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SN 393

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Supernova Typ: II/Ib
SN 393
Datei:Scorpius constellation map.png
Sternbild Scorpion

Vorlage:Sternkarte

Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 17h 14m 0s
Deklination −39.8° 0′ 0″
Weitere Daten
Helligkeit (visuell)

−1 mag

Entfernung

1 kpc

Geschichte
Katalogbezeichnungen
Vorlage:AladinLite

SN 393 ist die moderne Bezeichnung für ein astronomisches Ereignis, welches 393 n. Chr. von Chinesen beobachtet wurde. Es erreichte eine scheinbare Helligkeit von schätzungsweise −1 mag und war etwa acht Monate lang sichtbar. Die Dauer des Ereignisses lässt darauf schließen, dass es sich um eine Supernova handeln könnte. Dies ist in diesem Fall wahrscheinlicher als eine Nova, weil bisher kein hervorragender Nova-Kandidat identifiziert wurde. Allein nach der Dauer könnte es auch eine Nova gewesen sein,<ref>Susanne M. Hoffmann, Nikolaus Vogt: A search for the modern counterparts of the Far Eastern guest stars 369 CE, 386 CE and 393 CE. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 497, 1. Juli 2020, S. 1419–1433, doi:10.1093/mnras/staa1970, bibcode:2020MNRAS.497.1419H.</ref> da Novae mit t3-Zeiten von bis zu zehn Monaten bekannt sind.<ref>Richard J. Strope, Bradley E. Schaefer, Arne A. Henden: Catalog of 93 Nova Light Curves: Classification and Properties. In: The Astronomical Journal. Band 140, 1. Juli 2010, S. 34–62, doi:10.1088/0004-6256/140/1/34, bibcode:2010AJ....140...34S.</ref><ref>Susanne M. Hoffmann, Nikolaus Vogt: Cataclysmic variables as possible counterparts of ancient Far Eastern guest stars. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 494, 1. Mai 2020, S. 5775–5786, doi:10.1093/mnras/staa1162, bibcode:2020MNRAS.494.5775H.</ref> Die t3 Zeit ist die Dauer, in der eine Nova um 3 mag abklingt. Falls das Objekt schätzungsweise −1 mag hell war, wäre es im Fall einer schnellen Nova mit typischer t3-Zeit von ein bis zwei Monaten immer noch so hell wie der Polarstern und noch lange sichtbar.

Siehe auch

Quellen

  • SN 393 – SuperNova. In: SIMBAD. Centre de Données astronomiques de Strasbourg, abgerufen am 16. Juli 2011.

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

<references />