Zum Inhalt springen

Fanny Freund-Marcus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Mai 2025 um 13:11 Uhr durch imported>Berita (Leben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Fanny Freund-Marcus, auch: Fanny Freund-Markus (* 18. Dezember 1872 in Wien als Fanni Emilie Marcus<ref>Geburtsbuch der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Band E, Nro. 4382 (Faksimile bei FamilySearch, kostenlose Anmeldung erforderlich); Trauungsbuch Wien Stadttempel, Band O, fol. 36 (Faksmile bei FamilySearch).</ref>; † 11. Dezember 1942 in Theresienstadt<ref name="doew">Datenbankeintrag in der Liste der Shoah-Opfer des DÖW.</ref>) war eine österreichische Publizistin, Redakteurin und Frauenrechtsaktivistin, die einzelne ihrer Beiträge als F. F.-M. zeichnete.<ref>Fanny Freund-Marcus in der Datenbank Frauen in Bewegung 1848–1938 der Österreichischen Nationalbibliothek</ref>

Leben

Fanny Freund-Marcus leitete vor dem Ersten Weltkrieg den „Ersten Wiener Gabelsberger Damen-Stenographieverein“, der Ausbildungskurse für Frauen und Mädchen anbot. Sie war 1910 Mitgründerin und später langjährige Präsidentin der Reichsorganisation der Hausfrauen Österreichs, bis sie 1929 zurücktrat. Nach Kriegsende amtierte sie weiters als Vorsitzende der Kommission für Ernährung des Bundes Österreichischer Frauenvereine (BÖFV). Von 1926 bis 1928 war sie Redakteurin des Magazins Die moderne Frau, das sie zusammen mit Eise Ehrlich und Dora Steininger herausgab und das ab 1928 unter ihrer redaktionellen Leitung als Beilage der Zeitschrift Die Frau und Mutter erschien.<ref name="Malleier">Elisabeth Malleier: Zur Verschränkung jüdischer, frauenbewegter und nationaler Identitäten: das Engagement jüdischer Frauen während des Ersten Weltkrieges in Wien. In: Mitteilungen des Instituts für Wissenschaft und Kunst. biografiA: neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung. 56. Jg. Nr. 4, 2001, S. 13–14 (PDF).</ref>

Fanny Freund-Marcus publizierte Artikel in den Organen der ROHÖ (Frauenblatt, Die Österreichische Hausfrau) und des BÖFV (Der Bund, Die Österreicherin). Auch in anderen Zeitschriften wie Neues Frauenleben erschienen ihre Beiträge, die sich unter anderem mit Fragestellungen der Hauswirtschaftslehre beschäftigten. Weiters hielt sie Vorträge zu politischen und feministischen Themen wie beispielsweise die Stellung der Frau im Ernährungswesen Österreichs, die Frau in Landesversammlung und Gemeinde sowie die Bedeutung des Weiterbestandes des BÖFV zur Verteidigung der erreichten politischen Rechte der Frauen.<ref name="Malleier" />

Fanny Freund-Marcus war mit Alexander Freund († 1928) verheiratet und hatte einen Sohn Max.<ref name="Malleier" />

Sie wurde im Juli 1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert und starb dort im Dezember 1942 eine Woche vor ihrem 70. Geburtstag.<ref name="doew" />

Veröffentlichungen

Literatur

  • Elisabeth Malleier: Jüdische Frauen in der Wiener bürgerlichen Frauenbewegung 1890–1938. Forschungsbericht. E. Malleier, Wien 2001.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein