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Reformierte Kirche Untersiggenthal

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Datei:Untersiggenthal RefKirche 2012-07-17 16.17.13.jpg
Reformierte Kirche Untersiggenthal

Die reformierte Kirche Untersiggenthal ist die reformierte Kirche in der Teilkirchgemeinde Untersiggenthal der reformierten Kirchgemeinde Baden, im Schweizer Kanton Aargau. Sie wurde 1965 eingeweiht. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.<ref>Kantonale Denkmalpflege Aargau. Signatur: SAK-UNS003 Untersiggenthal, Reformiertes Kirchenzentrum, 1963–1965.</ref>

Geschichte

Bereits im Jahre 1809 kamen die ersten Reformierten nach Untersiggenthal. Es handelte sich dabei um fünf Bauernfamilien aus Brienz, die im Steinenbühl drei Bauernhöfe übernahmen. Zwei Jahre später wurden sie, auf eigenen Antrag hin, der Kirchgemeinde Baden zugeteilt. Erst ab 1914 fanden im Untersiggenthaler Schulhaus regelmässig reformierte Gottesdienst statt und ab 1915 wurden den reformierten Schulkindern von der 3. bis zur 8. Klasse Religionsunterricht erteilt. Als die Kirchgemeinde Baden im Jahre 1959 eine vierte Pfarrstelle schuf, war deren Sitz in Untersiggenthal.

Bereits 1952 hatte die Kirchgemeinde Land in Untersiggenthal gekauft, das durch Zukäufe und Austausch von Grundstücken die notwendige Grösse bekam, so dass die kirchlichen Bauten realisiert werden konnten. Neben der Kirche sollte ein Pfarrhaus und weitere Gemeinderäume entstehen. Im Jahre 1960 fand ein Architekturwettbewerb statt, den das Architekturbüro Siegenthaler aus Baden gewann. 1963 erfolgte die Grundsteinlegung und am 1. Advent 1965 wurde die Kirche eingeweiht.

Auch die Orgel mit 1660 Pfeifen in 27 Registern auf zwei Manualen und Pedal stammt von 1965 und wurde von Orgelbau Kuhn AG in Männedorf erbaut. Das Instrument wurde 2005 renoviert.<ref>Untersiggenthal Ref. Kirche, Profile5 Kt. Aargau. Abgerufen am 14. April 2024.</ref>

In der Glockenstube des Kirchturms, deren Akustik hinsichtlich der Schallentwicklung besonders sorgfältig geplant wurde, hängen fünf Kirchenglocken, deren Schlagtöne auf die Glockengeläute der katholischen Kirche Untersiggenthal und beider Kirchen von Turgi abgestimmt sind. Sie wurden bereits 1963 von der Giesserei H. Rüetschi in Aarau gegossen und waren zunächst auf der Schweizerischen Landesausstellung 1964 in Lausanne zu hören.

  • Glocke 1 mit dem Ton cʼ wiegt 2108 kg und trägt folgende Inschrift: «DER HERR IST GÜTIG, EWIGT WÄHRT SEINE GNADE».
  • Glocke 2 mit dem Ton esʼ wiegt 1218 kg und trägt folgende Inschrift: «DANKET DEM HERRN, PREISET SEINEN NAMEN».
  • Glocke 3 mit dem Ton fʼ wiegt 886 kg und trägt folgende Inschrift: «ERKENNT, DASS DER HERR ALLEIN GOTT IST».
  • Glocke 4 mit dem Ton gʼ wiegt 635 kg und trägt folgende Inschrift: «DIENET DEM HERRN MIT FREUDEN».
  • Glocke 5 mit dem Ton bʼ wiegt 383 kg und trägt folgende Inschrift: «JAUCHZET DEM HERRN, ALLE LANDE».

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 47° 29′ 55,2″ N, 8° 15′ 15,9″ O; CH1903: 661469 / 261199

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