Zum Inhalt springen

Missing Man Formation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2026 um 14:40 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Typografie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Missing Man Flyover formation.jpg
Missing Man Flyover

Die Missing Man Formation ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Ehrenformation von Luftstreitkräften. Dabei überfliegen während einer Trauerfeier oder Beerdigung Flugzeuge den Ort des Geschehens, wobei ein Platz in der Formation leer bleibt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam auch die heute am meisten praktizierte Variante auf, bei der ein Flugzeug während der Zeremonie aus der Formation ausbricht.

Beschreibung

Anlass

Das Flugmanöver wird zumeist als Ehrenbezeugung bei Gedenkfeiern, Beerdigungen und Trauerfeiern für gefallene Soldaten, Veteranen oder Staatsoberhäupter durchgeführt. War die Ausführung des Manövers früher ein Privileg militärischer Fliegereinheiten, so werden mittlerweile auch zivile Maschinen durch Privatleute und Vereine verwendet.<ref name=":0">Air Power Development Centre of the Royal Australian Air Force: The Missing Man Formation. In: Pathfinder: Air Power Development Centre Bulletin Issue 116. Juli 2009, abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref>

Ablauf

Die Formation gibt es in mehreren Varianten. In den Vereinigten Staaten wird heute zumeist in der Formation des Vierfingerschwarms geflogen, welcher die Form eines „V“ hat. Der Schwarmführer fliegt dabei an der Spitze, sein Rottenflieger etwas nach hinten versetzt links von ihm. Der Führer der zweiten Rotte fliegt rechts von Schwarmführer. Sein Rottenflieger folgt rechts hinten. Beim Überflug der Formation (zumeist in relativ geringer Höhe) über die Zeremonie oder Veranstaltung, zieht der Führer der zweiten Rotte abrupt nach oben in einen steilen Steigflug, während alle anderen Flugzeuge weiter geradeaus fliegen, bis sie außer Sichtweite sind.<ref name=":1">Daniel Ford: High Honor. The origin of the missing man formation. Air and Space Magazine, Mai 2001, abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref>

Eine weniger spektakuläre Alternative wird unter anderem ausgeführt, wenn mehr als vier Flugzeuge verwendet werden oder auf dem Weg zur Zeremonie außerplanmäßig ein Flugzeug ausfällt. Die Maschinen fliegen dann zumeist in unveränderter Formation, wobei aber eine Position sichtbar frei bleibt.

Wird die Formation von Kunstflugteams oder speziell dafür ausgerüsteten Flugzeugen durchgeführt, simuliert das aus der Formation ausbrechende Flugzeug weißen Rauch. Dieser Showeffekt wird für gewöhnlich nicht bei Trauerfeiern eingesetzt.<ref name=":1" />

Eine Variante ist ein Anflug von Süden, möglichst bei niedriger Sonne. Ein Flugzeug bricht dann nach Westen aus und fliegt in den Sonnenuntergang.

Geschichte

Die Ursprünge der Missing Man Formation sind nicht genau geklärt. Es wird vermutet, dass sie bis zum Ersten Weltkrieg und die unmittelbare Nachkriegszeit zurückreichen. In den 1920er Jahren wurden Formations- und Kunstflüge bei Festveranstaltungen und Luftfahrtschauen häufiger. Es gibt jedoch keine Hinweise auf offizielle oder informelle Überflüge und Ehrenbezeugungen bei Trauerfeiern.<ref name=":0" />

Die vermutlich erste Missing Man Formation nach heutigem Verständnis fand am 22. Mai 1931 in Minnesota statt. Bei der Beerdigung des Airline-Managers Charles W. Holman blieb während des Überflugs einer Formation ein Platz frei.<ref name=":1" /> Im Jahr 1936 erfolgte ein Überflug von Flugzeugen der Royal Air Force bei der Trauerfeier für den britischen König Georg V.<ref name=":0" />

Der erste dokumentierte Überflug für einen Militär fand im Jahr 1938 statt, als der Kommandeur des United States Army Air Corps, Generalmajor Oscar Westover, zu Grabe getragen wurde. Über 50 Flugzeuge überflogen den Ort des Geschehens, wobei ein Platz in jeder Formation frei blieb.<ref name=":0" /> Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kamen erstmals Ehrenformationen mit Wegbrechen auf.

Besonderes

Weblinks

Commons: Missing Man Formation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />