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Mondpalast

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Datei:Herne Mondpalast.jpg
Mondpalast, benannt nach dem Mond von Wanne-Eickel
Datei:Herne Mondpalast Autostitch.jpg
Mondpalast
Datei:Herne Wanne Palastkantine.jpg
Die Palastkantine, Ansicht vom Wanner Stadtgarten

Der Mondpalast von Wanne-Eickel ist ein Volkstheater des Ruhrgebiets. Eröffnet wurde das Theater am 28. Januar 2004 von Christian Stratmann, Bruder des Kabarettisten Ludger Stratmann.<ref>„Mondpalast: Besser kann's gar nicht laufen“, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) vom 6. März 2004, @1@2Vorlage:Toter Link/www.mondpalast.commondpalast.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Zusammen mit diesem hatte er bis Ende 2003 das Stratmanns Theater Europahaus in Essen betrieben, sich zu Gunsten des Mondpalastes aber zurückgezogen.<ref>„Christian Stratmann überlässt das Europahaus seinem Bruder“, Informationsdienst Ruhr, Meldung vom 25. Juli 2003, idruhr.de</ref> In einem Interview mit der Welt am Sonntag erklärte Stratmann Anfang 2005, dass die Zielsetzung des Theaters die Aufführung regionaler Stücke mit einem festen Ensemble sei. Dies sei ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich mit einem Gastspielhaus wie dem seines Bruders. Stratmann erklärte zum inhaltlichen Schwerpunkt: „Wir bedienen in erster Linie Klischees. Typisches Ruhrgebietspersonal wie der Bergmann, der Taubenzüchter, die Kneipenwirtin und der Fußballfan treten bei uns auf“.<ref>„Wir bedienen hier in erster Linie Klischees“, Welt am Sonntag vom 27. Februar 2005, @1@2Vorlage:Toter Link/www.mondpalast.commondpalast.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Geschrieben werden die Stücke in der Regel durch den Ruhrgebiets-Autor Sigi Domke. Chef-Dramaturg des Hauses ist der Gründungsintendant, Regisseur und Schauspieler Thomas Rech. Mondpalast-Komödien sind ausschließlich im Mondpalast zu sehen. Der Mondpalast steht zudem Pate für das Fußballstadion des DSC Wanne-Eickel. Das Stadion im Sportpark Wanne-Süd heißt seit dem 9. August 2009 Mondpalast-Arena.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Umbenennung des Stadions des DSC Wanne-Eickel (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sn-herne.de</ref>

Geschichte

Das Theater befindet sich im Städtischen Saalbau (ehem. Kaisersaal und Stadtgartensaal) des Stadtgartens im Herner Stadtteil Wanne (bis 1975 eigenständige Stadt Wanne-Eickel). Der wilhelminische Jugendstilbau entstand 1911 und hat seitdem eine lange Theatergeschichte erlebt. Von Kurt Seiffert in den 1920er Jahren, über Zarah Leander bis hinzu Theo Lingen und Maria Schell standen hier viele Theatergrößen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Das Haus selbst ist mit wilhelminischem Haupthaus und einem postmodernen Foyer selbst ein Stück Ruhrarchitektur zwischen Tradition und Moderne.<ref>„Das Haus“, Eigendarstellung des Mondpalasts, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />mondpalast.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mondpalast.com</ref> Das Haus hat mit 500 Sitzplätzen eine deutlich größere Kapazität als andere Volkstheater wie das Ohnsorg-Theater in Hamburg und das Millowitsch-Theater in Köln. Mehr als 800.000 Gäste seit Gründung machen es laut Christian Stratmann zu einem der größten Volkstheater Deutschlands.<ref>„Bilanz im Mondpalast“: Größer als Ohnsorg (WAZ Rhein Ruhr 16. Februar 2007) @1@2Vorlage:Toter Link/www.mondpalast.commondpalast.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Das im gleichen Gebäude befindliche Restaurant, die Palastkantine, ist um die Theateraufführungen und auch in den Pausen geöffnet. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Hauses war im Oktober 2009 der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und seiner Ehefrau Eva Luise, die im Mondpalast einer Aufführung der Kickerkomödie "Ronaldo & Julia" beiwohnten. Im Jahre 2021 erschien das Buch Der Prinzipal und ich. Wirklich wahre Geschichten aus dem Mondpalast. Autor ist Thomas Rech, Gründungsintendant, Regisseur und Schauspieler des Theaters seit der ersten Vorstellung im Januar 2004. Eine sehr persönliche Liebeserklärung an den Mondpalast und auch "ein ganz klein wenig an unseren Prinzipal …"<ref>Thomas Rech, Der Prinzipal und ich. Wirklich wahre Geschichten aus dem Mondpalast Von einem, der auszog, dabei zu sein. Henselowsky Boschmann Verlag 2021. ISBN 978-3-948566-12-8</ref>

