Bernhard Kiekenap
Bernhard Kiekenap (* 19. November 1930 in Schapen;<ref name=Kiekenap391>Bernhard Kiekenap: Karl und Wilhelm. Die Söhne des Schwarzen Herzogs. Band II: Literaturübersicht, Quellen und Anmerkungen. S. 391.</ref> † 29. Dezember 2020 ebenda<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Todesanzeige ( vom 22. Januar 2021 im Internet Archive) in der Braunschweiger Zeitung vom 16. Januar 2021.</ref>) war ein deutscher Ingenieur und Historiker, der sich der Erforschung der Geschichte der Stadt Braunschweig und des Landes Braunschweig im 19. und 20. Jahrhundert widmete.
Leben
Kiekenap besuchte das Gymnasium Raabeschule in Braunschweig, an dem er 1949 das Abitur ablegte. Anschließend arbeitete er als freier Mitarbeiter bei der Braunschweiger Zeitung und als Bauarbeiter bei der Trümmerräumung in der stark zerstörten Stadt. Im November 1949 begann Kiekenap ein Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule Braunschweig. 1953 schloss er das Studium erfolgreich ab und arbeitete in der Folge in der Bauindustrie. Ab 1961 war er Geschäftsführer eines großen Bauunternehmens in Hannover.<ref name=Kiekenap391/> Im Jahr 1968 wurde er an der Universität Hannover zum Dr.-Ing. promoviert. Dort wurde er auch zum Honorarprofessor für Konstruktiven Straßenbau ernannt und erhielt einen Lehrauftrag für Verfahrenstechnik.<ref name=Kiekenap391/>
Kiekenap war von 1970 bis 1976 Präsident des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und wurde zu dessen Ehrenpräsident ernannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitgliederverzeichnis des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e. V. ( vom 16. Juni 2015 im Internet Archive).</ref> Anschließend war er von 1976 bis 1994 Vorsitzender des Vereins zur Berufsförderung der Bauindustrie in Niedersachsen.<ref>Todesanzeige des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen in der Braunschweiger Zeitung vom 23. Januar 2021.</ref> Er war zudem Generalbevollmächtigter der Hastrabau-Wegener GmbH. & Co. KG. in Langenhagen.
Nach seiner Pensionierung 1994 intensivierte der Autodidakt seine Forschungen zur neueren braunschweigischen Geschichte und veröffentlichte mehrere Werke zu Themen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Im selben Jahr wurde Kiekenap die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Braunschweig verliehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste Dr. Ehren halber (h. c.) der Technischen Universität Braunschweig ( vom 14. Mai 2013 im Internet Archive).</ref>
Bernhard Kiekenap war ab 1953 verheiratet, hatte drei Kinder und lebte in Schapen.<ref name=Kiekenap391/> Er starb Ende 2020, wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag.
Schriften
- Die Familie von Veltheim und der Braunschweiger Aufstand im September 1830, Appelhans Verlag, Braunschweig 1998, ISBN 978-3-930292-14-1.
- Schapen – Geschichte eines braunschweigischen Dorfes, Limbach, Braunschweig 1990, ISBN 3-87485-636-4.
- Karl und Wilhelm. Die Söhne des Schwarzen Herzogs.
- Band I, Appelhans Verlag, Braunschweig 2000, ISBN 3-930292-39-4.
- Band II: Literaturübersicht, Quellen und Anmerkungen. Appelhans Verlag, Braunschweig 2000, ISBN 3-930292-40-8.
- Band III: Braunschweig nach 1848, Herzog Wilhelm und die Regenten. Appelhans Verlag, Braunschweig 2004, ISBN 3-937664-07-6.
- Spuren des Löwen: Geschichte und Tradition in Braunschweig und Blankenburg, Appelhans Verlag, Braunschweig 2002, ISBN 978-3930292653.
- SS-Junkerschule. SA und SS in Braunschweig. Appelhans, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-937664-94-1.
- Der Stellvertreter aus Krähenwinkel. Biografische Notizen über Kurt Schmalz (1906–1964), Appelhans Verlag, Braunschweig 2012, ISBN 978-3-941737-74-7.
- Hitlers und Himmlers Henker. Der SS-General aus Braunschweig. Biografische Notizen über Friedrich Jeckeln (1895–1946), Appelhans Verlag, Braunschweig 2013, ISBN 978-3-941737-91-4.
Literatur
- Kiekenap, Bernhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 629.
- Eckhard Schimpf: Bernhard Kiekenap – Der Dorfjunge aus Schapen schaffte es zum Top-Manager. In: Braunschweiger Zeitung vom 6. Februar 2021 (Nachruf)
Weblinks
- Literatur von und über Bernhard Kiekenap im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eckhard Schimpf: Spuren des Löwen, In: Braunschweiger Zeitung vom 29. Oktober 2002.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kiekenap, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Manager, Verfahrenstechnikingenieur und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 19. November 1930 |
| GEBURTSORT | Schapen |
| STERBEDATUM | 29. Dezember 2020 |
| STERBEORT | Schapen |
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