Zum Inhalt springen

Emscherbrunnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Mai 2025 um 08:06 Uhr durch imported>Peter in s (Commonscat mit Helferlein hinzugefügt, etwas umgestellt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:ImhoffSickergrube.jpeg
Imhoff-»Sickergrube« für ein südtiroler Bauernhaus, bereits versenkt. Vorne der Ausfluss zur Sickerleitung ist noch nicht angeschlossen. Hersteller: Rototec, Lunano, Pesaro-Urbino / Marken

Der Emscherbrunnen, auch Imhoff-Tank genannt, ist ein Absetzbecken zur mechanischen Abwasserreinigung.

Funktionsweise

Datei:Emscherbrunnen.jpg
Emscherbrunnen, entwickelt 1907 von Karl Imhoff
a) Absetzraum b) Faulschlammabzug c) Schlammentnahme d) Schwimmschlammabzug f) Faulraum

(Klärwasserzulauf im Bild nicht dargestellt)

Aus dem Klärwasser, welches das Absetzbecken in Längsrichtung durchströmt, sinkt der Schlamm durch sein Eigengewicht und rutscht die schrägen Wände herab in den eigentlichen Faulraum. Es ist eine Spezialform des Dortmundbrunnens.

Emscherbrunnen haben wegen ihres verhältnismäßig kleinen Absetzraums eine geringe hydraulische Belastbarkeit. Wegen der Entkopplung von Absetzraum und Faulraum kann bei der regelmäßig erforderlichen Schlammentnahme der aufgewirbelte Schlamm das vorgereinigte, von Feststoffen zum großen Teil befreite Abwasser nicht wieder belasten.<ref>Gunther Geller, Gunhild Höner: Anwenderhandbuch Pflanzenkläranlagen. Praktisches Qualitätsmanagement bei Planung, Bau und Betrieb. Springer, Berlin u. a. 2003, ISBN 3-540-40135-0. (online auf: books.google.de)</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Emscherbrunnen (Bauweise, Betrieb).] In: geschichte-reckenfeld.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geschichte

Das Prinzip des Emscherbrunnens wurde 1907 von Karl Imhoff entwickelt.<ref>Karl Imhoff: Berufserinnerungen eines Wasseringenieurs. In: Karl und Klaus R. Imhoff: Taschenbuch der Stadtentwässerung. Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-8356-3094-9, S. 5. (online auf: books.google.de)</ref> International ist daher auch die Bezeichnung Imhoff-Tank gebräuchlich.<ref name="Schlammfaulung">Hanns Roediger, Markus Roediger, Helmut Kapp: Anaerobe alkalische Schlammfaulung. 4. Auflage. Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-8356-6103-5.</ref>

Seinen Namen hat der Emscherbrunnen vom Emscherverband, der ihn in den Kläranlagen des Ruhrgebietes erstmals einsetzte. Imhoff hatte die erste Anlage dieser Art in Recklinghausen konstruiert.<ref name="Schlammfaulung" />

Literatur

  • Karl Imhoff, Klaus R. Imhoff, Norbert Jardin: Taschenbuch der Stadtentwässerung. 30. Auflage. Oldenbourg Industrieverlag, München 2007, ISBN 978-3-8356-3094-9, S. 303 ff.

Weblinks

Commons: Emscherbrunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />