Harri Parschau
Harri Parschau (* 15. Dezember 1923 in Berlin; † 27. Juli 2006<ref>Nachruf der Redaktion. In: Eulenspiegel, 52./60. Jg., Nr. 9/06, ISSN 0423-5975, S. 65.</ref> in Stolzenhagen) war ein deutscher Karikaturist.
Leben und Werk
Parschau absolvierte von 1938 bis 1941 eine Lehre als Metallflugzeugbauer und arbeitete bis 1942 in seinem Beruf. Daneben besuchte er an der Volkshochschule Zeichenkurse. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen und nahm am Zweiten Weltkrieg teil. Bis 1946 war er in Kriegsgefangenschaft. 1946/1947 arbeitete er als Autokarosserie-Klempner und dann bis 1950 als Kunstschmied.<ref name="cartooncommerz">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Harri Parschau - Eulenspiegel-Klassiker der ostdeutschen Kaikatur.] www.cartooncommerz.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Januar 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Daneben arbeitete er als Karikaturenzeichner für die von Günter Neumann in Westberlin herausgegebene Satire-Zeitschrift Der Insulaner.
Nachdem er die Pressezeichnerschule A. S. Skid in Westberlin besucht hatte, war er ab 1950 in Ostberlin als freischaffender Karikaturist für die Berliner Zeitung, die Neue Berliner Illustrierte, Zeit im Bild, die Wochenpost und – über einen Zeitraum von rund 15 Jahren hinweg<ref name="ND_2006">Humorist Harri Parschau tot. In: Neues Deutschland, 9. August 2006.</ref> – für das Neue Deutschland tätig.<ref name="cartooncommerz" /> Bei der Satirezeitschrift Frischer Wind war er von 1952 an als Zeichner angestellt. In dieser und der 1954 gegründeten Nachfolgezeitschrift Eulenspiegel hat er bis zum Ende seiner Mitarbeit im Jahr 1991<ref name="Eulenspiegel-Sonderausgabe">Eulenspiegel-Sonderausgabe. Die Jahre 1980–1989. Berlin 2004, S. 209.</ref> rund 8800 Zeichnungen publiziert.<ref name="ND_2006" /> Auf die Eulenspiegel-Phase allein entfallen 8237 Grafiken; damit ist er der meistgedruckte Karikaturist dieser Zeitschrift.<ref name="Eulenspiegel-Sonderausgabe" /> Zudem erschienen Parschaus Grafiken, denen ein britischer Humor bescheinigt wird,<ref>G[erd] N[agel]: Harri Parschau zum Sechzigsten [Gedicht]. In: Eulenspiegel, 30./38. Jg., Nr. 50/83, ISSN 0423-5975, S. 6.</ref> in Büchern des Eulenspiegel-Verlags. Außerdem hat er Kinderbücher illustriert, beispielsweise von Edith Bergner, Anne Geelhaar oder Peter Abraham.<ref name="ND_2006" /> Parschau übernahm auch weitere gebrauchsgrafische Aufträge. U. a. entwarf er die Wandgestaltung der Eingangshalle der 1967 errichteten Oberschule Rehfelde mit Zahlen und Buchstaben (4 m², Ausführung in Eisen und Kupfer durch den Kunstschmied Friedrich Schrandt/* 1904).<ref>Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 182/183</ref>
Parschau war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1953 bis 1988: Dresden, sechs Deutsche Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR
- 1960: Berlin, Bezirkskunstausstellung
- 1980: Greiz („Du und ich - und was dazwischen. 1. Biennale der Karikatur der DDR“)
- 1985: Erfurt, IGA („Künstler im Bündnis“)
- 1986: Greiz, Sommerpalais der Staatlichen Museen (4. Karikaturenbiennale der DDR mit „Satiricum ´86“)
Literatur
- Kurt Flemig: Karikaturisten-Lexikon. K. G. Saur, 1993; ISBN 3-598-10932-6, S. 211
- Parschau, Harri. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 692
Weblinks
- https://www.bildindex.de/ete?action=queryupdate&desc=%22parschau%2C%20harri%22%20&index=obj-all Werke im Bildindex
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Parschau, Harri |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Karikaturist |
| GEBURTSDATUM | 15. Dezember 1923 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2006 |
| STERBEORT | Stolzenhagen |