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Himalaya-Flieder

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Himalaya-Flieder
Datei:Syringa emodi 001.jpg

Himalaya-Flieder (Syringa emodi)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Gattung: Flieder (Syringa)
Art: Himalaya-Flieder
Wissenschaftlicher Name
Syringa emodi
Wall. ex Royle

Der Himalaya-Flieder<ref name=deutsch/> (Syringa emodi) ist ein Strauch mit hell lilafarbenen bis weißen Blüten aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Indien, Nepal und Pakistan. Die Art wird häufig als Zierstrauch verwendet.

Beschreibung

Datei:Syringa emodi IMG 0989.jpg
Blätter

Der Himalaya-Flieder ist ein 2 bis 5 Meter hoher, straff aufrechter Strauch mit dicken, bräunlichen oder dunkel olivgrünen und mit helleren Korkporen besetzten Zweigen. Endknospen sind vorhanden. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Stiel ist 1 bis 1,5 Zentimeter lang,<ref name=Fitschen/> die Stielbasis ist violett. Die Blattspreite ist ledrig, einfach, bis zu 9 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit, ganzrandig, elliptisch bis länglich, kurz zugespitzt und mit verschmälerter Basis. Die Blattoberseite ist tiefgrün und kahl, die Unterseite ist dicht warzig, glatt, weißlich oder blaugrün und bei jungen Blättern leicht behaart. Die Blattadern sind hervorstehend.<ref name=FdG/><ref name=FoPa/>

Die duftenden Blüten wachsen in 8 bis 18 Zentimeter langen, dichten, ziemlich breiten und fein behaarten Rispen mit basal stehenden Blättern. Die Blütenkrone ist weiß bis lilafarben. Die Kronröhre ist schmal und etwa 8 Millimeter lang, die Kronzipfel sind kürzer, linealisch-länglich und zurückgeschlagen. Die Staubbeutel sind hervorragend. Als Früchte werden 15 Millimeter lange und 4 Millimeter durchmessende, zylindrische, leicht gebogene und zugespitzte, glatte oder etwas warzige Kapseln gebildet, die sich in zwei Hälften öffnen. Der Himalaya-Flieder blüht von Mai bis Juli, die Früchte reifen von September bis Oktober.<ref name=FdG/><ref name=FoPa/>

Datei:Himalaya-Flieder.jpg
Himalaya-Flieder Blüten

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Asien in Nordwest-Indien, im Norden Pakistans, in Afghanistan und Nepal.<ref name=GRIN/><ref name=FdG/> Auch in Tibet (Jilang Xian) kommt er vor.<ref name="WCSP" /> Der Himalaya-Flieder wächst in kühlfeuchten Wäldern auf schwach sauren bis alkalischen, humosen oder sandig-lehmigen Böden an sonnigen Standorten. Die Art ist wärmeliebend und meist frosthart. Sie wird der Winterhärtezone 5a zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −26,0 bis −23,4 °C.<ref name=FdG/> In Pakistan findet man die Art bis zur subalpinen Zone in Höhen von 2000 bis 3000 Metern.<ref name=FoPa/>

Systematik

Der Himalaya-Flieder (Syringa emodi) ist eine Art aus der Gattung der Flieder (Syringa) in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Dort wird sie der Tribus Oleeae zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde von John Forbes Royle 1835 erstmals wissenschaftlich gültig in Illustrations of the Botany ... of the Himalayan Mountains ... Seite 267 Tafel 65 Figur 2 als Syringa emodi beschrieben.<ref name=FoPa/> Royle hatte den Namen von Nathaniel Wallich übernommen. Der Gattungsname Syringa wurde von Linné 1753 gewählt, zuvor ab dem 16. Jahrhundert wurde der Name sowohl für den Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris) als auch für den Europäischen Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) verwendet. Der Name kann wahrscheinlich von der griechischen „syrigs“ abgeleitet werden, einem Blasinstrument, das man aus den Ästen des Pfeifenstrauchs herstellen kann.<ref name=Gen_Gat/> Das Artepitheton emodi leitet sich von „Emodos“ ab, eine auf der Weltkarte des Ptolemaios verzeichnete Gebirgskette im Gebiet des Karakorum und Himalayas und verweist damit auf das Verbreitungsgebiet der Art im Himalaya.<ref name=Gen_Art/> Nach R. Govaerts ist auch Syringa tibetica <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Y.Pai ein Synonym des Himalaya-Flieders und er kommt deshalb auch in Tibet vor.<ref name="WCSP" />

Verwendung

Der Himalaya-Flieder wird häufig aufgrund seiner dekorativen und duftenden Blüten als Zierstrauch verwendet.<ref name=FdG/> In Pakistan dienen seine Blätter auch als Nahrung für Ziegen.<ref name=FoPa/>

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 638–639.
  • Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 827.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 638 und nach Fitschen: Gehölzflora, S. 827 </ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 638–639 </ref> <ref name=Fitschen> Jost Fitschen: Gehölzflora, 12. Auflage, S. 827 </ref> <ref name=FoPa>Syringa emodi. In: Flora of Pakistan. www.eFloras.org, S. 238, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).</ref> <ref name=GRIN> Syringa emodi. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch). </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 625 </ref> <ref name=Gen_Art> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 227 </ref> </references>

Weblinks

Commons: Himalaya-Flieder (Syringa emodi) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Syringa emodi. In: The Plant List. Abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).