Goldruten
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Goldruten | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Solidago gigantea01.jpg
Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Solidago | ||||||||||||
| L. |
Die Goldruten (Solidago), auch Goldrauten genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 100 Arten sind hauptsächlich in Nordamerika verbreitet. Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea L.).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Solidago-Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 5 bis 100, selten bis 200 Zentimetern erreichen. Viele Arten bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Die Stängel sind meist aufrecht, seltener niederliegend. Manchmal sind sie verzweigt. Die Stängel sind meist glatt oder manchmal behaart (beispielsweise Solidago canadensis). Die wechselständigen, gestielten oder ungestielten Laubblätter sind einfach und glatt oder behaart. Die Blattränder sind oft gesägt.
Generative Merkmale
In ganz unterschiedlich aufgebauten, oft auch verzweigten Blütenständen stehen meist viele (zwei bis 1500) kleine körbchenförmige Teilblütenstände; sehr selten stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die Blütenkörbchen sind glockenförmig bis zylindrisch und weisen Durchmesser von 1,7 bis 10 Millimetern auf. Der Körbchenboden ist von zehn bis 35 Hüllblättern in drei bis fünf Reihen umgeben. Im Blütenkörbchen stehen am Rand meist zwei bis 15 (selten fehlen sie oder es sind bis zu 24) Zungenblüten und im Zentrum meist zwei bis 35 (selten bis zu 60) Röhrenblüten. Die Zungenblüten, auch Strahlenblüten genannt, sind zygomorph, weiblich, fertil, meist ungehaart und meist gelb oder selten weiß. Die radiärsymmetrischen Röhrenblüten, auch Scheibenblüten genannt, sind gelb, zwittrig, fertil und fünfzähnig.
Die Achänen weisen meist acht bis zehn Rippen auf. Der Pappus besteht aus 25 bis 45 Borsten in zwei Reihen; manchmal sind die Borsten zusätzlich von 0,25 bis 0,5 Millimeter langen Schuppen umgeben.
Ökologie
Bei den Solidago-Arten handelt es sich um Hemikryptophyten. Vegetative Vermehrung erfolgt durch Rhizome.
Die Ausbreitung der Diasporen, es handelt sich um die Achänen, erfolgt durch den Wind.
Insbesondere die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) zeigt ausgeprägte allelopathische Effekte: Phenolische, flavonoide und saponinhaltige Wurzelexsudate hemmen Keimung und Wachstum vieler Begleitarten und verschaffen der Art so einen deutlichen Konkurrenzvorteil, der in Europa noch stärker ausgeprägt ist als im nordamerikanischen Ursprungsareal.<ref name=":0">Dipti Abhilasha, Naira Quintana, Jorge Vivanco, Jasmin Joshi: Do allelopathic compounds in invasive Solidago canadensis s.l. restrain the native European flora? In: Journal of Ecology. Band 96, Nr. 5, 2008, ISSN 1365-2745, S. 993–1001, doi:10.1111/j.1365-2745.2008.01413.x.</ref><ref>Yongge Yuan, Bing Wang, Shanshan Zhang, Jianjun Tang, Cong Tu, Shuijin Hu, Jean W. H. Yong, Xin Chen: Enhanced allelopathy and competitive ability of invasive plant Solidago canadensis in its introduced range. In: Journal of Plant Ecology. Band 6, Nr. 3, Juni 2013, ISSN 1752-993X, S. 253–263, doi:10.1093/jpe/rts033.</ref> Dieser chemische Einfluss wird durch Wechselwirkungen mit dem Bodenmikrobiom weiter modifiziert, weil Mikroorganismen die Toxizität der Exsudate verstärken oder abschwächen können.<ref name=":0" />
Untersuchungen an sechs koexistierenden Goldrutenarten in nordamerikanischen Prärien zeigen zudem, dass Unterschiede in Samenmasse, Pappusgröße und Keimstandort eine Nischendifferenzierung entlang von Bodenfeuchte-Gradienten ermöglichen.<ref></ref>
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Solidago wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Synonyme für Solidago <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Actipsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Aster L. subg. Solidago <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kuntze, Leioligo <templatestyles src="Person/styles.css" />Rafinesque, Oligoneuron <templatestyles src="Person/styles.css" />Small, Brachychaeta <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. & A.Gray.<ref name="GRIN" />
Solidago-Arten sind hauptsächlich in Nordamerika verbreitet. Wenige Arten haben ihre Heimat in Südamerika (vier) und einige in Eurasien (sechs bis zehn).
