Thiazi.net
| Sprachen | Deutsch |
|---|---|
| Betreiber | seit 2012: Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. |
| Redaktion | vor 2012: Klaus Werner Ruthenberg; seit 2012: Michael Parak |
| Registrierung | nein |
| Online | seit 2007 |
| www.thiazi.net | |
Thiazi.net war ein deutschsprachiges rechtsextremes Internetforum, das 2007 gegründet wurde und vorher den deutschsprachigen Teil des Forums Skadi.net darstellte. Benannt wurde es nach dem aus der germanischen Mythologie stammenden Riesen Thiazi. Vorgänger war die Internetseite WPMP3, die sich später mit der Sturmseite zum Nationalen Forum zusammenschloss, bevor sie 2004 im Skadi.net-Forum aufging. Die Seite Thiazi.net zählte über eine Million Forenbeiträge von mehr als 20.000 Mitgliedern und lief über einen Server in den Vereinigten Staaten. Sie galt als die größte deutsche neonazistische Plattform und bezeichnete sich selbst als „größte germanische Weltnetzgemeinschaft“.<ref name="spon_jj_120614">Julia Jüttner: Razzia gegen Internetplattform-Betreiber: Nazis offline. In: Spiegel Online. 14. Juni 2012, abgerufen am 14. Juni 2012.</ref> Nach mehreren Festnahmen war die Internetseite seit Mitte Juni 2012 nicht mehr erreichbar. Die Domain wurde von dem gemeinnützigen Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie übernommen. Dieser Verein nutzt die Domain, um Informationsangebote zum Thema Rechtsextremismus zu verbreiten.
Inhalt und Struktur
Das Forum Thiazi.net war ein in mehrere Bereiche aufgegliedertes Forum. Den größten Bereich stellte der sogenannte „öffentliche Bereich“ dar, der auch ohne Registrierung frei einsehbar war. Die Bandbreite der Diskussionen dort erstreckte sich von Alltagsthemen wie Tagespolitik, Kochrezepten, Filmbesprechungen und Alltagstipps bis hin zu Themen mit strafrechtlich relevanten Beiträgen wie zum Holocaust (Thementitel: Holocaust, Betrug des 20. Jahrhunderts?), der von der Mehrzahl der angemeldeten Nutzer geleugnet wurde. Deren Behauptungen wurde mit entsprechenden geschichtsrevisionistischen Angaben zugestimmt. Gleiches gilt für die Darstellung zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs (Thementitel: Wollte Hitler Krieg?) und weitere Postings, die die geschichtliche Rolle des Dritten Reichs in ein relativierendes Licht setzten. Gehäuft zu finden waren zudem Thesen, die allgemein als Verschwörungstheorien gelten,<ref>Die kruden Zwickau-Theorien der Netz-Nazis. Spiegel Online, 18. November 2011</ref> oder Themen mit Denkansätzen, die keinen anerkannten naturwissenschaftlichen Standards standhalten. Ebenso fanden sich Diskussionen über die Ausrichtung Deutschlands nach der angenommenen „Machtübernahme“ oder Nachbesprechungen über nationale Aktionen und Aufmärsche.
Ein weiterer strafrechtlich relevanter Bereich bestand im sogenannten „Händler-Bereich“, welcher zu einem großen Teil genutzt wurde, um indizierte Musik zu veräußern, welche mehrheitlich aus RAC und weiterer Musik des rechtsextremen Spektrums bestand. Die oftmals volksverhetzenden Texte wurden zudem noch einmal gesondert veröffentlicht. Derlei Musik fand sich ebenso in einem Download-Bereich, wo die Nutzer indizierte Alben fortlaufend ergänzten und sie somit zum freien Download zur Verfügung standen. Ebenso erhältlich waren Schriften und Videos von Geschichtsrevisionisten, Propagandaschriften aus dem Dritten Reich zu Themen wie dem deutschen Volk, den Juden, zur „Rassenkunde“ und vieles weitere. Einsicht in diesen Bereich hatte jedes registrierte Mitglied, zur Nutzung musste mindestens eine Spende von fünf Euro geleistet werden.
