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Wilstermarsch

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Datei:Zimmermann Hasenbanck Elbmündung 1721.jpg
Die Marschen im Unterelbebereich um 1721
Datei:Sturmfluthoehen wilstermarsch.jpg
Sturmfluthöhen in der Wilstermarsch
Datei:Neuendorf-Sachsenbande Tiefste Landstelle der Bundesrepublik Deutschland Dec-2008 SL271815.jpg
Die tiefste Landstelle Deutschlands (Neuendorf-Sachsenbande 3,54 m unter Normalnull)

Die Wilstermarsch ist eine der vier holsteinischen Elbmarschen und liegt nordöstlich der Elbe zwischen deren Nebenfluss Stör, dem Nord-Ostsee-Kanal und dem Geestrand im Kreis Steinburg.

Siedlungen

Politisch gegliedert ist Wilstermarsch in die Gemeinden des gleichnamigen Amtes Wilstermarsch und die Stadt Wilster, die nicht zum Amtsgebiet gehört, aber dessen Sitz ist.

Zu dem Amt Wilstermarsch gehören unter anderem das Kirchdorf Sankt Margarethen und die Gemeinde Brokdorf, die durch das Kernkraftwerk Brokdorf eine überregionale Bekanntheit erreicht hat.

Landschaft

Mit 3,54 m unter Normalnull befindet sich bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch die tiefstgelegene begehbare Stelle Deutschlands.<ref name="Landstelle" /> Durchflossen wird die Marsch von der Wilsterau; entwässert wird sie unter anderem über die Große Feldwettern und die Kampritt Wettern. Wahrzeichen der Wilstermarsch ist die Bockwindmühle in Honigfleth, die früher der Entwässerung diente. Ehemals gab es ca. 350 solcher Mühlen in der Wilstermarsch.<ref>Historische Wilstermarsch: Standardwerk zur Mühlengeschichte</ref>

Bodennutzung

Das Marschland wird noch überwiegend landwirtschaftlich genutzt, wobei der wichtigste Zweig die Viehhaltung ist, besonders die des Rotbunten Niederungsrindes. Ein bekanntes Produkt ist der Wilstermarschkäse.

Eingeführt wurden die Milchwirtschaft und die Käseproduktion (ähnlich wie in der Krempermarsch und auf Eiderstedt) von niederländischen Siedlern, die Anfang des 12. Jahrhunderts und nochmals im 16. Jahrhundert in die Wilstermarsch kamen. Mit ihrer Erfahrung und Hilfe wurden hunderte von Entwässerungsmühlen gebaut, um das weitgehend unter dem Meeresspiegel liegende Land zu entwässern.<ref name="Geschichte" />

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Graf E. Reventlov: Die Wilster Marsch. Mit acht Abbildungen nach Photographien von Karl Kuskop. In: Vom Fels zum Meer. 22. Jg., Band 2, 1903, S. 1716–1718.
  • Ruth Poppendieck: Die Kremper- und Wilstermarsch, ihre Wirtschaftsform und landwirtschaftliche Erscheinung. Lorenzen-Schmidt, Engelbrechtsche Wildnis 1986 (Archiv für Agrargeschichte der holsteinischen Elbmarschen. Beiheft 2).
  • Waldtraut Feldtmann: Das alte Brokdorf. Kommissionsverlag Karl Wachholtz, Neumünster, 1992, ISBN 3-529-02727-8.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Landstelle"> Homepage der tiefsten Landstelle </ref> <ref name="Geschichte"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage der Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte (Memento vom 18. Januar 2015 im Internet Archive) </ref> </references>

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