Einige Arten wurden vor etwa 250 Jahren in Europa eingeführt (Neophyten). In Mitteleuropa gedeihen sie vor allem auf Wiesen und Weiden und entlang von Straßen und Bächen. In Mitteleuropa ist nur die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) einheimisch. Verbreitet eingebürgert sind die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) und die Riesen-Goldrute (Solidago gigantea <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait. var. serotina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kuntze) Cronquist).
Gartenexperimentelle und zytologische Studien belegen, dass sich Kanadische und Riesen-Goldrute nach ihrer Einführung in Europa rasch entlang eines Breitengrad-Gradienten differenziert haben: Nördliche Populationen bleiben am selben Standort kleiner und blühen deutlich früher als südliche Herkünfte, was als schnelle adaptive Evolution innerhalb von rund 250 Jahren interpretiert wird.<ref>Ewald Weber, Bernhard Schmid: Latitudinal population differentiation in two species of Solidago (Asteraceae) introduced into Europe. In: American Journal of Botany. Band 85, Nr. 8, 1998, ISSN 1537-2197, S. 1110–1121, doi:10.2307/2446344.</ref>
Bioklimatische Modellierungen weisen darauf hin, dass das potenzielle Verbreitungsgebiet der eingeführten Arten S. altissima, S. gigantea und S. graminifolia in Europa die derzeitigen Areale weit übertrifft und klimatisch geeignete Habitate bis Südosteuropa, Skandinavien und den Nahen Osten einschließt.<ref>Ewald Weber: Current and Potential Ranges of Three Exotic Goldenrods (Solidago) in Europe. In: Conservation Biology. Band 15, Nr. 1, Februar 2001, ISSN 0888-8892, S. 122–128, doi:10.1046/j.1523-1739.2001.99424.x.</ref>
Zur Gattung Solidago gehören etwa 100 Arten:<ref name="GRIN" />
- Solidago albopilosa <templatestyles src="Person/styles.css" />E.L.Braun: Sie kommt in Kentucky nur in Menifee, Powell sowie Wolfe County vor.<ref name="GRIN" />
- Solidago altiplanities <templatestyles src="Person/styles.css" />C.& J.Taylor: Sie kommt in Oklahoma und in Texas vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago altissima <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago arguta <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago auriculata <templatestyles src="Person/styles.css" />Shuttlw. ex Blake: Sie ist in den südlichen Vereinigten Staaten weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago ×beaudryi <templatestyles src="Person/styles.css" />Boivin
- Solidago bicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago boottii <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook.: Die Heimat sind die USA.<ref name="FoNA" />
- Solidago brachyphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Chapman: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago buckleyi <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. & Gray: Sie kommt in Arkansas, Illinois, Indiana, Kentucky und Missouri verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago caesia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Kanadische Goldrute (Solidago canadensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie stammt aus Nordamerika<ref name="FoNA" /> und ist in Mitteleuropa ein Neophyt.
- Solidago ×erskinei <templatestyles src="Person/styles.css" />Boivin
- Solidago fistulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Mill.: Sie ist in den Vereinigten Staaten weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago flexicaulis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie ist in Kanada und in den Vereinigten Staaten weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago gattingeri <templatestyles src="Person/styles.css" />Chapman: Sie kommt in Arkansas, Missouri und Tennessee vor.<ref name="FoNA" />
- Späte Goldrute (Solidago gigantea <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.). Darunter:
- Riesen-Goldrute (Solidago gigantea var. serotina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kuntze) Cronquist): Sie stammt aus Nordamerika<ref name="FoNA" /> und ist in Mitteleuropa ein Neophyt.