Ein ebenfalls nur für registrierte Mitglieder einsehbarer Bereich bestand im sogenannten „NSPF“ (Nationalsozialistisches Privatforum). Dieses diente dazu, denjenigen, die sich als Nationalsozialisten verstanden, eine Diskussionsplattform zu bieten, welche nicht von Mitgliedern des Thiazi-Forums genutzt werden konnte, die einer anderen politischen Ansicht angehörten. Die Themen überschnitten sich teilweise mit denen aus dem öffentlichen Bereich, behandelten aber in der Regel die als nationalsozialistisch verstandene Lebenskultur und politische Denk- und Handlungsweise.
Weder für Besucher noch für registrierte Mitglieder einsehbar waren einige Unterforen, welche von Mitgliedern eingerichtet wurden und zu denen man nur mit einer direkten Einladung und Freischaltung Zugang erhielt. Die Ausrichtung dieser Unterforen erfolgte nach bestimmten Themenkomplexen, welche für die eingeladenen Mitglieder von besonderem Interesse waren.
Die Finanzierung des Thiazi-Forums wurde über Bannerwerbung gleichgesinnter Versandhändler sowie freiwillige Spenden der Mitglieder realisiert, die dadurch besondere Rechte (Zutritt in den schwach frequentierten Asgard-Bereich, den Download-Bereich oder die Spielhalle) und Extras wie ein vergrößertes Postfach erhielten. Durch die rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland wurde dazu eine Kontoverbindung in England benutzt, was bei der Durchsuchungswelle 2012 auch zu einer Hausdurchsuchung in England führte.
Öffentlichkeit
Seit 2009 war das Thiazi-Forum Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen. Auch antifaschistische Organisationen und Personen beobachteten das Forum und stellten teilweise strafrechtlich relevante Inhalte fest. Um eine strafrechtliche Verfolgung zu ermöglichen, wurde ein Hauptaugenmerk auf die Moderatoren und Bereichsbetreuer gerichtet, was zu einer Outingwelle vieler der entsprechenden Personen führte. Im Zuge dessen empörte sich einer der geouteten Moderatoren öffentlich im Thiazi-Forum über die Methoden und seinen Angaben nach falschen Verdächtigungen der Antifa und versuchte dies durch Veröffentlichung seiner E-Mail-Adresse zu beweisen, welche sich von der Adresse unterschied, die in Bezug auf ihn von der Antifa angegeben wurde. Jedoch gelang es der Antifa, über die von ihm angegebene E-Mail-Adresse nun sein Moderatorenkonto bei Thiazi.net zu hacken. Somit erhielt sie Zugang in den internen Moderatorenbereich des Forums. Folge waren mehrere Veröffentlichungen dortiger Diskussionen der Moderatoren über Vorgänge und Nutzer des Forums auf linkspolitischen Internetseiten wie indymedia. Ebenso wurde das "NSPF" veröffentlicht, welches allerdings schon immer für jedes registrierte Mitglied frei einsehbar war. Des Weiteren fanden sich aber auch für die Öffentlichkeit unsichtbar geschaltete Beiträge, die Rückschlüsse auf die Identität eines Mitglieds zuließen, welches sich den Mutmaßungen nach als Mitglied der NPD zeigte. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz leitete daraufhin gegen einen NPD-Kommunalpolitiker aufgrund von Holocaustleugnung Ermittlungen ein.<ref>Andreas Speit: Holocaust-Leugnung im Netz: Ermittlungen gegen NPD-Funktionär. In: taz.de. 25. Oktober 2010, abgerufen am 15. Juni 2012.</ref><ref>Andreas Speit: Naziseiten Altermedia und Thiazi: Neonaziforen-Macher geoutet. In: taz.de. 9. Juni 2010, abgerufen am 15. Juni 2012.</ref>
Durch seine Aktivitäten rückte das Forum immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit und Presse. So schrieb die Frankfurter Rundschau, dass sich dort „auf Hunderten Seiten rechte Nutzer darüber“ austauschten, „ob sie an den Holocaust ‚glauben‘ und wie er sich öffentlich widerlegen ließe‚ ohne sich selbst zu kriminalisieren“.<ref>Felix Helbig: Rechtsextremismus: Im Netz der Nazis. In: Frankfurter Rundschau. 14. Oktober 2010, abgerufen am 15. Juni 2012.</ref> Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, dass sich Rechtsextremisten offen über Waffenkauf und „Unterrassen“ austauschten, den Holocaust leugneten und Ex-Mitglieder bedrohten.<ref name="faz_cg_100219">Christoph Gunkel: Rechtsextremismus: Todesengel im Internet. In: faz.net. 19. Februar 2010, abgerufen am 15. Juni 2012.</ref> Spiegel Online beschrieb die Seite der rechtsextremen Szene „als mächtiges Propaganda- und Vernetzungsinstrument“, die neben dem Austausch rechtsradikalen Gedankenguts auch der Information und Mobilisierung diente. Viele Neonazis hätten sich „hier zu Aufmärschen“ verabredet oder „den Einstieg in die organisierte Szene“ gefunden.<ref name="spon_jj_120614" />
