Zum Inhalt springen

Grafschaft Wallerfangen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Mai 2025 um 15:33 Uhr durch 2003:de:bf13:a739:f1c5:402b:ff4f:5a38 (Diskussion) (Literatur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Grafschaft Wallerfangen (lat. Comitatus Walderfinga) erstreckte sich im 10. Jahrhundert über heute deutsche, französische und luxemburgische Gebiete. Die Grafschaft ist nach dem Zentralort Wallerfangen an der mittleren Saar benannt.

Die Grafschaft Wallerfangen erscheint namentlich in drei Privaturkunden aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts (962, 995 und 996). Nach dem Jahr 1000 kam der Name außer Gebrauch. Als Grafen sind bezeugt:<ref>Roland W. L. Puhl: Die Gaue und Grafschaften des frühen Mittelalters im Saar-Mosel-Raum, Diss., Saarbrücken 1999, S. 457f.</ref>

Eine Festungsanlage der Grafen darf in der Dürener Humburg vermutet werden.

Literatur

  • Edith Ennen: Giselbert, Graf in der Wallerfanger Grafschaft, in: Festschrift aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Dillinger Realgymnasiums und der Einweihung des Neubaus in der Dr.-Prior-Straße, hrsg. von Dr. Aloys Lehnert, Dillingen/Saar, 1953, S. 278–283.
  • Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte, Wallerfangen 1953.
  • Roland W. L. Puhl: Die Gaue und Grafschaften des frühen Mittelalters im Saar-Mosel-Raum, Philologisch-onomastische Studien zur frühmittelalterlichen Raumorganisation anhand der Raumnamen und der mit ihnen spezifizierten Ortsnamen (Beiträge zur Sprache im Saar-Mosel-Raum, 13), Dissertation, Saarbrücken 1999, S. 457–463. ISBN 3-930843-48-X
  • Roland W. L. Puhl: Saargau. In: Johannes Hoops / Heinrich Beck (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Bd. 26, Berlin / New York 2004, S. 14f.
  • Heinz Renn: Das erste Luxemburger Grafenhaus (963–1136), Bonn 1941.
  • Camille Wampach: Urkunden und Quellenbuch der altluxemburgischen Territorien bis zur burgundischen Zeit, I, Luxemburg 1935.

Belege

<references />