- Solidago glomerata <templatestyles src="Person/styles.css" />Michx.: Sie kommt in North Carolina und in Tennessee vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago guiradonis <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray: Sie kommt in Kalifornien vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago hispida <templatestyles src="Person/styles.css" />Muhl. ex Willd.: Sie ist in Kanada und in den Vereinigten Staaten weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago juliae <templatestyles src="Person/styles.css" />Nesom: Sie kommt in Texas und Mexiko vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago juncea <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago latissimifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Mill.: Sie kommt in den Vereinigten Staaten vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago leavenworthii <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. & Gray: Sie ist in den südöstlichen US-Bundesstaaten Alabama, Florida, Georgia, North Carolina sowie South Carolina verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago ludoviciana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gray) Small: Sie kommt in Arkansas, Louisiana und Texas vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago ×lutea <templatestyles src="Person/styles.css" />(M.L.Green) Brouillet & Semple
- Solidago macrophylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Pursh: Sie kommt in Kanada und in den nordöstlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago missouriensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in Nordamerika bis ins nördliche Mexiko verbreitet.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA" />
- Solidago mollis <templatestyles src="Person/styles.css" />Bartl.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago multiradiata <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago nana <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in den westlichen und südlichen US-Bundesstaaten Colorado, Idaho, Montana, New Mexico, Arizona, Nevada sowie Utah verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago nemoralis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago odora <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist von den USA bis Mexiko verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago ouachitensis <templatestyles src="Person/styles.css" />C.& J.Taylor: Die Heimat ist nur Oklahoma und Arkansas.<ref name="FoNA" />
- Solidago patula <templatestyles src="Person/styles.css" />Muhl. ex Willd.: Sie ist in den USA weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago petiolaris <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie ist in den Vereinigten Staaten und im nördlichen Mexiko verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago pinetorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Small: Sie kommt in North Carolina, South Carolina und in Virginia vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago plumosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Small: Sie kommt in North Carolina vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago puberula <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie kommt in zwei Unterarten im östlichen Nordamerika vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />Small: Sie kommt in North Carolina vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago radula <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie kommt in Arkansas, Georgia, Illinois, Kansas, Kentucky, Louisiana, Missouri, North Carolina, South Carolina, Oklahoma und Texas vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago ×raymondii <templatestyles src="Person/styles.css" />Rouss.
- Solidago roanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Porter: Sie kommt in Alabama, Georgia, Maryland, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Virginia und in West Virginia vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago rugosa <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Mill.: Sie kommt in zwei Unterarten und fünf Varietäten im östlichen Nordamerika weitverbreitet vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago rupestris <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf.: Sie kommt in Indiana, Kentucky, Maryland, Pennsylvania, Tennessee und Virginia vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago sciaphila <templatestyles src="Person/styles.css" />Steele: Sie kommt in Illinois, Iowa, Minnesota und Wisconsin vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago sempervirens <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie ist in Nordamerika von Kanada über die USA bis Mexiko und auf den Bahamas verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago shortii <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. & Gray: Die Heimat ist nur Indiana und Kentucky.<ref name="FoNA" />
- Solidago simplex <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth: Sie ist in zwei Unterarten und sieben Varietäten in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA" />
- Solidago speciosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago spectabilis <templatestyles src="Person/styles.css" />(D.C.Eat.) Gray: Sie ist in den westlichen US-Bundesstaaten Idaho, Oregon, nordwestliches Arizona, Kalifornien, Nevada sowie Utah verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago sphacelata <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf.: Sie kommt in Alabama, Georgia, Illinois, Indiana, Kentucky, Mississippi, North Carolina, Ohio, Tennessee, Virginia und West Virginia vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago spithamea <templatestyles src="Person/styles.css" />M.A.Curtis: Die Heimat ist nur North Carolina und Tennessee.<ref name="FoNA" />
- Solidago squarrosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago stricta <templatestyles src="Person/styles.css" />Ait.: Sie kommt in zwei Unterarten in Nordamerika, Mexiko, Belize und Guatemala vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago tortifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Ell.: Sie kommt in Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Texas und Virginia vor.<ref name="FoNA" />
- Solidago uliginosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in Kanada und in den Vereinigten Staaten weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago ×ulmicaesia <templatestyles src="Person/styles.css" />Friesner: Diese Hybride kommt in Indiana vor.<ref name="USDA" />
- Solidago ulmifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Muhl.: Sie ist in zwei Varietäten in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago velutina <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.: Sie ist von den USA bis Mexiko verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Solidago verna <templatestyles src="Person/styles.css" />M.A.Curtis: Die Heimat ist nur North Carolina und South Carolina.<ref name="FoNA" />
- Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie gedeiht in trockenen Wäldern und Gebüschen von der arktischen bis zur nördlichen subtropischen Zone Eurasiens.
