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Turczaninows Hainbuche

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Turczaninows Hainbuche
Datei:Carpinus turczaninovii - J. C. Raulston Arboretum - DSC06155.JPG

Turczaninows Hainbuche (Carpinus turczaninowii)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Haselnussgewächse (Coryloideae)
Gattung: Hainbuchen (Carpinus)
Art: Turczaninows Hainbuche
Wissenschaftlicher Name
Carpinus turczaninowii
Hance

Turczaninows Hainbuche<ref name=deutsch/> (Carpinus turczaninowii) ist ein kleiner Baum aus der Unterfamilie der Haselnussgewächse (Coryloideae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Japan, Korea und China. Das Holz wird zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten und Möbeln verwendet. Sie ist nach Nikolai Turtschaninow benannt.

Beschreibung

Datei:Carpinus turczaninovii - J. C. Raulston Arboretum - DSC06156.JPG
Blätter
Datei:소사나무 꽃 자유공원 11 6 15, Industar-50-2 50mm f3.5.JPG
Fruchtstände

Turczaninows Hainbuche ist ein 10 bis 15 Meter hoher Baum mit dunkelgrauer Rinde. Die Zweige sind graubraun, dünn, anfangs flaumig behaart und später verkahlend. Die Laubblätter haben einen 4 bis 10 Millimeter langen, spärlich flaumig behaarten Stiel. Die Nebenblätter sind linealisch und verbleiben bis zum Laubabfall. Die Blattspreite ist 2 bis 6 Zentimeter lang und 1,3 bis 4 Zentimeter breit, eiförmig, breit eiförmig, eiförmig-elliptisch oder eiförmig rhombisch, selten eiförmig-lanzettlich, spitz oder lang zugespitzt, mit mehr oder weniger gerundeter oder breit keilförmiger, selten mehr oder weniger herzförmiger oder keilförmiger Basis und einem regelmäßig oder unregelmäßig doppelt gesägten seltener einfach gesägten Rand. Es werden acht bis zwölf Nervenpaare gebildet. Die Blattoberseite ist kahl oder entlang der Mittelader spärlich zottig behaart, die Unterseite ist entlang der Blattadern spärlich zottig behaart und zeigt Achselbärte.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die weiblichen Blütenstände sind 3 bis 6 Zentimeter lang. Die Tragblätter sind 6 bis 20 Millimeter lang, 4 bis 10 Millimeter breit, „halb-eiförmig“ bis „halb-länglich“, spärlich flaumig behaart, spitz, lang zugespitzt oder stumpf. Der äußere Blattrand ist unregelmäßig gezähnt, manchmal gelappt, der innere Teil ist ganzrandig oder entfernt, fein gezähnt, mit 2 bis 3 Millimeter langen, eingerollten Lappen an der Basis. Es werden fünf Blattadern gebildet, die netzartigen Adern sind hervorstehend. Als Früchte werden etwa 3 Millimeter lange und 2 Millimeter breite, bis auf die spärlich zottig behaarte Spitze kahle und deutlich gerippte Nüsschen gebildet, die harzig sein können. Turczaninows Hainbuche blüht von Mai bis Juli, die Früchte reifen von Juli bis September.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="IPCN" />

Vorkommen und Standortansprüche

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Japan auf Honshū, Kyushu und Shikoku; auf der Koreanischen Halbinsel und in China in Peking, im Süden der Provinz Gansu, in Henan und Jiangsu, im Süden von Liaoning, in Shaanxi und Shandong.<ref name=GRIN/> Turczaninows Hainbuche wächst in Trockenwäldern der gemäßigten Zone in Höhen von 500 bis 2400 Metern<ref name=FoC/> auf mäßig trockenen bis frischen, schwach sauren bis alkalischen, sandig-lehmigen bis lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die Art ist wärmeliebend und meist frosthart. Sie wird der Winterhärtezone 5a zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −28,8 bis −26,1 °C (−20 bis −15 °F).<ref name=FdG/>

Systematik

Turczaninows Hainbuche (Carpinus turczaninowii<ref name=FoC/> auch geschrieben als Carpinus turczaninovii<ref name=GRIN/>) ist eine Art aus der Gattung der Hainbuchen (Carpinus). Diese wird in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) der Unterfamilie der Haselnussgewächse (Coryloideae) zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde 1869 von Henry Fletcher Hance erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Carpinus stammt aus dem Lateinischen und wurde schon von den Römern für die Hainbuche verwendet.<ref name=Gen_Gat/>

Verwendung

Das Holz von Turczaninows Hainbuche ist sehr hart, dicht und ebenmäßig und wird zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten und Möbeln verwendet.<ref name=FoC/>

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 160.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 160 </ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 160 </ref> <ref name=FoC> Pei-chun Li, Alexei K. Skvortsov: Carpinus turczaninowii, in der Flora of China, Band 4, S. 294</ref> <ref name=GRIN> Carpinus turczaninovii. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 20. Juli 2012 (englisch). </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 130 </ref> <ref name="IPCN">Carpinus koreana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks