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Pentachlornitrobenzol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Pentachlornitrobenzol
Allgemeines
Name Pentachlornitrobenzol
Andere Namen
  • Quintozen
  • PCNB
Summenformel C6NCl5O2
Kurzbeschreibung

farblose Nadeln<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-435-0
ECHA-InfoCard 100.001.305
PubChem 6720
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 295,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,718 g·cm−3 (25 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

144 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

328 °C (teilweise Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,1 mg·l−1)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.001.305">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​410
P: 261​‐​264​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​302+352<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

1100 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Pentachlornitrobenzol (Quintozen) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzolderivate.

Gewinnung und Darstellung

Pentachlornitrobenzol kann durch Reaktion von Chlor mit Nitrobenzol gewonnen werden.<ref name="WHO" />

Vorlage:Formel

Eigenschaften

Pentachlornitrobenzol ist ein farbloser aus nadelförmigen Kristallen bestehender Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er zersetzt sich beim Erhitzen, wobei Chlorwasserstoff, Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid entstehen.<ref name="GESTIS" /> Unter Umweltbedingungen wandelt es sich in Pentachloranilin um.<ref name="Harun Parlar, Daniela Angerhöfer">Harun Parlar, Daniela Angerhöfer: Chemische Ökotoxikologie. Springer DE, 1995, ISBN 3-540-59150-8, S. 59 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das technische Produkt ist (abhängig von seiner Reinheit) ein hellgelber bis weißlicher Feststoff mit muffigen Geruch. Er ist löslich in Schwefelkohlenstoff, Benzol, Chloroform, Ketonen und aromatischen oder chlorierten Kohlenwasserstoffen, ist aber praktisch unlöslich in Wasser.<ref name="WHO" />

Verwendung

Pentachlornitrobenzol ist ein Kontaktfungizid, dessen Wirkmechanismus die Lipid-Peroxidation ist. Es wird zur Saatgut- und Bodenbehandlung gegen Pilzerkrankungen, wie Botrytis-, Rhizoctonia- und Sclerotinia-Arten im Acker-, Gemüse- und Zierpflanzenanbau sowie gegen Steinbrand an Weizen eingesetzt.<ref name="RömppOnline">Eintrag zu Quintozen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Es wird in den USA als Fungizid verwendet.<ref name="Robert Irving Krieger">Robert Irving Krieger: Handbook of Pesticide Toxicology. Academic Press, 2001, ISBN 0-12-426260-0, S. 322.</ref> Es wurde erstmals 1868 synthetisiert und in den 1930er Jahren in Deutschland als Fungizid eingeführt.<ref name="WHO">Environmental Health Criteria (EHC) für Vorlage:Linktext-CheckVorlage:Abrufdatum</ref> Seit 1962 wird es in den USA produziert und dort 1964 erstmals zugelassen.<ref name="EPA">EPA: Reregistration Eligibility Decision for Pentachloronitrobenzene (PDF; 2,9 MB)</ref> 1972 betrug die jährliche Produktionsmenge in den USA etwa 1.300 Tonnen, wovon 30–40 % exportiert wurden.<ref name="WHO" />

Zulassung

Die EG-Kommission entschied 2000, dass Pentachlornitrobenzol nicht als Wirkstoff in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen werden soll und alle Zulassungen als Pflanzenschutzmittel zurückzunehmen sind.<ref>Entscheidung der Kommission vom 27. Dezember 2000 über die Nichtaufnahme von Quintozen in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und die Aufhebung der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff (PDF)Vorlage:Abrufdatum (2000/816/EG).</ref> In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />