Joseph Suder
Joseph Suder (* 12. Dezember 1892 in Mainz; † 13. September 1980 in München) war ein deutscher Komponist und Dirigent.
Leben
Suder kam 1911 nach München, um an der Akademie der Tonkunst zu studieren. Sein langjähriges Wohnhaus im Münchner Stadtteil Pasing, August-Exter-Straße 24, ist ein geschütztes Baudenkmal. Er schuf Orchesterwerke, ein Klavierkonzert (Ersteinspielung von Margarita Höhenrieder und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks), Kammermusik und Klavierwerke. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Festmesse Dona nobis pacem. Sie wurde 1948 in der Kirche von Gräfelfing uraufgeführt.
Bereits zwischen 1926 und etwa 1934 hatte Suder seine einzige Oper Kleider machen Leute auf der Basis der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller geschrieben. Das Werk kam jedoch erst 1964 in Coburg zur Uraufführung.
1952 gründete Joseph Suder Chor und Orchester des städtischen Oskar-von-Miller-Polytechnikums in München, eines der Vorläufer der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. 1962 gab er die Leitung dieser Ensembles an seinen Sohn Alexander Suder (1927–2025) ab.<ref>Nachruf Herr Prof. Dr. Alexander L. Suder (Musikprofessor). In: Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien. Abgerufen am 3. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Joseph Suder starb nach längerer Krankheit am 13. September 1980 im Alter von 87 Jahren.
Ehrungen
1978 wurde Suder mit dem Kunst- und Kulturpreis Pasing ausgezeichnet. Im zu Ehren wurde die Joseph-Suder-Gesellschaft e.V. gegründet.<ref>Joseph Suder. Abgerufen am 3. April 2026.</ref> Er war Träger des Bayerischen Verdienstordens.<ref>Bayerischer Verdienstorden. Abgerufen am 3. April 2026.</ref>
Grabstätte
Die Grabstätte von Joseph Suder befindet sich auf dem Münchner Waldfriedhof (Grabnr. 91-W-15)<ref>Franz Schiermeier: Waldfriedhof München, Übersichtsplan der Grabmäler, 2021, ISBN 978-3-948974-07-7 Titel auf Verlagsseite</ref>.
Literatur
- Vorlage:Riemann Musiklexikon
- Suder, Joseph. In: Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Unter Mitarbeit zahlreicher Musikforscher des In- u. Auslandes. Bärenreiter, Kassel/Basel/Tours/London. Band 1–14: 1949 bis 1968, Band 12 (1965), Sp. 1669f.
- Vorlage:Riemann Musiklexikon
- Suder, Joseph. In: Paul Frank, Wilhelm Altmann: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. 14. Auflage. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1936, S. 617.
- Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 7606. online
Weblinks
- Literatur von und über Joseph Suder im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Joseph Suder (u. a.: Biographie, Werke, Aufnahmen, Literatur). Joseph-Suder-Gesellschaft e. V., abgerufen am 3. April 2026.
- Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Suder, Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1892 |
| GEBURTSORT | Mainz |
| STERBEDATUM | 13. September 1980 |
| STERBEORT | München |