Jack Lewis (Produzent)
Jack Lewis (* in Los Angeles; † im Januar 2011 ebenda<ref>Jack Lewis bei Discogs.</ref>) war ein US-amerikanischer Musikproduzent.
Leben und Wirken
Lewis, der in einem jüdischen Waisenhaus aufwuchs und früh ein Auge verlor, begann seine Karriere als Schallplattenverkäufer im Sunset and Vine Record Shop in Los Angeles, bevor er als 18-Jähriger in New York als A&R bei Columbia Records eingestellt wurde. Er arbeitete ab den 1950er Jahren als Musikproduzent für das Label RCA Victor, wo er zunächst das Sublabel Vic Records<ref>Saxophone journal, Volume 12, Dorn Publications, 1987.</ref> und ab Mitte des Jahrzehnts die Reihe Jazz Workshop Series betreute, in der u. a. The Jazz Workshop von George Russell und weitere LPs gleichen Titels von Manny Albam, Billy Byers und Hal McKusick erschienen.<ref>Stephanie Stein Crease: Gil Evans: Out of the Cool – His Life and Music. S. 184.</ref>
Ende der 1950er Jahre war Lewis für United Artists Records tätig,<ref>Vgl. David Dachs: Anything Goes: The World of Popular Music. Bobbs-Merrill Co./H.W. Sams, 1964.</ref> auf dem von ihm produzierte Schallplatten von Art Farmer (Modern Art, 1958), Randy Weston (Little Niles)<ref>Information bei Randy Westons Webpräsenz.</ref> und Bob Brookmeyer (The Ivory Hunters 1959, mit Bill Evans) veröffentlicht wurden.<ref>Marc myers: Interview mit Bob Brookmeyer 2009.</ref> Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit Musikern wie Duke Ellington, Coleman Hawkins, Shorty Rogers,<ref>Gordon Jack, Fifties Jazz Talk: An Oral Retrospective, S. 201.</ref> Zoot Sims, Al Cohn,<ref>Texas Monthly, September 1985, S. 289.</ref> André Previn,<ref>Gene Lees. Friends Along the Way: A Journey Through Jazz, S. 45.</ref> Milt Jackson, João Gilberto, Nina Simone, Jackie & Roy, Herbie Hancock, Bill Holman, The Lovin’ Spoonful und dem Regisseur Woody Allen. Er produzierte auch die Musik zu Filmen wie Lawrence von Arabien (1962), Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964) und verschiedene Jazz-Anthologien.<ref>Nachruf von Rob Seifert Gage.</ref>
Mit seinem Geschäftspartner Monte Kay (1924–1988) gründete Lewis Mitte der 1960er Jahre das Label Ascot, auf dem unter anderem Singles der Country Rockband International Submarine Band erschienen, die jedoch erfolglos blieben.<ref>Vgl. John Einarson: Desperados: The Roots of Country Rock. Cooper Square Press, 2001.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zum Byrds-Album ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Oktober 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Sweetheart of the Rodeo.</ref> Für Mercury Records produzierten die beiden Musik der Sängerin Nora Guthrie,<ref>Billboard, 28. Oktober 1967.</ref> für Polydor 1970 das Album Turn it Over von Tony Williams’ Gruppe Lifetime mit John McLaughlin.<ref>Hinweis bei Discogs.</ref> Anfang der 1970er Jahre betrieben Lewis und Kay das kurzlebige Label Little David Records, auf dem vorwiegend Schallplatten der Komiker George Carlin, Flip Wilson und des Sängers Kenny Rankin, aber auch Jazzmusik von John Lewis und Hank Jones erschien.<ref>Diskografie von Little David Records.</ref>
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lewis, Jack |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Musikproduzent |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Los Angeles |
| STERBEDATUM | Januar 2011 |
| STERBEORT | Los Angeles |