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Max Hartung

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Max Hartung (2015)

Maximilian Hartung (* 8. Oktober 1989 in Aachen) ist ein ehemaliger deutscher Säbelfechter. Als einer der erfolgreichsten Säbelfechter seines Landes wurde er viermal Europameister, Mannschaftsweltmeister und war dreifacher Olympiateilnehmer. Er war Vorsitzender der Athletenkommission im DOSB und Gründungspräsident von Athleten Deutschland e. V. Er war vier Jahre lang im Aufsichtsrat der Stiftung Deutsche Sporthilfe, vier Jahre im Präsidium des Deutschen Fechter-Bundes und zwei Jahre lang im Präsidium des DOSB ehrenamtlich für die Athleten engagiert. Nach der Station als Geschäftsführer der Sportstiftung NRW arbeitet er heute als Sprecher des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe für Athletinnen und Athleten.<ref>Sporthilfe.</ref><ref>Wolf und Hartung übernehmen. In: Sportstiftung NRW. 5. Mai 2021, abgerufen am 19. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem ist er Mitglied im Hochschulrat der Hochschule Niederrhein.<ref>Neuer Hochschulrat an der Hochschule Niederrhein. In: LokalKlick.eu. 1. Februar 2023, abgerufen am 2. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sportliche Karriere

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London belegte Max Hartung im Einzel den siebten Platz sowie den fünften Platz mit der Mannschaft. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro belegte Hartung im Einzel nach einem Sieg gegen Yémi Apithy und einer Niederlage gegen den späteren Finalisten Daryl Homer den zehnten Platz.<ref>NDR: Fechter erstmals seit 1980 ohne Olympiamedaille. Abgerufen am 7. September 2020.</ref>

Sein wohl größter sportlicher Erfolg ist der Gewinn der Weltmeisterschaft mit der Mannschaft im Jahr 2014.<ref>Säbelfechten: Deutschlands Herren erstmals Team-Weltmeister. In: Der Spiegel. 21. Juli 2014, abgerufen am 7. September 2020.</ref> 2017 gewann er im Einzel den Europameistertitel in Tiflis und konnte diesen 2018 in Novi Sad verteidigen.<ref>dpa: Hartung neuer Säbel-Europameister - Ndolo holt Silber. 15. Juni 2017, abgerufen am 4. Februar 2019.</ref><ref>Fecht-EM: Hartung erneut Europameister. 18. Juni 2018, abgerufen am 4. Februar 2019.</ref> 2019 wurde er mit der deutschen Mannschaft in einem dramatischen Finale vor heimischer Kulisse Europameister in Düsseldorf.<ref>RP Online: EM in Düsseldorf: Drei Dormagener gewinnen Gold im Säbelfechten. Abgerufen am 7. September 2020.</ref>

Hartung startet in Deutschland für den TSV Bayer Dormagen. 15 nationale Titel konnte er im Laufe seiner Fechtkarriere erringen.<ref>ophardt.online. Abgerufen am 7. September 2020.</ref> Seine beste Platzierung in der Weltrangliste war der zweite Platz.<ref>INTERNATIONAL FENCING FEDERATION - The International Fencing Federation official website. Abgerufen am 10. September 2020.</ref>

Ehrenamtliches Engagement

2013 wurde er zum Athletensprecher des Deutschen Fechter-Bunds gewählt. Von 2014 bis 2021 gehörte Hartung zudem der Athletenkommission des DOSB an,<ref>Meldung des DOSB. Deutscher Olympischer Sportbund, 15. September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. November 2014; abgerufen am 15. November 2014.</ref> von Februar 2017 bis 2021 war er deren Vorsitzender.<ref>Maximilian Hartung ist Vorsitzender der Athletenkommission. In: athletenkommission.de. 1. Februar 2017, abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> Vier Jahre lang engagierte er sich zudem ehrenamtlich als Mitglied im Aufsichtsrat der Stiftung Deutsche Sporthilfe.<ref>ElitePlus 2016 Max Hartung - Deutsche Sporthilfe. In: sporthilfe.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2015; abgerufen am 12. Mai 2015.</ref>

