Atherina
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| Atherina | ||||||||||||
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| Datei:Atherina boyeri, Gulf of Odessa, Black Sea.jpg
Atherina boyeri | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Atherina | ||||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Atherina oder Sandstinte sind eine Fischgattung der Altweltlichen Ährenfische, die in Schwärmen im Ostatlantik und dem Mittelmeer anzutreffen ist.
Merkmale
Die Fische der Gattung Atherina haben einen gestreckten, schlanken Körper mit einem deutlich sichtbaren Seitenband. Das Auge ist etwa so groß wie das Maul lang ist. Die größten Arten werden bis zu 20 Zentimeter lang.
Vorkommen und Lebensweise
Sandstinte sind im Atlantik von Südafrika bis zum Kattegat sowie im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und im Kaspischen Meer anzutreffen. Sie bewohnen als Schwarmfische den küstennahen Bereich und die Flachwasserzone (Epipelagial) vorgelagerter Inseln, im Mittelmeer auch häufig meeresnahe Lagunen und Mündungsgebiete der Flüsse (Brackwasser). Sie ernähren sich von Planktonorganismen, Kleinkrebsen und Fischlarven.
Die Fortpflanzungszeit der Fische reicht in den kälteren Regionen von Frühjahr bis Sommer.
Fossilien
Es gibt relativ viele unterschiedliche fossile Belege für Atherina durch versteinerte Skelette. Es wurden Fossilien aus dem Messinium (etwa 7 bis 5 Mio. Jahre alt) gefunden, die der heute lebenden Art Atherina boyeri zugeordnet werden. Weitere acht fossile Arten stammen aus dem Miozän (etwa 23 bis 5 Mio. Jahre alt). Sie lebten im (Paleo-)Mittelmeer und im Paratethys, einem erdgeschichtlichen Randmeer Eurasiens mit wechselnden Salzgehalten.
Systematik
In der Gattung sind fünf rezente Arten zusammengefasst:
- Atherina boyeri <templatestyles src="Person/styles.css" />Risso, 1810 aus dem Ostatlantik, Mittelmeer, Schwarzen Meer und Kaspischen Meer
- Atherina breviceps <templatestyles src="Person/styles.css" />Valenciennes, 1835 aus den Meeren des südlichen Afrika
- Atherina hepsetus <templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758 (Typusart) aus dem Ostatlantik, Mittelmeer und Schwarzen Meer
- Atherina lopeziana <templatestyles src="Person/styles.css" />Rossignol & <templatestyles src="Person/styles.css" />Blache, 1961 aus dem Ostatlantik
- Atherina presbyter <templatestyles src="Person/styles.css" />Cuvier, 1829 aus dem Ostatlantik und dem Mittelmeer
Fossile Arten, die ebenfalls in die Gattung Atherina gestellt werden:
- Atherina atropatiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Carnevale, <templatestyles src="Person/styles.css" />Abbasi, <templatestyles src="Person/styles.css" />Alimohammadian & <templatestyles src="Person/styles.css" />Reichenbacher, 2011 aus dem Tabriz-Becken
- Atherina cavalloi <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaudant, 1979 aus dem Paleo-Mittelmeer
- Atherina impropria <templatestyles src="Person/styles.css" />Switshenskaja, 1973 östliches Paratethys
- Atherina prima <templatestyles src="Person/styles.css" />Switshenskaja, 1959 östliches Paratethys
- Atherina sarmatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Gorjanovic-Kramberger, 1891 zentrales Paratethys
- Atherina suchovi <templatestyles src="Person/styles.css" />Switshenskaja, 1973 östliches Paratethys
- Atherina sumgaitica <templatestyles src="Person/styles.css" />Switshenskaja, 1973 östliches Paratethys
- Atherina schelkovnikovi <templatestyles src="Person/styles.css" />Bogachev, 1936 östliches Paratethys
Wirtschaftliche Bedeutung
Diese kleinen Ährenfische werden in Massen gefangen und unterschiedlich verarbeitet: zu Fischmehl, getrocknet als Hunde- und Katzenfutter, oder als Angelköder. Im Mittelmeerraum werden Sandstinte auch frittiert gegessen.
Weblinks
- Atherina auf FishBase (englisch)
Quellen
- Harro Hieronimus: Regenbogenfische und verwandte Familien. Aqualog, Mörfelden-Walldorf 2002, ISBN 3-931702-80-4, S. 9–10.
- G. Carnevale, E. Haghfarshi, S. Abbasi, H. Alimohammadian, B. Reichenbacher: A New Species of Silverside from the Late Miocene of NW Iran. In: Acta Palaeontologica Polonica. Band 56, Nr. 4, 2011, S. 749–756, doi:10.4202/app.2011.0003.