Ermittlungen
In den Jahren 2004 und 2006 wurde die internationale Forenplattform Skadi.net, aus der der deutschsprachige Bereich hervorging, im Verfassungsschutzbericht erwähnt. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien setzte Thiazi.net am 27. September 2007 unter anderem wegen „Glorifizierung des Nationalsozialismus“ und „Relativierung von Kriegsverbrechen“ auf die Liste D der jugendgefährdenden Medien.<ref name="faz_cg_100219" />
Nach Angaben des Bundeskriminalamts<ref name="BKA-Presse"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesweite Durchsuchungen bei Betreibern des rechtsextremen Internet-Forums „Thiazi.net“. ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Pressemitteilung des BKA vom 14. Juni 2012; abgerufen am 15. Juni 2012.</ref> befand sich die Website bereits seit 2009 im Visier von Ermittlern. Am 14. Juni 2012 wurden 24 Wohnungen und Geschäftsräume in elf Bundesländern und Großbritannien durchsucht. Die Schwerpunkte waren Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg, da dort die beiden mutmaßlichen Hauptverantwortlichen des Forums – ein Erzieher sowie eine Hausfrau – wohnen. Den insgesamt 26 Beschuldigten wird angelastet, mehr als 2.400 Liedtexte und mehr als 1.400 Tonträger, die in mehrfacher Weise den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen, zum Download angeboten zu haben. Gegen vier Beschuldigte lagen Haftbefehle vor. Laut eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Rostock, die wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt, ist unter den Beschuldigten ein führendes NPD-Mitglied.<ref>Andreas Speit: Neonaziportal vom Netz genommen. In: taz.de. 14. Juni 2012, abgerufen am 14. Juni 2012.</ref> Der Präsident des deutschen Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, sagte, die Razzien seien „eine klare Botschaft an die Betreiber vergleichbarer Internetforen“. Das BKA werde „die Verbreitung von rechtsextremistischem und fremdenfeindlichem Gedankengut sowie die Verherrlichung des Nationalsozialismus konsequent verfolgen“ und habe seine „Anstrengungen zur Bekämpfung fremdenfeindlicher Straftaten im Internet weiter verstärkt“.<ref name="BKA-Presse" />
Das neonazistische Informationsportal Altermedia stellte Ermittlungsakten gegen die mutmaßlichen Betreiber des Forums online.<ref>Digitaler Stinkefinger: Nazis veröffentlichen BKA-Akten. publikative.org vom 15. Juni 2013</ref>
Im November 2014 wurden im 1. Thiazi-Prozess vier Betreiber, drei Männer und eine Frau, des Forums vor dem Landgericht Rostock wegen Volksverhetzung in mehreren hundert Fällen und Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt.<ref>Anklage gegen vier Portalbetreiber, die tageszeitung, 22. Mai 2013</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Betreiber des rechtsextremistischen Thiazi-Forums vor Gericht.] heise online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Drei Jahre später, im November 2017, wurden im 2. Thiazi-Prozess drei weitere Betreiber des Forums ebenfalls vor dem Landgericht Rostock wegen Volksverhetzung, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen angeklagt.<ref>Prozess gegen Betreiber von rechtsextremistischer Plattform. In: Ostsee-Zeitung. Abgerufen am 30. November 2017.</ref> Arnulf Priem, ein Angeklagter in diesem Prozess, erschien zum Prozessbeginn nicht vor Gericht, sodass ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde.<ref>Rechtsextreme Website: Prozess unterbrochen. In: Ostsee-Zeitung. Abgerufen am 30. November 2017.</ref>
Bekannte Urteile
Deutschland
Im Gegensatz zu vergleichbaren Verfahren, wie z. B. dem des Aktionsbüro Mittelrhein, wurden die Betreiber in Gruppen zu 3–4 Personen angeklagt. Die Verfahren finden vor der 3. Großen Strafkammer – als Staatsschutzkammer – am Landgericht Rostock statt.
