Steudach (Erlangen)
Steudach Kreisfreie Stadt Erlangen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(299)&title=Steudach 49° 35′ N, 10° 57′ O
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| Höhe: | 306 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,37 km² | |||||
| Einwohner: | 299 (2021)<ref name="Einwohner">Stadt Erlangen – Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2022. (PDF; 7,0 MB) S. 41, abgerufen am 16. September 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 126 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 91056 | |||||
| Vorwahl: | 09131 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Steudach (fränkisch: Schdait oder auch Schdaidi<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 287. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šdait“ bzw. „šdaidi“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Steudach liegt in der Gemarkung Kosbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Steudach ist auch der Name des Statistischen Bezirks 74.
Geographie
Das Kirchdorf liegt am Rittersbach, einem rechten Zufluss des Bimbachs, der östlich des Ortes die Kastenweiher speist. Der Ort ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Im Südwesten wird die Flur Schleifwegäcker genannt, im Südosten Lampeläcker und im Nordwesten Trutenäcker. Etwas weiter südwestlich befindet sich der Klosterwald. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Häusling zur Kreisstraße ER 1 (1,4 km nördlich) bzw. nach Frauenaurach (1,8 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Staatsstraße 2263 bei Neuses (2 km südwestlich) bzw. zur ER 1 (1,2 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1348 als „Steudech“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt das ahd. Wort stūda (Staude, Busch, Dornstrauch) mit Kollektivsuffix –ahi zugrunde und bezeichnete demnach eine Gegend, die von Gebüsch bewachsen war. Lehnsherr war das Hochstift Bamberg. 1384 kaufte der Nürnberger Patrizier Leupold Schürstab von Friedrich v. Laufamholz u. a. die Vogtei über acht Höfe in „Steudach“. 1463 verkauften Hieronymus und Niklas Schürstab ihre Ansprüche in Steudach an Wilhelm Kolberg. 1468 gehörten zum Ort 73⁄4 Huben Felder, die auf 13 Anwesen verteilt waren, wie aus dem Urbar der Bamberger Dompropstei hervorgeht. 1528 wie auch 1570 waren die grundherrlichen Ansprüche über die acht Steudacher Güter immer noch in der Hand der Löffelholz. Im Löffelholz’schen Salbuch von 1570 wurde deren Umfang mit 33⁄4 Huben angegeben. Das dompropstische Urbar von 1580 verzeichnete neben den 8 Löffelholz’schen Anwesen, 8 dompropstische Anwesen. Der Umfang der Ländereien war derselbe wie 1468. In der Folgezeit – wahrscheinlich nach dem Dreißigjährigen Krieg – fielen die Lehen alle ans Dompropsteiamt Büchenbach heim. Es gab 4 Ganzhöfe, die 1747 in 3 Halbhöfe, 2 Dreiachtelhöfe, 7 Viertelhöfe und 1 Achtelhof zerschlagen wurden.<ref name="F286">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 286ff.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Steudach aus 13 Anwesen (2 Huben, 7 Viertelhuben, 1 Halbhof, 2 Dreiachtelhöfe). Das Hochgericht übte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Herzogenaurach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Dompropsteiamt Büchenbach.<ref name="H85">H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 85.</ref>
Von 1803 bis 1810 unterstand Steudach dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Büchenbach und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Kosbach zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 144.</ref>
Am 7. Oktober 1923 wurde in Steudach die Kriegergedächtniskapelle St. Michael eingeweiht. Im April 1976 musste sie wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Bereits 1973 wurde ein Haus errichtet, das bis heute zugleich als Kirche und als Feuerwehrhaus dient.<ref>M. Meyer: Michael-Kapelle, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 498.</ref> Am 1. Januar 1967 wurde Steudach als Teil der Gemeinde Kosbach nach Erlangen eingemeindet.<ref name="M672">M. Meyer: Steudach, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 672.</ref><ref>Erlangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. September 2025.</ref> In der Folgezeit entstand neben dem Altort eine Neubausiedlung.
Baudenkmäler
In Steudach gibt es sechs Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Erlangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Sankt Michael 31: Bauernhaus
- Sankt Michael 35: Bauernhof
- Sankt Michael 42/44: Wohnhaus
- Bildstock
- Wegkreuz
- Martersäule
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- ehemaliges Baudenkmal
- Kieselbergstraße 1: Bauernhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Steudach ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt.<ref name="H85"/> Die Protestanten waren ursprünglich in die Dreifaltigkeitskirche (Erlangen) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> mittlerweile sind sie in die Martin-Luther-Kirche (Büchenbach) gepfarrt.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steudach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 446 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769668698 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951 Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Michaela Meyer: Michael-Kapelle. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 498 (online).
- Michaela Meyer: Steudach. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 672 (online).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Steudach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Steudach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Am Anger | Alterlangen | Bruck | Büchenbach | Buckenhofer Siedlung | Burgberg | Dechsendorf | Eltersdorf | Frauenaurach | Häusling | Hüttendorf | Innenstadt | Königsmühle | Kosbach | Kriegenbrunn | Neuses | Neumühle | Röthelheimpark | Schallershof | Sebaldussiedlung | Sieglitzhof | Steudach | Tennenlohe
Ehemalige Gemeindeteile: Großdechsendorf | Kleindechsendorf