- Solidago wrightii <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray: Sie ist von den USA bis Mexiko verbreitet.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA" />
Nicht mehr zur Gattung gehört:
- Ausgegliedert wurde die Gattung Chrysoma <templatestyles src="Person/styles.css" />Nuttall mit der einzigen Art:
- Chrysoma pauciflosculosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Michaux) Greene (Syn.: Solidago pauciflosculosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Michaux)<ref>John C. Semple, Harper McMinn-Sauder, Melissa Stover, Alan R. Lemmon, Emily Moriarty Lemmon, James B. Beck: Goldenrod herbariomics: Hybrid-sequence capture reveals the phylogeny of Solidago. In: American Journal of Botany. Band 110, Nr. 7, 2023, ISSN 1537-2197, S. e16164, doi:10.1002/ajb2.16164.</ref><ref>Chrysoma – Genus Page – ISB: Atlas of Florida Plants. In: Atlas of Florida Plants. Institute for Systematic Botany, University of South Florida, abgerufen am 13. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Ausgegliedert wurde die Gattung Euthamia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nuttall) Cass. mit fünf Arten:
- Euthamia caroliniana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Greene ex Porter & Britton (Syn.: Erigeron carolinianus <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Euthamia galetorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia media <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia microcephala <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia microphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia remota <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia tenuifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pursh) Nuttall, Solidago lanceolata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. var. minor <templatestyles src="Person/styles.css" />Michaux, Solidago moseleyi <templatestyles src="Person/styles.css" />Fernald, Solidago tenuifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Pursh, Solidago tenuifolia var. pycnocephala <templatestyles src="Person/styles.css" />Fernald)<ref>Euthamia caroliniana (Carolina Grass-leaved Goldenrod, Slender Fragrant Goldenrod, Slender Goldentop) | North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox. In: North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox. N.C. Cooperative Extension, abgerufen am 13. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Grasblättrige Goldrute (Euthamia graminifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Nuttall, Syn.: Chrysocoma graminifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Euthamia fastigiata <templatestyles src="Person/styles.css" />Bush, Euthamia floribunda <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene, Euthamia graminifolia var. major <templatestyles src="Person/styles.css" />(Michaux) Moldenke, Euthamia graminifolia var. nuttallii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Greene) Sieren, Euthamia hirtipes <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald) Sieren, Solidago camporum var. tricostata <templatestyles src="Person/styles.css" />Lunell, Solidago graminifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Salisbury, Solidago hirtipes <templatestyles src="Person/styles.css" />Fernald, Solidago lanceolata <templatestyles src="Person/styles.css" />L.), Neophyt aus Nordamerika, der eine Wuchshöhe von 50 bis 80 Zentimetern erreicht.<ref>Flat-top Goldentop (Euthamia graminifolia) Fact Sheet. (PDF; 114 kB) Natural Resources Conservation Service, Juli 2012, S. 1, abgerufen am 13. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Euthamia gymnospermoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene: Sie ist in Nordamerika weitverbreitet.<ref name="GRIN" />
