises Alsfeld. Von 1936 bis 1944 war er zunächst Kreisdirektor des Kreises Gießen und zugleich damit beauftragt, die Aufgaben des Provinzialdirektors der Provinz wahrzunehmen.<ref>Euler / Raßner.</ref> Das Amt des Kreisdirektors von Gießen war bis 1937, als die Provinz Oberhessen aufgelöst wurde, mit der Funktion des Provinzdirektors verbunden. Als der Kreis Gießen zum 1. Januar 1939 zum Landkreis Gießen umfirmierte, war er Landrat. 1940 wurde er zum Präsidenten der Gießener Hochschulgesellschaft gewählt.<ref>Valentin Horn: Aus Vergangenheit und Gegenwart der Gießener Hochschulgesellschaft (Volltext). Gießen, 1987</ref>

Ab 14. März 1944 war er der letzte Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stettin in Pommern<ref>territorial.de</ref>, der am Ende des Zweiten Weltkriegs unterging.

Er kehrte nach Gießen zurück, wo er 1949 Beigeordneter wurde. 1954 bis 1956<ref>Euler / Raßner.</ref> oder 1957<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/stadtarchiv-giessen.tagebergen.deStadtarchiv Gießen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> war er Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

1952 wurde Lotz neben seiner seit 1912 bestehenden Mitgliedschaft in der Germania Gießen auch Alter Herr der Mainzer Burschenschaft Saravia.<ref>Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 94. Jg. (1979), H. 7, S. 197.</ref>

Literatur

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 3: I–L. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 315–316.
  • Thomas Euler und Sabine Raßner: 200 Jahre Landkreis Gießen und 75 Jahre Kreistag. Hrsg.: Landkreis Gießen in Kooperation mit dem Oberhessischen Geschichtsverein Gießen. Gießen 2021, ISBN 978-3-935623-50-6, S. 80.

Weblinks

Lotz, Hugo. Hessische Biografie. (Stand: 15. April 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Justus Joseph Ludwig von Zangen (1821–1826) | Christian Knorr (1826–1827) | Wilhelm Georg Ludwig Ouvrier (1827–1832) | Carl Knorr (1832–1842) | Christian Prinz (1842–1848) | Friedrich Küchler (1848–1866) | Theodor Goldmann (1866–1870) | Julius Rinck von Starck (1870–1871) | Franz Ludwig Emil Roeder von Diersburg (1871–1877) | Karl Böckmann (1877–1888) | Maximilian von Gagern (1888–1889) | Hermann von Bechtold (1898–1902) | Andreas Breidert (1902–1910) | Karl Usinger (1910–1922) | Ludwig Matthias (1922–1924) | Heinrich Graef (1924–1934) | Alfred Klostermann (1934–1935) | Hugo Lotz (1936–1944) | Wilhelm Reeb (1944–1945) | Theodor Weber (1945) | Joseph Wagenbach (1945–1946) | Karl Benner (1946–1948) | Johannes Neumann (1948–1948) | Alfred Dingeldey (1948–1949) | Hans-Bone von Schwerin (1949–1961) | Georg Maraun (1961–1967) | Ernst Türk (1967–1977) | Karl Rehrmann (1977–1979) | Ernst Klingelhöfer (1979–1986) | Rüdiger Veit (1986–1998) | Willi Marx (1999–2010) | Anita Schneider (seit 2010)

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang

August Bramm (1875–1889) | Feodor von Gnauth (1890–1901) | Anton Mecum (1902–1914) | Karl Keller (1914–1934) | Heinrich Ritter (1934–1942) | Heinrich Vogt (1942–1943) | Philipp Hill (1942–1945, amtierend) | Karl Dönges (1945–1946) | Albin Mann (1946–1948) | Otto Heinz Engler (1948–1954) | Hugo Lotz (1954–1957) | Albert Osswald (1958–1963) | Bernd Schneider (1963–1977) | (1977 bis 1979 war Gießen Teil der Stadt Lahn) | Hans Görnert (1979–1985) | Manfred Mutz (1985–2002) | Heinz-Peter Haumann (2003–2009) | Dietlind Grabe-Bolz (2009-2021) | Frank-Tilo Becher (seit 2021)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein