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Otto Risse

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Otto Hans Heinrich Risse (* 1. Oktober 1898 in Kiel<ref>StA Charlottenburg I, Heiratsurkunde Nr. 207/1928</ref>; † 3. Januar 1989) war ein deutscher Architekt.

Leben

Otto Risse war nach Studium und Referendariat zunächst als Regierungsbaumeister (Assessor) im Staatsdienst tätig, später gab er die Beamtenlaufbahn auf und betätigte sich als freischaffender Architekt. Er errichtete in Berlin zunächst zahlreiche kirchliche Bauten. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er, zumeist in Zusammenarbeit mit seinem Partner Hans Geber (1889–1973), in dieser Stadt bedeutende Beispiele der Nachkriegsmoderne, unter anderem auch für die Freie Universität Berlin.

Während seines Studiums wurde er Mitglied im Akademischen Verein Motiv,<ref>Der Schwarze Ring. Mitgliederverzeichnis. Darmstadt 1930, S. 37.</ref> für den er 1968 das Korporationshaus entwarf.

Bauten

(alle in Berlin)

  • 1929–1930: Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) in Niederschöneweide, Fennstraße 5/6 (mit Kurt Vogeler)<ref>AOK-Versicherungsgebäude in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1935: Umbau eines Ausflugslokals zur Hindenburg-Gedächtnis-Kirche (seit 1946 Apostel-Paulus-Kirche) in Hermsdorf, Wachsmuthstraße 28<ref>Ev. Apostel-Paulus-Kirche in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1937: Ernst-Moritz-Arndt-Gemeindeheim (gen. „Zwiebelturmkirche“) in Altglienicke, Rosestraße 42<ref>Foto der Zwiebelturmkirche auf flickr, zuletzt abgerufen am 22. August 2012</ref>
  • 1937: Paul-Gerhardt-Gemeindeheim in Bohnsdorf, Reihersteg 36<ref>Ev. Gemeindezentrum Paul Gerhardt in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1937: Theodor-Fliedner-Heim in Mahlsdorf, Schrobsdorffstraße 35/36<ref>Ev. Gemeindeheim Theodor Fliedner in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1943: Eigenes Wohn- und Atelierhaus in Zehlendorf, Laehrstraße 1<ref>Haus Risse in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1952: Büro- und Geschäftshaus Bayer-Haus in Charlottenburg, Kurfürstendamm 178/179 (mit Geber)<ref>Bayer-Haus in der Berliner Landesdenkmalliste</ref><ref>Haus Bayer auf www.berlin.de (Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z), zuletzt abgerufen am 7. Juli 2012</ref><ref>Schulz, Der Tagesspiegel vom 12. Juli 2012</ref><ref>Roman Hillmann: Die erste Nachkriegsmoderne. 2011.</ref>
  • 1955: Hoechst-Haus in Charlottenburg, Hardenbergstraße 11 / Steinplatz 1 (mit Geber)
  • 1956: Geschäftshaus der Hamburg-Mannheimer Versicherung in Charlottenburg, Kurfürstendamm 32 (mit Geber)<ref>Hamburg-Mannheimer auf www.eduardoperez.de, zuletzt abgerufen am 14. Juni 2018</ref>
  • 1958: Gebäude der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Freien Universität Berlin in Dahlem, Garystraße 21 (mit Geber)<ref>Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1959: Gebäude der Juristischen Fakultät der Freien Universität Berlin in Dahlem, Van't-Hoff-Straße 8 (mit Geber)<ref>Juristische Fakultät in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
  • 1960: Hoffnungskirche in Tegel, Tile-Brügge-Weg 49
  • 1961: Stephanuskirche in Zehlendorf, Hochbaumstraße 78 (mit Geber)
  • 1963: Gebäude für Anorganische und Analytische Chemie der Freien Universität Berlin in Dahlem, Fabeckstraße 34/36 (mit Geber)
  • 1964: Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule in Charlottenburg, Heckerdamm 221 (mit Geber und Hans Bandel)
  • 1968: Neubau einer Stadtmissionskirche, Johanniterstraße 2 (mit Geber)<ref>Marina Wesner: Kreuzberg und seine Gotteshäuser, Kirchen - Moscheen - Synagogen - Tempel. Berlin-Story-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-929829-75-4, S. 87 ff.</ref>
  • 1968: Verbindungshaus des AV Motiv in Charlottenburg, Leibnizstraße 14
  • 1972: Raiffeisenhaus in Charlottenburg, Ernst-Reuter-Platz 3–5 (mit Geber)

Einzelnachweise

<references />