Er ist Gründungspräsident des Athleten Deutschland e. V.<ref>Peter Ahrens: Neuer Athletenverein: Funktionärsdämmerung. In: Spiegel Online. 16. Oktober 2017 (spiegel.de [abgerufen am 4. Februar 2019]).</ref> Seit Oktober 2021 bekleidet Karla Borger als seine Nachfolgerin das Amt der Präsidentin.<ref>Borger zur neuen Präsidentin von Athleten Deutschland gewählt. 5. November 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2022; abgerufen am 5. November 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sponsors.de</ref>

Sonstiges

Sein Studium in Politik, Soziologie und Wirtschaft absolvierte er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und der Universität Gent.<ref>Maximilian Hartung. In: zu.de. Abgerufen am 12. November 2019.</ref> Zum Wintersemester 2020/21 nahm er das Master-Studium „NGO & CSR Management“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf.<ref>Säbelfechter Max Hartung wird Student der H-BRS. Abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref>

Rund um die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio 2020 machte Hartung auf sich aufmerksam, als er als erster Athlet weltweit vor der offiziellen Entscheidung des IOC erklärte, dass er bei den Olympischen Spielen im Juli 2020 aufgrund der Corona-Pandemie aus Rücksicht auf die in Japan lebende Bevölkerung und den globalen Gesundheitsschutz nicht antreten würde.<ref>Achim Dreis: Olympia-Start ausgeschlossen: Hartung zeigt Haltung. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 6. September 2020]).</ref>

Auszeichnungen

Hartung erhielt 2019 den Werte Preis der Werte Stiftung in der Kategorie „Verantwortung“. Die Stiftung würdigte sein Engagement und die damit verbundenen Verantwortung, die er für andere Athletinnen und Athleten übernimmt.<ref>Frankfurt/Main: Werte-Preis für Reiterin Klimke und Säbelfechter Hartung. In: focus.de. Abgerufen am 10. September 2020.</ref> Max Hartung wurde als Wahlkölner zudem zum Sportler des Jahres der Stadt Köln gewählt.<ref>Kölsche SportNacht 2019. Abgerufen am 10. September 2020.</ref> Mehrfach erhielt er diese Auszeichnung auch in Dormagen, der Stadt seines Heimatvereins, dem TSV Bayer Dormagen.<ref>Dormagen: Dormagens Sportler des Jahres: Janika Derks und Max Hartung. In: rp-online.de. Abgerufen am 10. September 2020.</ref> Im Mai 2023 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.<ref>Ex-Säbelfechter Max Hartung erhält Verdienstkreuz. In: sportschau.de. 5. Mai 2023, abgerufen am 10. Mai 2023.</ref>

Podcast „Demaskiert“

Mit seinem Teamkollegen Matyas Szabo betreibt Hartung einen deutschsprachigen Fechtpodcast. Der Podcast sollte die Athleten ursprünglich auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio begleiten. Nachdem die Olympischen Spiele 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben werden mussten, führen Hartung und Szabo den Podcast mit mehr als 60 Episoden bis zu den Olympischen Spielen 2020 weiter.<ref>Matyas Szabo & Maximilian Hartung: Demaskiert Podcast Download - Audio Podcast von Matyas Szabo & Maximilian Hartung - Audiopodcast 707706. Abgerufen am 8. September 2020.</ref> In der Zeit des ersten Lockdowns ab März 2020 hat das Gespann außerdem Trainingsvideos für Kinder aufgenommen und bei Youtube veröffentlicht, die keinen Zugang zu ihren Sporthallen hatten.<ref>Videoanleitung auf Youtube: Hartung gibt Fechttraining aus der Quarantäne. In: rp-online.de. Abgerufen am 8. September 2020.</ref> Der Podcast ist Teil des Projektes Beyondcrisis der Initiative Deutschland – Land der Ideen.<ref>Podcast „Demaskiert“: Zwei Säbelfechter auf dem Weg nach Tokio 2021. In: BEYONDCRISIS. 24. April 2020, abgerufen am 8. September 2020.</ref>

Wichtige sportliche Erfolge

Olympische Spiele

  • 7. Platz Einzelwettbewerb London 2012
  • 5. Platz Mannschaftswettbewerb London 2012
  • 10. Platz Einzelwettbewerb Olympische Spiele Rio de Janeiro 2016
  • 10. Platz Einzelwettbewerb Tokio 2020
  • 4. Platz Mannschaftswettbewerb Tokio 2020

Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

Juniorenweltmeisterschaften

Junioreneuropameisterschaften

Deutsche Meisterschaften

Weblinks

Einzelnachweise

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