Zum Inhalt springen

Japanischer Storaxbaum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Januar 2025 um 11:57 Uhr durch imported>Kingbossix (Erg.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Japanischer Storaxbaum
Datei:Styrax japonicus.JPG

Japanischer Storaxbaum (Styrax japonicus)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Storaxbaumgewächse (Styracaceae)
Gattung: Storaxbäume (Styrax)
Art: Japanischer Storaxbaum
Wissenschaftlicher Name
Styrax japonicus
Siebold & Zucc.
Datei:Styrax japonicum SZ23.png
Illustration

Der Japanische Storaxbaum<ref name=deutsch /> (Styrax japonicus) ist ein kleiner Baum mit weißen Blüten aus der Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Japan, Korea, China, Taiwan, Laos, Vietnam und auf den Philippinen. Sie wird häufig wegen ihrer dekorativen Blüten kultiviert.

Beschreibung

Datei:Styrax japonicus 03.JPG
Zweig mit Blättern
Datei:2020-05-26 08 53 50 Japanese snowbell flowers along Elderberry Place in the Franklin Glen section of Chantilly, Fairfax County, Virginia.jpg
Blüten
Datei:Styrax japonicus Styrak japoński 2018-08-12 01.jpg
Früchte

Der Japanische Storaxbaum ist ein 4 bis 8, selten bis 10 Meter hoher, laubabwerfender Baum mit einer breiten, reich verzweigten Krone und weit abstehenden Ästen. Die Zweige sind purpurn gefärbt, dünn und ausgebreitet. Junge Triebe sind mit Sternhaaren bedeckt und etwas abgeflacht, sie werden später stielrund. Der Stammdurchmesser erreicht über 50 Zentimeter.

Die Laubblätter stehen wechselständig. Sie haben einen 5 bis 10 Millimeter langen Stiel. Die Blattspreite ist papierartig bis beinahe ledrig, 4 bis 10 Zentimeter lang und 2 bis 5, selten auch bis 6 Zentimeter breit, elliptisch bis eiförmig, spitz oder kurz zugespitzt, mit keilförmiger bis stumpfer Basis, ganzrandig bis entfernt feinspitzig gesägt oder gekerbt. Es werden fünf bis sieben sekundäre Nervenpaare gebildet, die Blattadern dritter Ordnung sind netzartig angeordnet. Sie treten auf beiden Blattseiten deutlich hervor und sind zusammen mit den Blattachseln spärlich mit Sternhaaren bedeckt. Sonst sind beide Seiten kahl.<ref name=FoC /><ref name=FdG />

Die Blütenstände sind 5 bis 8 Zentimeter lange, endständige Trauben aus fünf bis acht Blüten. Der Blütenstiel ist dünn, 2,5 bis 3,5 Zentimeter lang und kahl oder spärlich sternhaarig. Die duftenden, zwittrigen und fünfzähligen, weißen Blüten haben Durchmesser von 2 bis 2,8 Zentimetern und sind meist hängend. Der becherförmige Blütenkelch ist häutig, kahl oder spärlich sternhaarig, 4 bis 6 Millimeter lang, 3 bis 5 Millimeter breit und unregelmäßig gezähnt. Die Kronröhre ist 3 bis 5 Millimeter lang, die dachigen Kronzipfel sind eiförmig, verkehrt-eiförmig oder elliptisch, 1,6 bis 2,5 Zentimeter lang und 5 bis 7, selten bis 9 Millimeter breit. Die zusammenstehenden Staubblätter mit länglichen Antheren sind kürzer als die Blütenkrone, die Staubfäden sind an der Basis etwas verbreitert und weiß zottig behaart. Der behaarte Fruchtknoten ist mittelständig mit langem, festem Griffel.

Die weißen Früchte, Steinfrüchte am beständigen Kelch sind eiförmig bis ellipsoid, bespitzt, 8 bis 14 Millimeter lang, mit Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern, unregelmäßig runzelig und dicht graufilzig mit Sternhaaren bedeckt. Die Samen sind braun und deutlich runzelig. Der Japanische Storaxbaum blüht von April bis Juli, die Früchte reifen von September bis Dezember.<ref name=FoC /><ref name=FdG />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="IPCN" />

Vorkommen und Standortansprüche

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Japan auf den Inseln Honshū, Shikoku, Kyushu und den Ryūkyū-Inseln, auf der Koreanischen Halbinsel, in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang und im Autonomen Gebiet Tibet, auf Taiwan, in Laos, Vietnam und auf den philippinischen Inseln Batan und Camiguin.<ref name=GRIN /> Der Japanische Storaxbaum wächst in kühlfeuchten Wäldern in 400 bis 1800 Metern Höhe<ref name=FoC /> auf sauren bis schwach alkalischen, sandig-lehmigen bis lehmigen, humosen und nährstoffreichen Böden an lichtschattigen und wintermilden Standorten. Die Art ist mäßig frosthart.<ref name=FdG />

Systematik

Der Japanische Storaxbaum (Styrax japonicus) ist eine Art aus der Gattung der Storaxbäume (Styrax) in der Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae). Die Art wurde im Jahr 1837 von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini erstmals wissenschaftlich gültig beschrieben.<ref name=GRIN /> Der Gattungsname Styrax stammt aus dem Lateinischen und bezeichnete schon bei den Römern den Storaxbaum.<ref name=Gen_Gat /> Das Artepitheton japonicus verweist auf das Verbreitungsgebiet in Japan.<ref name=Gen_Art />

Es werden zwei Varietäten unterschieden:<ref name=FoC />

  • Styrax japonicus var. calycothrix <templatestyles src="Person/styles.css" />Gilg: Blütenkelch und Blütenstiel sind spärlich mit Sternhaaren bedeckt
  • Styrax japonicus var. japonicus mit kahlem Blütenkelch und Blütenstiel

Verwendung

Der Japanische Storaxbaum wird häufig wegen der dekorativen Blüten als Zierstrauch verwendet.<ref name=FdG />

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 634.
  • Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 823.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).
  • Leopold Dippel: Handbuch der Laubholzkunde. Erster Teil, Parey, 1889, S. 318 f.

Weblinks

Commons: Japanischer Storaxbaum (Styrax japonicus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 634 und nach Fitschen: Gehölzflora. S. 823.</ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 634 </ref> <ref name=FoC> Shumei Huang, James W. Grimes: Styrax japonicus, in der Flora of China, Band 15, S. 257 </ref> <ref name=GRIN> Styrax japonicus. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 21. Mai 2012 (englisch). </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. S. 617.</ref> <ref name=Gen_Art> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. S. 313.</ref> <ref name="IPCN">Styrax japonicus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>