1. Thiazi-Prozess (11/2014 – 06/2015)
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Klaus R. | WPMP3 | 3 Jahre 6 Monate<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Die Tageszeitung, 22. Oktober 2015. Abgerufen am 7. Mai 2016Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> |
| Daniela W. | Fjörgyn / +admin+ | 2 Jahre (ausgesetzt auf 3 Jahre zur Bewährung) sowie 200 Stunden gemeinnützige Arbeit<ref name="SVZ2">Urteile im Thiazi-Prozess: Bewährung für Betreiber von Nazi-Seite, svz.de, 12. Juni 2015</ref> |
| Denny S. | Szenekritiker / Betreuer 11 / Musikarchiv | 1 Jahre 8 Monate (ausgesetzt auf 2 Jahre und 6 Monate zur Bewährung) sowie 200 Stunden gemeinnützige Arbeit<ref name="SVZ3">Urteile im Thiazi-Prozess: Bewährung für Betreiber von Nazi-Seite, svz.de, 12. Juni 2015</ref> |
| Dominik S. | Heinfred / Betreuer 4 | 1 Jahre 3 Monate (ausgesetzt auf 2 Jahre zur Bewährung) sowie 150 Stunden gemeinnützige Arbeit<ref name="SVZ4">Urteile im Thiazi-Prozess: Bewährung für Betreiber von Nazi-Seite, svz.de, 12. Juni 2015</ref> |
Im Zuge der Verhandlung zum 1. Thiazi-Prozesses wurde bekannt, dass gegen drei ehemalige Betreuer die Verfahren eingestellt wurden:
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Nicola B. | Prometheusfunke | Gegen Geldauflage eingestellt<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nach „Thiazi“-Vergangenheit: Kita feuert Erzieherin.] In: Endstation Rechts. Institut für Information und Dokumentation e. V., , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. April 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| Marian R. | Krafft | Gegen Geldauflage eingestellt (20.000 Euro)<ref name="indymedia23">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig [Thiazi-Prozess] 11. Verhandlungstag.] linksunten.indymedia.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung(nicht mehr abrufbar) Version vom 4. März 2016 im Web Archive</ref> |
| Philipp K. | Grom / GKT / Betreuer 10 | Eingestellt aufgrund Verfahrensunfähigkeit nach § 170 Abs. 2 StPO<ref name="indymedia22">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig [Thiazi-Prozess] 11. Verhandlungstag.] linksunten.indymedia.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung(nicht mehr abrufbar) Version vom 4. März 2016 im Web Archive</ref> |
2. Thiazi-Prozess (11/2017 – 04/2018)
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Arnulf P. | Stabschef | 1 Jahr 10 Monate Bewährung<ref name="endstation-rechts">Oliver Cruzcampo: Volksverhetzung und kriminelle Vereinigung: Weitere Thiazi-Betreiber verurteilt. In: www.endstation-rechts.de. Institut für Information und Dokumentation e. V., 19. April 2018, abgerufen am 24. April 2026.</ref> |
| Arno W. | creator_mod | 1 Jahr 9 Monate Bewährung<ref name="endstation-rechts" /> |
| Alexander A. | Germanenblut | 1 Jahr 7 Monate Bewährung<ref name="endstation-rechts" /> |
3. Thiazi-Prozess (02/2018 – 05/2018)
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Ronny H. | Halvar | Bewährungsstrafen zwischen 10 und 12 Monaten,
sowie Geldauflagen von bis zu 1.000 Euro.<ref>NDR (Hrsg.): Thiazi: Bewährungsstrafen für Forums-Moderatoren. (ndr.de [abgerufen am 27. Juni 2018]).</ref> |
| Nicolai B. | Betreuer 2 / Überzeugungstäter | |
| Mario E. | Betreuer 3 / Gilgamesch |
4. Thiazi-Prozess (06/2018 – Ausstehend)
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Dirk V. | Hlinka | Ausstehend<ref>NDR (Hrsg.): Thiazi: Prozess gegen weitere Betreiber. (ndr.de [abgerufen am 27. Juni 2018]).</ref> |
| Tobias S. | Blutzeuge |
5. Thiazi-Prozess (07/2019 – 08/2019)
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Peter Marko B. | Betreuer 9 / Beobachter | 1 Jahr 10 Bewährung<ref name=":0">ENDSTATION RECHTS: Vierter Thiazi-Prozess endet mit Bewährungsstrafen. Abgerufen am 27. August 2019.</ref> |
| Daniela M. | Betreuer 9 / G.Girl | 9 Monate Bewährung<ref name=":0" /> |
Weitere bekanntgewordene Urteile, die nicht am Landgericht Rostock verhandelt wurden
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Danny K. | Danny-ACAB | 1 Jahre 6 Monate<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig [MD] #md0904: „Brutality is my reality“.] linksunten.indymedia.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung(nicht mehr abrufbar) Version vom 7. März 2017 im Web Archive</ref> |
Österreich
In Österreich wurden die Anklagen dezentral durchgeführt, d. h., es gab keine federführende Staatsanwaltschaft, die die Anklagen bündelte. Somit wurden alle Angeklagten an den für sie zuständigen Landesgerichten angeklagt.
