Parathion-methyl
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Strukturformel von Parathion-methyl | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Parathion-methyl | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C8H10NO5PS | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 263,21 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
1,358 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
35–36 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
154 °C bei 1,36 hPa<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
1,3 mPa (20 °C)<ref name="WHO" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Brechungsindex |
1,5367 (25 °C)<ref name="HSDB">Eintrag zu ethyl parathion in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 0,2 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 298-00-0 bzw. Parathion-methyl)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Parathion-methyl ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester und ist chemisch mit (Ethyl-)Parathion verwandt.
Gewinnung und Darstellung
Parathion-methyl wird durch Veresterung von Phosphorpentasulfid mit Methanol, Chlorierung des entstandenen Esters mit Chlor und Kondensation des chlorierten Esters mit dem Natriumsalz von p-Nitrophenol hergestellt.<ref name="HSDB" />
Eigenschaften
Parathion-methyl ist ein brennbarer farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Das technische Produkt wird als bräunliche Lösung ausgeliefert und enthält 80 % der Verbindung sowie 16,7 % Xylol und 3,3 % inerte Verbindungen. Es riecht nach verfaulten Eiern.<ref name="WHO">Environmental Health Criteria (EHC) für Vorlage:Linktext-CheckVorlage:Abrufdatum</ref> Die Verbindung ist thermisch instabil. Bei erhöhter Temperatur zersetzt sich es sich stark exotherm mit einer Zersetzungswärme von −274 kJ·mol−1 bzw. −1130 kJ·kg−1.<ref name="Bizzarri">A. Germain; D. Bizzarri; C. Dodet: Thermal decomposition of ethyl and methyl parathion in J. Loss Prev. Proc. Ind. 13 (2000) 1–5, doi:10.1016/S0950-4230(99)00067-4.</ref>
Verwendung
Parathion-methyl wurde als Insektizid und Akarizid mit breitem Wirkungsspektrum in zahlreichen Kulturen verwendet.<ref name="GESTIS" />
Zulassung
Die EU-Kommission entschied 2003, Parathion-methyl nicht in die Liste der zulässigen Wirkstoffe aufzunehmen.<ref>Entscheidung der Kommission vom 10. März 2003 2003/166/EG: über die Nichtaufnahme von Parathion-Methyl in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und die Aufhebung der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesem WirkstoffVorlage:Abrufdatum</ref> In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Vergiftungsfall
Im Jahr 1999 starben in dem peruanischen Dorf Tauccamarca 24 Kinder, nachdem sie ein Milch-Substitut getrunken hatten, das mit Parathion-methyl vermischt war. Der Hersteller Bayer geriet dabei in die Kritik, da er den in Europa inzwischen verbotenen Wirkstoff in Südamerika vermarktete und in einem einfachen Plastikbeutel mit einem Label auslieferte, das ausschließlich in spanischer Sprache beschriftet war, obwohl die meisten Bewohner Tauccamarcas lediglich Quechua sprechen und Analphabeten sind.<ref name="ref">Carina Weber, Pestizid Aktions-Netzwerk e. V. (PAN Germany): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tribunal untersuchte Pestizidvergiftungen peruanischer Kinder ( vom 3. Oktober 2015 im Internet Archive), 1. Januar 2006.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Nitrobenzol
- Thiophosphorsäure-O-ester
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Insektizid
- Thiophosphorsäuremethylester