Altpoderschau
Altpoderschau Gemeinde Kriebitzsch
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(128)&title=Altpoderschau 51° 1′ N, 12° 19′ O
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| Höhe: | 218–226 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,44 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Altpoderschau, Gemeinde Kriebitzsch. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 128 (2011)<ref name="Gindex" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1957 | |||||
| Eingemeindet nach: | Poderschau | |||||
| Postleitzahl: | 04617 | |||||
| Vorwahl: | 03448 | |||||
Lage von Altpoderschau in Thüringen
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Altpolderschau ist ein Ortsteil der Gemeinde Kriebitzsch im thüringischen Landkreis Altenburger Land.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 297 kB) § 3. In: Webauftritt. Gemeinde Kriebitzsch, abgerufen im Februar 2026.</ref> Von 1957 bis 1973 war der Ort Sitz der Gemeinde Poderschau.
Geographische Lage
Altpoderschau befindet sich etwa 500 Meter westlich von Kriebitzsch und vom südlichen Restloch Zechau vom ehemaligen Kohletagebau entfernt. Die Gemarkung liegt am Rande der Leipziger Tieflandbucht am Übergang zum überlössten Hügelland um Zeitz und Schmölln. Die Landesstraße 1361 führt westlich und die Bundesstraße 180 östlich am Umfeld des Ortsteils vorüber. Im Westen des Orts liegt die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.
Geschichte
Im Jahre 1263 fand die urkundliche Ersterwähnung statt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 17.</ref> Altpoderschau gehörte zum wettinischen Amt Altenburg,<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“ in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden., ab Seite 201</ref><ref>Die Orte des Amts Altenburg in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden., ab S. 83</ref> welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Altpoderschau bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).<ref>Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juli 2022; abgerufen am 23. Juli 2025.</ref> Juristisch unterstand der Ort ab 1879 dem Amtsgericht Altenburg, seit 1906 dem Amtsgericht Meuselwitz. Altpoderschau gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 wurde der Ort dem Landkreis Altenburg zugeordnet.
Das südlich von Meuselwitz gelegene Altpoderschau gehört zum Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier. Im Jahr 1871 wurde der „Ernstschacht“ nördlich von Altpoderschau, auch als „Grube 104“ bekannt, bergbehördlich angemeldet. Weiterhin entstand eine Brikettfabrik.<ref>Webseite der Bergbrüder Rositz. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref> Die Veredelungsanlage "Ernst" war zwischen 1905 und 1914 in Betrieb. Südöstlich von Altpoderschau wurde zwischen 1931 und 1959 der Tagebau Zechau, als Tagebau Gertrud III eröffnet, betrieben. Ihm fiel Anfang der 1950er Jahre der Nachbarort Leesen zum Opfer. Nach der Auskohlung entstand dort das renaturierte Restloch Zechau.<ref name="201508Meuselwitz">Das Braunkohlerevier Altenburg/Meuselwitz, Publikation des LMBV</ref> Der Ernstschacht wurde 1952 stillgelegt.
Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam der Ort mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig. Am 1. Januar 1957 bildete Altpoderschau mit Neupoderschau die Gemeinde Poderschau, welche am 1. Januar 1973 geteilt wurde. Während Altpoderschau zu Kriebitzsch kam, wurde Neupoderschau nach Meuselwitz eingemeindet. In den 1980er Jahren war die Wiederaufnahme des Braunkohleabbaus geplant, welche aber nicht zur Ausführung kam. Dem geplanten „Tagebau Meuselwitz“ zwischen Meuselwitz und Rositz hätte das gesamte Gemeindegebiet von Kriebitzsch einschließlich der Ortslage Altpoderschau weichen müssen.<ref name="201508Meuselwitz" />
Verkehr
Altpoderschau liegt circa zwei Kilometer westlich der B180.
In Altpoderschau hält nur an Schultagen dreimal am Tag die Buslinie 409. Einen Kilometer entfernt, kurz vor dem Ortseingang von Neupoderschau befindet sich die Haltestelle „Abzweig Altpoderschau“, die meistens stündlich von den Linien 352, 404 und 408 angefahren wird.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
bestehende Ortsteile: Altpoderschau | Kriebitzsch | Zechau