| Namen | Nickname | Urteil |
|---|---|---|
| Christian W. | Mjölnir | 20 Monate Haft (15 Monate bedingt / 5 Monate unbedingt)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Erster Schuldspruch wegen Neonazi-Homepage.] derStandard.at, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| Roland S. | Wolke / Betreuer 6 | 5 Jahre Haft (flüchtig, Interpolsuche: in allen EU-Staaten und dem Schengenraum zur Verhaftung ausgeschrieben)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Fünf Jahre Haft für „Herrn Wolke“ aus dem Neonaziforum.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| unbekannt | Burkhard | 2 Jahre Haft (bedingt)<ref>salzburg.orf.at</ref> |
| unbekannt | Frontwehr | 1 Jahr Haft (bedingt) sowie 480 Euro Geldstrafe<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ein Jahr bedingte Haft für Studenten wegen Wiederbetätigung.] unsertirol24.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| Bernhard James B. | NS-Freund | 20 Monate Haft unbedingt / nach Berufungsverhandlung |
| Günther Adolf A. | Oberdonau | 2 Jahre 9 Monate Haft (unbedingt, nicht rechtskräftig)<ref>Hannes Fehringer: Sierninger verkaufte „Großvaters“ Hitlerbüste. In: Oberösterreichische Nachrichten. 25. Januar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017.</ref><ref>OÖ: Unbedingte Haft wegen Wiederbetätigung. In: Salzburger Nachrichten. 24. Januar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017.</ref> |
| unbekannt | Ostmärkler | 9 Monate Haft (bedingt)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kärntner verherrlichte NS-Zeit im Internet: Neun Monate bedingt.] derStandard.at, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| unbekannt | Peoplehater-Wien | Freispruch<ref>parlament.gv.at (PDF; 502 kB)</ref> |
| Felix B. | Prinz-Eugen | 5 Jahre 9 Monate Haft (unbedingt)<ref>parlament.gv.at (PDF; 502 kB)</ref> |
| unbekannt | Simplicissimus | 2 Jahre Haft (16 Monate bedingt / 4 Monate unbedingt) sowie 4.680 Euro Geldstrafe<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Innsbruck: Thiazi-Nazis, aufgepasst!] stopptdierechten.at, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
| unbekannt | Sturmreiter | 1 Jahr Haft (bedingt) sowie 3600 Euro Geldstrafe<ref>„Sturmreiter“ hetzte gegen Juden und leugnete Holocaust: Verurteilt. vorarlbergernachrichten.at vom 5. Juli 2013</ref> |
Laut einer Anfrage im Nationalrat konnten folgende Benutzer nicht ermittelt werden:
| Benutzernamen |
|---|
| Anduin / Finnja / Fylgjur / gebis / King / Koenigstieger / Maschinenmensch / no mercy / NS-Ostmark / Walter_nowotny / xchris<ref>parlament.gv.at (PDF; 502 kB)</ref> |
* Fettschrift = Betreuer/Administratoren
Siehe auch
Weblinks
- Olga Wendtke: Neonazistische Hetze und Lebenshilfe: Das Thiazi-Forum. In: Netz gegen Nazis. 12. März 2012, abgerufen am 14. Juni 2012.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-12
- Rechtsextremes Medium
- Deutschsprachiges Medium
- Webforum
- Neonazismus
- Holocaustleugnung
- Kriminalfall in Deutschland
- Kriminalfall 2012
- Antisemitische Website
- Ehemals indizierte Website
- Online seit 2007