Thymallus brevirostris
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| Thymallus brevirostris | ||||||||||||
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| Datei:Thymallus brevirostris 657312.jpg
Mongolische Äsche | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Thymallus brevirostris | ||||||||||||
| Kessler, 1879 |
Thymallus brevirostris, englisch auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt, chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value),<ref name="Fishbase"/> ist eine räuberisch lebende Äschenart aus Zentralasien.
Verbreitung
Die Fischart ist in Teilen der Russischen Föderation und in der Seenregion der Mongolei heimisch.<ref name=Fishbase>Thymallus brevirostris auf Fishbase.org (englisch)</ref> Man findet sie im Daingol-Nur-See, im Flussbecken des Kobdo-Flusses, in den Flüssen und Seen des Altaigebirges (z. B. Kirgis-Nor-See), wo sie häufig zusammen mit der Arktischen Äsche vorkommt.<ref name="fishwise"/> Das Verbreitungsgebiet von Thymallus brevirostris beschränkt sich auf das zentralasiatische Becken der westlichen Mongolei und der Grenzregion nach Kasachstan, sowie der Tuwa-Republik im südlichen Sibirien.<ref name="Froufe_Knizhin_Weiss"/>
Formen
Die Mongolische Äsche wird von Forschern als eine Art Relikt aus dem Tertiär angesehen. Morphologische und ökophysiologische Untersuchungen der Spezies aus dem mongolischen Hoton-Nuur-See kamen zu dem Schluss, dass die Art möglicherweise zwei morpho-ökologische Formen aufweist. Daten über Wachstum, Ernährungsgewohnheiten, Geschlecht und Alterszusammensetzung manifestierten diese Beobachtung. Heute ist man der Ansicht, dass es sich um einen räuberischen und einen sich am Boden ernährenden Typ handelt.<ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov"/>
Beschreibung
Die Mongolische Äsche wird in der Regel 39 Zentimeter lang.<ref name="Fishbase"/> Der größte Fisch wog 3,12 Kilogramm, war 65 Zentimeter lang und wurde im Jahr 2010 im Khurgan Lake in der Mongolei gefangen.<ref name="fishing-worldrecords"/> Die sich benthisch ernährende und die räuberische Form unterscheiden sich nicht in Körperform und Färbung. Die dorsale Seite ist schwärzlich, die Bauchseite hell.<ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov"/> Schwarze Flecken sind gleichmäßig auf den Seiten vorhanden, bei manchen Exemplaren fehlend.<ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov"/><ref name="Schöffmann"/> Die Schnauze ist rundlich<ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov"/>, das Maul endständig. Bei adulten Tieren der räuberischen Form reicht der Oberkiefer bis mindestens unter den hinteren Augenrand.<ref name="Schöffmann"/>
Die Rückenflosse ist klein<ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov"/>, eine rötlichviolette Fettflosse ist vorhanden.<ref name="Schöffmann"/> Der Fisch besitzt folgende Flossenformel: Dorsale 4–8 (18–20 Weichstrahlen), Anale 3–4 (8–12 Weichstrahlen).<ref name="Fishbase"/>
Lebensweise
Thymallus brevirostris findet sich überwiegend in isolierten Berggewässern<ref>”found in landlocked basins”</ref>. Die Mongolische Äsche beansprucht den gleichen Lebensraum wie die Arktische Äsche, mit der sie z. T. Hybriden bildet. Die Äsche ist omnivor und lebt zu bestimmten Jahreszeiten räuberisch. Während der Sommermonate bewohnt sie Bergflüsse und Seen in allen Tiefenzonen. Im Herbst und Winter bildet sie vor dem Laichaufstieg große Schwärme vor den Flussmündungen in Seen. Die Fortpflanzung der Mongolischen Äsche ist nur in kaltem, sauerstoffreichem Wasser unterhalb von Temperaturen von +20 °C möglich.<ref name="Fishbase"/>
Wirtschaftliche Bedeutung
Veranstalter von Abenteuer-Angelreisen bieten neben Zielfischen wie dem Taimen, Altai-Osman auch gezieltes Beangeln von Mongolischen Äschen in entlegenen Bergregionen an.<ref>http://fishingtours.corcon.eu/en/Probably-the-biggest-Grayling-in-the-World.aspx</ref>
Gefährdungssituation
Untersucht wurden die Lebensbedingungen der Mongolischen Äsche im Khar-Us-See. Intensivierte Landwirtschaft, der Klimawandel mit den damit verbundenen Änderungen der Wassertemperatur und der Bau des Durgun hydroelektrischen Staudammes gefährden die Population von Thymallus brevirostris. Der hohe Wasserdruck und die damit verbundene Strömung können von der Mongolischen Äsche bei ihren Laichwanderungen nicht überwunden werden. Verbreitung und Migrationen der Fischarten in der Seenregion Khar Us, Durgun, Khar, Airag und Khyargas separieren die Populationen in einen westlichen und einen östlichen Teil. Ihre Laichgründe haben sich durch menschliche Baumaßnahmen verschoben.<ref name="mongolia"/>
Literatur
- Lev Semyonovich Berg: Fresh-water fishes of Soviet Union and adjacent countries. 1948, S. 423.
- A.L. Antonov: A new species of grayling *Thymallus burejensis* sp. nova (Thymallidae) from the Amur basin, 2004, S. 445.
- Maurice Kottelat: Fishes of Mongolia. A check-list of the fishes known to occur in Mongolia with comments on systematics and nomenclature, The World Bank, Washington DC 2006, S. 24.
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="fishwise"> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> <ref name="Slynko_Mendsaykhan_Kas’anov">Yu. V. Slynko, B. Mendsaykhan, A. N. Kas’anov: On Intraspecies Forms of the Mongolian grayling (Thymallus brevirostris Kessl.) from Hoton Nur Lake (Western Mongolia). In: Journal of Ichthyology, 2010 (Online).</ref> <ref name="fishing-worldrecords">http://www.fishing-worldrecords.com/scientificname/Thymallus%20brevirostris/show</ref> <ref name="Froufe_Knizhin_Weiss">E. Froufe, I. Knizhin und S. Weiss: Phylogenetic analysis of the genus Thymallus (grayling) based on mtDNA control region and ATPase 6 genes, with inferences on control region constraints and broad-scale Eurasian phylogeography. In: Molecular Phylogenetics and Evolution 34, 2005, S. 106–117 (Online).</ref> <ref name="Schöffmann">Johannes Schöffmann: Die Äschen (Thymallinae) der Mongolei aus den drei verschiedenen Entwässerungsgebieten. In: Österreichs Fischerei. Band 52, 1999, S. 62–64 (Vorlage:ZOBODAT).</ref> <ref name="mongolia">A Threat to the Mongolian grayling</ref> </references>