Komödien

Die bekannteste und erfolgreichste Inszenierung des Mondtheaters ist die seit Eröffnung ununterbrochen gespielte Komödie „Ronaldo & Julia“. Thematisch an das Shakespeare-Drama Romeo und Julia angelehnt erzählt das Stück von zwei Familien, die in Wanne-Eickel Wand an Wand jeweils eine Kneipe betreiben. Während die Montakowskis aber dem Fußballverein FC Schalke 04 anhängen, fiebern die Kapulinskis ausgerechnet für Borussia Dortmund. Traditionell sind die Anhänger dieser Vereine stark verfeindet (siehe auch: Revierderby), so dass die sich entwickelnde Liebe zwischen dem königsblauen Roland „Ronaldo“ Montakowski und der schwarz-gelben Julia Kapulinski unter keinem guten Stern steht. Wird sich die Liebe zwischen den beiden über die Feindschaft hinwegsetzen?<ref>„Schalke verliebt sich in BVB“, Westfälische Rundschau vom 30. Januar 2004, @1@2Vorlage:Toter Link/www.mondpalast.commondpalast.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Zur 500. Aufführung am 17. Oktober 2007 übernahm der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer eine kurze Gastrolle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bühne frei für Rudi Assauer. (Memento vom 16. November 2007 im Internet Archive) WDR-Meldung vom 18. Oktober 2007.</ref>

Bundesweite Bekanntheit erlangte der Mondpalast durch „Dinner for Wan(ne)“, bis 2014 die einzige Ruhrgebietsversion des Silvestersketches Dinner for One von Freddie Frinton. Diese Komödie ist seit 2007 alljährlich an Silvester in einer Aufzeichnung im WDR-Fernsehen zu sehen. Im Februar 2016 zeichnete der WDR im Mondpalast von Wanne-Eickel und im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten eine TV-Fassung der Fußballkomödie „Ronaldo & Julia“ auf, die im April 2016 erstmals im WDR-Fernsehen gesendet wurde.

In der Vergangenheit gab es einzelne Gastauftritte wie z. B. mit dem Stück „Auf der Wilden Rita“ auf der Nordseeinsel Norderney,<ref>„Wilde Rita schlägt Wellen“, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Ausgabe Herne vom 27. Juli 2006, @1@2Vorlage:Toter Link/www.mondpalast.commondpalast.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> mit „Ronaldo und Julia“ in Dortmund, Gladbeck und Unna<ref>eldoradio* Podcast vom 19. April 2007, @1@2Vorlage:Toter Link/www.eldoradio.deeldoradio.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> sowie mit der "Flurwoche" in der Grugahalle Essen.

Bekannte Komödien (Auszug)

  • Ronaldo & Julia
  • Auf der Wilden Rita (früher: Die Senior-Ritas)
  • Wat'ne herrliche Welt
  • Selbs' in Schuld
  • Peterchens Mondfahrt
  • Wilhelmstraße
  • Anne Tanke
  • Otello, der Schwatte von Datteln
  • Frohet Fest
  • Ein kleiner Engel zweiter Klasse
  • Die Wanne-Kopps
  • Flurwoche
  • Herr Pastor und Frau Teufel
  • Der zerdepperte Pott
  • Das Phantom vom Oppa
  • Die (fast) glorreichen Sieben
  • Das Schweigen der Frösche

Bedienung ÖPNV

Linie Verlauf Takt (Mo–Fr) Betreiber
SB27 Marl Mitte Datei:S-Bahn-Logo.svg – Friedhof Alt-Marl – Herten-Langenbochum – Paschenberg – Über den Knöchel (Herten Datei:S-Bahn-Logo.svg, 150 m) – Herten Mitte (Herten Datei:S-Bahn-Logo.svg, 500 m) – Herten Rathaus (Herten Datei:S-Bahn-Logo.svg, 300 m) – Herten-Süd – Bergbau Ewald 1/2 – Hertener Mark Tennisplatz – Wanne Waldfriedhof (– Hertener Mark Hohewardstraße) (einzelne Fahrten im Berufsverkehr) – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Fernverkehr S-Bahn 30 min Vestische
312 (Wanne Waldfriedhof –) Herne Im Dannekamp – Wanne Markt – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Juliastraße/Großmarkt – Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn – Herne Mitte Stadtbahn – Kulturzentrum – Hölkeskampring Stadtbahn – Marienhospital (→ Flottmann-Hallen) – Herne-Südpool
(ab/bis Wanne Waldfriedhof nur samstags, sonn- und feiertags tagsüber)
20 min HCR
323 Bickern – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Crange – Baukau-Ost – Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn – Herne Mitte Stadtbahn – Archäologie-Museum/Kreuzkirche Stadtbahn – Krankenhaus Wiescherstr. − Tierpark Gysenberg – Siedlung Constantin – Bochum-Hiltrop Kirche 20 min HCR
328 Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Mondpalast – Unser Fritz 30 min HCR
384 Gelsenkirchen-Heßler, Terneddenstr. – Gelsenkirchen-Schalke – Bergwerk Consolidation – Trinenkamp – Gelsenkirchen-Bismarck – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn (fährt weiter als Linie 342) 60 min Bogestra
NE7 Herten Mitte – Herten-Süd – Bergbau Ewald 1/2 – Hertener Mark Tennisplatz – Wanne Waldfriedhof – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Fernverkehr S-Bahn
NachtExpress: In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen
60 min Vestische
NE34 NachtExpress: Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn → Crange → Unser-Fritz → Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn → Bickern → Röhlinghausen → Eickel → Mondpalast → Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn
Fährt in den Nächten Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag, vor Feiertagen und nach besonderer Ankündigung
60 min HCR

Literatur

  • Thomas Rech, Der Prinzipal und ich. Wirklich wahre Geschichten aus dem Mondpalast. Henselowsky Boschmann Verlag, Bottrop 2021, ISBN 978-3-948566-12-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 31′ 57″ N, 7° 9′ 15″ O

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