Schrapfendorf
Schrapfendorf Stadt Treffurt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(8)&title=Schrapfendorf 51° 5′ N, 10° 13′ O
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| Fläche: | 1,33 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Schrapfendorf, Stadt Treffurt. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | 8<ref>Ortsteil Schrapfendorf. In: Webauftritt. Stadt Treffurt, abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 6 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 99830 | |||||
| Vorwahl: | 036926 | |||||
Schnellmannshausen mit Volteroda, Hattengehau und Schrapfendorf
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Der Hof Schrapfendorf (auch „Unterster Hof“) ist ein Weiler mit eigener Gemarkung im Stadtteil Schnellmannshausen im Wartburgkreis in Thüringen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 1,51 MB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Treffurt, abgerufen im Februar 2026.</ref> Er gehört seit 1993 zur Stadt Treffurt.
Geographische Lage
Der Weiler befindet sich etwa sechs Kilometer südlich der Kernstadt Treffurt im Tal des Schnellmannshäuser Bachs.
Geschichte
Der Hof mit dem klangvollen Namen Schrapfendorf stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert, seit 1925 ist er im Familienbesitz der Deisenroths. Alten Überlieferungen zufolge war er ein Mönchssitz, vermutlich ein zur Schnellmannshäuser Flur gehörender Wirtschaftshof im Besitz der fünf Kilometer entfernten Probstei Zella, erzählte der Besitzer Hans Deisenroth in einem Zeitungsinterview. Als ein einträgliches Hobby betreiben die Deisenroths im Quellteich beim Gehöft eine Karpfen- und Forellenaufzucht.<ref name="Wille">Eva Gebhardt: Frischer Fisch vom Mönchssitz. Schrapfendorf seit 1925 im Familienbesitz. In: Thüringische Landeszeitung. Eisenach 29. Dezember 1992.</ref> Der heutige Hof Schrapfendorf befindet sich im Areal der im 14. Jahrhundert als Wüstung genannten Siedlung Schrapfendorf und gehörte im Hochmittelalter zum Gebiet der edelfreien Herren von Treffurt. An Schrapfendorf zog die von Creuzburg über Hattengehau führende Altstraße in Richtung Treffurt vorbei. Hier mündete zugleich ein aus dem Mertelstal kommender Straßenzug, der zum Gipfel des Heldrasteins aufsteigt und auch zu der im Hochmittelalter im Besitz der Treffurter Ritter gehörenden Hüneburg führt.
1640 wurde der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 256.</ref> Er gehörte damals zum Amt Creuzburg.
Der Flurname Judengottesacker am Eingang des Mertelstals, nahe bei Schrapfendorf, erinnert an einen dort gelegenen mittelalterlichen jüdischen Friedhof.
Literatur
- Gemeindeverwaltung Falken (Hrsg.): 900 Jahre Falken an der Werra. Druck- und Verlagshaus Frisch, Eisenach 2004, ISBN 3-931431-31-2, S. 186.
- Jürgen Runzheimer: Treffurt und Burg Normannstein. Von den Anfängen bis zum Ende des Condominiums im 19. Jahrhundert. 24 Aufsätze zur Geschichte. 2. Auflage. Selbstverlag, Gladenbach-Runzhausen 2004.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Falken | Großburschla | Ifta (mit Wolfmannsgehau) | Schnellmannshausen (mit Hattengehau, Schrapfendorf und Volteroda) | Treffurt