Zum Inhalt springen

Tontopffilter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. Juni 2017 um 09:38 Uhr durch imported>Hicke (Entwicklung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ein Tontopffilter ist eine angepasste technologische Entwicklung, die es Menschen in äußerst strukturschwachen Gegenden ermöglichen soll, Wasser aufzubereiten. Es handelt sich dabei um eine Idee, die von dem Materialwissenschaftler Tony Flynn von der Australian National University entwickelt wurde.

Herstellung

Dabei wird fein geriebener ungebrannter Ton mit feinem organischem Material wie Teeblättern, Kaffeesatz oder Reisspelzen vermengt und mit ein wenig Wasser knetbar gemacht. Nach dem daraus ein entsprechendes Gefäß geformt wurde, lässt man es trocknen und wickelt es in Stroh und Kuhdung ein, bevor man es in Feuer brennt.<ref>New filter promises clean water for millions. ANU, 2005(Beschreibung der Herstellung eines Tontopffilter, engl., PDF; 174 kB)</ref>

Entwicklung

Die Technik wurde bei einem World-Vision-Projekt in Manatuto, Osttimor entwickelt. Dabei zeigte sich der lokale Ton als zu fein, um daraus eine entsprechende keramische Filtermembran mit ausreichenden Flussraten bei niedrigem Druck (Füllhöhe des Gefäßes) herzustellen. Deshalb wurden organische Bestandteile beigemengt, um eine höhere Porosität zu erzielen. Die Poren, die sich so herstellen ließen, waren in der Lage, E-coli-Bakterium um 96,4 bis 99,8 Prozent zu reduzieren.<ref>New filter promises clean water for millions</ref>

Einzelnachweise

<references />