- Euthamia leptocephala <templatestyles src="Person/styles.css" />(Torrey & A.Gray) Greene ex Porter & Britton: Sie ist in den USA verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Euthamia occidentalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nuttall: Sie ist von Kanada über die USA bis Mexiko verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Ausgegliedert wurde die Gattung Petradoria <templatestyles src="Person/styles.css" />Greene mit der einzigen Art:
- Petradoria pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nuttall) Greene: Die zwei Varietäten sind in den US-Bundesstaaten Colorado, Idaho, Wyoming, New Mexico, Arizona, Kalifornien, Nevada sowie Utah verbreitet.<ref>Species Detail Forb. In: Yavapai County Native & Naturalized Plants. Arizona Cooperative Extension, University of Arizona, abgerufen am 13. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nutzung und Sonstiges
Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Saponine, Phenylglykoside, Gerbstoffe sowie ätherisches Öl. Als Leitsubstanzen gelten Leiocarposid und Virgaureosid. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird auch das Kraut der Riesengoldrute (Solidaginis giganteae herba) eingesetzt, es ist jedoch klinisch weniger erforscht.<ref name="Schilcher2007">Heinz Schilcher: Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer, München 2007. ISBN 978-3-437-55348-6. S. 113f.</ref>
Bei mittelalterlichen Texten wie der Physica von Hildegard von Bingen muss beachtet werden, dass damals mit Solidago der Beinwell gemeint war.<ref name="klostermedizin"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Altes Heilwissen erforscht bei der Universität Würzburg. ( vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref>
Aus Stängeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, je nach Konzentration und Beize erhält man goldene bis braunrote Färbungen.<ref name="Welsch2012">Norbert Welsch, Claus Chr. Liebmann: Farben: Natur, Technik, Kunst. Springer, 2012. ISBN 978-3-8274-2847-9. S. 163</ref>
In Deutschland und der Schweiz sind einzelne Goldruten als Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen.<ref>Landratsamt Starnberg: Merkblatt der Unteren Naturschutzbehörde zur Neophytenbekämpfung hier: Kanadische und Späte Goldrute (Solidago canadensis und gigantea)., August 2015.</ref>
Die Goldrute ist die „Nationalblume“ der US-Bundesstaaten Nebraska (seit dem 4. April 1895) und Kentucky (seit dem 16. März 1926).<ref>Goldenrod: Nebraska State Flower auf statesymbolsusa.org.</ref><ref>Goldenrod: Kentucky State Flower auf statesymbolsusa.org.</ref>
In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als „Laurenzilorbeer“ in Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom.<ref>Günther Berger: Relazioni: Internationales Wien. Peter Lang, 2009. ISBN 978-3-631-56922-1. S. 29</ref>
Goldruten stehen im Verdacht, allergische Reaktionen wie Heuschnupfen auszulösen.<ref>J. Dvorak: Allergie und Asthma: Vorbeugende Praxis. Springer, 2013. ISBN 978-3-0348-5885-4. S. 106</ref> Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten.
Verschiedene Schmetterlings-Larven nutzen Goldruten als Futterpflanze.<ref name="Ebert2003" />
In ihrem Ursprungsgebiet Nordamerika gilt S. canadensis als bedeutendes Unkraut auf Brach- und Nurserystandorten sowie in wenig beweideten Weiden, da sie dichte Rhizompolster bildet und über massenhaften Samenflug schnell neue Flächen kolonisiert.<ref>PATRICIA A. WERNER, RONALD S. GROSS, IAN K. BRADBURY: THE BIOLOGY OF CANADIAN WEEDS.: 45. Solidago canadensis L. In: Canadian Journal of Plant Science. Band 60, Nr. 4, 1. Oktober 1980, ISSN 0008-4220, S. 1393–1409, doi:10.4141/cjps80-194.</ref>
Quellen
- John C. Semple, Rachel E. Cook: Solidago. In: , textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Ebert2003"> Günter Ebert, Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 9. Verlag Eugen Ulmer, 2003. ISBN 978-3-8001-3279-9. S. 177; 185; 247. </ref> <ref name="FoNA"> John C. Semple, Rachel E. Cook: Solidago Linnaaeus. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 20, New York und Oxford: – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="USDA"> Datenblatt bei USDA. </ref> </references>